Was ist Cellulite – und warum betrifft sie fast jede Frau?
Cellulite ist nach der Pubertät bei einem Großteil der Frauen – Schätzungen sprechen von etwa 80–90% – in irgendeinem Ausmaß vorhanden1. Ihre Entstehung ist multifaktoriell: hormonelle, genetische, anatomische und mikro-zirkulatorische Faktoren können gleichermaßen eine Rolle spielen. Bei Männern ist sie deutlich seltener, was zum Teil durch die unterschiedliche Struktur der subkutanen Bindegewebssepten erklärt werden kann2: Bei Frauen verlaufen diese Septen häufiger senkrecht zur Hautoberfläche, was das Hervortreten von Fettkammern in Richtung Oberfläche begünstigen und zum charakteristischen dellenförmigen Erscheinungsbild beitragen kann. Lebensstilfaktoren beeinflussen eher die Sichtbarkeit und den Schweregrad als alleinige Ursachen.
Keine Krankheit – aber nicht nur ein ästhetisches Problem
Cellulite ist keine Krankheit, aber auch nicht nur eine ästhetische Frage: Die dahinter ablaufenden Prozesse – verringerte Mikrozirkulation, Veränderungen des Bindegewebes, Umstrukturierung des Fettgewebes – beeinflussen den allgemeinen Hautzustand und die Gesundheit des Gewebes. Gerätegestützte Behandlungen für zu Hause wirken auf diese Mechanismen ein.
Wie entsteht Cellulite? – Die Schritte des Prozesses
Die Entstehung von Cellulite geschieht nicht von heute auf morgen. Vier sich gegenseitig verstärkende Prozesse spielen eine Rolle, die, einmal in Gang gesetzt, einen sich selbst verstärkenden Kreislauf bilden. Die gute Nachricht: In jeder Phase besteht die Möglichkeit einzugreifen.
Der erste Schritt ist die Verschlechterung der Mikrozirkulation. An den Wänden kleiner Gefäße entsteht eine Störung der Durchlässigkeit, Blut- und Lymphfluss verlangsamen sich in den betroffenen Bereichen. Das führt zu Flüssigkeitsansammlungen (Ödemen) an der Grenze zwischen Fettgewebe und Haut. Der Interzellularraum schwillt an und verschlechtert zugleich die Nährstoff- und Sauerstoffversorgung des Gewebes. Kavitationsbehandlungen – etwa die niederfrequenten Modi der Lipozero-Gerätefamilie – zielen vor allem auf diese Phase ab, indem sie die Mikrozirkulation aktivieren und so helfen, Stauungen zu lösen.3
Als Folge der Durchblutungsstörung entstehen im Gewebe niedriggradige entzündliche Prozesse. Der interstitielle Raum ödematisiert weiter, was die Mikrozirkulation weiter verschlechtert – der Kreislauf schließt sich. Das Ödem übt zudem Druck auf die Fettkammern aus und verstärkt die ungleichmäßige Fettverteilung. Durch Lymphdrainage kann der Lymphabfluss verbessert werden, wodurch diese ödematöse Belastung verringert werden kann.
Langfristig verändern Ödem und Entzündung die Bindegewebsfasern (Kollagen- und Elastinfasern). Die Bindegewebssepten können verdicken, steifer werden und an Elastizität verlieren – dies ist das Stadium der fibrotischen Cellulite. Die versteiften Septen ziehen stärker an der Haut und vertiefen das dellenförmige Erscheinungsbild. Studien deuten darauf hin, dass Ultraschallbehandlungen zur Lockerung der Bindegewebsstruktur und zur Reaktivierung der Kollagenproduktion beitragen können.4
Vergrößerte Fettzellen werden zwischen den versteiften Bindegewebssepten nach oben in Richtung Hautoberfläche gepresst und erzeugen das charakteristische Orangenhautbild. Die niedrigen Frequenzen der Kavitationsultraschallbehandlung (39–150 kHz) können durch mechanischen Druck auf die Fettzellen – Bildung von Mikrobläschen und deren Kollaps – helfen, Fettansammlungen zu reduzieren.3
Die Typen der Cellulite – wichtig zu wissen, womit du es zu tun hast
Nicht jede Cellulite ist gleich. Bei der Wahl der Behandlungsstrategie ist es wichtig zu wissen, mit welchem Typ du es zu tun hast – beeinflusst durch Alter, hormonellen Zustand, Lebensstil und den Zustand der betroffenen Region.
| Typ | Merkmale | Hauptsächlich betroffene Bereiche | Geeignete Behandlungsfrequenz |
|---|---|---|---|
| Ödematöse Cellulite | Weiche Konsistenz, Flüssigkeitsstau dominiert, eher milde Ausprägung | Innenseite der Oberschenkel, Knöchelbereich | 526 kHz (NorAd-Modus), Lymphdrainage |
| Weiche (flaccide) Cellulite | Schlaffe Haut, bei Bewegung auffällig, verminderter Muskeltonus | Oberschenkel, Gesäß, Oberarm | 150 kHz, 1–3 MHz kosmetisches Programm |
| Fibrotische Cellulite | Hart bei der Palpation, schmerzhaft, tief verwurzeltes Bindegewebe, lange bestehend | Außenseite der Oberschenkel, Gesäß | 39 kHz (tief wirkende Kavitation) |
| Gemischte Cellulite | Kombination der oben genannten Formen, an verschiedenen Körperstellen unterschiedliche Typen | Variabel | Frequenzwechsel, kombinierte Programme |
Warum ist die Typbestimmung wichtig?
Für verschiedene Cellulite-Typen kann eine andere Ultraschallfrequenz optimale Ergebnisse liefern. Je niedriger die Frequenz (z. B. 39 kHz), desto tiefer dringt der Ultraschall in das Gewebe ein – dies ist ideal für fibrotische, tief verwurzelte Cellulite. Höhere Frequenzen (526 kHz–3 MHz) wirken eher auf oberflächlichere Schichten, die Hautstraffung und den Stoffwechsel positiv.
Warum reicht eine Anti-Cellulite-Creme allein nicht aus?
In Supermärkten und Apotheken findest du Dutzende von „Anti-Cellulite“-Cremes, Seren und Gelen. Diese Produkte können tatsächlich nützliche Inhaltsstoffe enthalten (Koffein, Retinol, L-Carnitin), die an der Hautoberfläche die Durchblutung anregen und die Hydratation unterstützen. Allerdings haben sie eine grundlegende Einschränkung:
Cellulite ist das Ergebnis von Prozessen, die in einer Tiefe von 4–8 mm ablaufen – im subkutanen Fettgewebe, in den Bindegewebssepten und den Mikrogefäßen. Topisch angewandte Wirkstoffe dringen nur in die obersten Hautschichten ein und erreichen die tieferen Gewebestrukturen nicht. Dagegen wirkt der Ultraschall-Kavitation direkt in der Fettschicht.
Was zeigen die Untersuchungen?
Eine Übersichtsarbeit aus dem Jahr 2018 kommt zu dem Schluss, dass Ultraschall als wirksame, erfolgreiche und sichere Methode zur Reduktion von Hauterschlaffung, Lipolyse und des Erscheinungsbildes von Cellulite erscheint – und die Nebenwirkungen minimal sind (Wahrnehmung während des Verfahrens, Rötung und Schwellung nach der Behandlung).4
Welche Technologien können bei der Cellulite-Behandlung helfen?
Der effektivste Ansatz für gerätegestützte Cellulite-Behandlungen zu Hause ist heute die Ultraschall-Kavitation – ergänzt durch kosmetischen Ultraschall und Iontophorese zur Wirkstoffzufuhr. Die Lipozero-Gerätefamilie kombiniert genau diese Prinzipien.
Kavitation ist ein physikalisches Phänomen: Niederfrequenter Ultraschall (39–150–526 kHz) erzeugt im Fettgewebe Mikrobubbles. Diese Bläschen durchlaufen zyklische Kompressions- und Expansionsphasen, bis sie schließlich kollabieren – und dieser Kollaps setzt in der Nähe der Fettzellen mechanische Energie frei. Die Membran der Fettzellen wird geschädigt, ihr Triglyceridgehalt gelangt in den Interzellularraum und anschließend in die Lymphbahn, von wo der Körper ihn auf natürlichen Wegen abtransportiert.3
Wichtig: Kavitation ist nur bei Frequenzen unter 600 kHz wirksam – bei höheren Frequenzen können in Fettgewebe keine Bläschen entstehen. Je niedriger die Frequenz, desto tiefer dringt die Welle ein (39 kHz bis zu 5–8 cm Tiefe).
Höhere Ultraschallfrequenzen (1–3 MHz) wirken nicht kavitationell, sondern durch thermische und mechanische Mikromassageeffekte. In den hautnahen Schichten erhöhen sie leicht die Gewebstemperatur, was die Kollagensynthese aktivieren und die Hautstraffung unterstützen kann.4 Mit dieser Methode ist auch die ultraschallgestützte Wirkstoffzufuhr (Sonophoresis) möglich: Die Aufnahme kosmetischer Wirkstoffe kann im Vergleich zur herkömmlichen äußerlichen Anwendung um das bis zu 20-fache erhöht werden.
Die 526-kHz-Frequenz hat bei den Lipozero G150- und G39-Geräten spezielle Eigenschaften: Einige Studien deuten darauf hin, dass diese Frequenz die Freisetzung von Noradrenalin (Norepinephrin) im Fettgewebe fördern kann. Noradrenalin spielt eine Schlüsselrolle in der Regulation des Fettstoffwechsels – es initiiert die lipolytische Aktivität der Fettzellen. Dieser sogenannte NorAd-526-Modus ist besonders bei ödematöser Cellulite und Bauchfettpolstern anwendbar.
Nach der Kavitationsbehandlung verlassen die abgebauten Fettsäuren das behandelte Gebiet über das Lymphsystem. Deshalb sind zur Aufrechterhaltung der Wirksamkeit der Behandlung ausreichende Flüssigkeitszufuhr (2–2,5 l Wasser täglich) und – wo verfügbar – die Kombination mit einer Lymphdrainage (manuell oder maschinell) grundlegend. Die Lipozero G150 und G39 enthalten nach Beendigung der Kavitationsprogramme auch Protokolle zur Lymphaktivierung.
Die Lipozero-Gerätefamilie – wähle passend zu deinem Cellulite-Typ
Medimarket vertreibt die Lipozero-Produktreihe des Herstellers Globus – der italienische Hersteller bringt seine medizinisch-elektrotherapeutische Erfahrung in den Bereich des kosmetischen Ultraschalls ein. Der wichtigste Unterschied zwischen den drei Modellen liegt im Kavitationsfrequenzbereich und in der Anzahl der Programme: Niedrigere Frequenzen dringen tiefer, mehr Programme erlauben feinere Individualisierung.
Lipozero Excel – Kosmetischer Ultraschall für Einsteiger
Das Lipozero Excel ist das Einsteigermodell der Gerätefamilie für die heimische kosmetische Anwendung. Der 3‑MHz-Ultraschall eignet sich für Wirkstoffzufuhr (Sonophoresis), Hautstraffung und die Behandlung der oberflächlichen Cellulite-Schicht. Dank seiner Beautyanwendungen lässt er sich leicht in die tägliche Körperpflege integrieren. Es verfügt nicht über eine Kavitationsfunktion – wenn du die tiefenwirksame Kavitation suchst, bieten die G150‑ und G39‑Modelle diese Möglichkeit.
Ideal: Bei weicher, ödematöser Cellulite; zur Unterstützung der Hautelastizität; zur Prävention und als ergänzende Behandlung.
Lipozero G150 – Kombination aus Kavitation und kosmetischem Ultraschall
Das Lipozero G150 arbeitet bereits in vier Frequenzbereichen (3 MHz, 1 MHz, 526 kHz, 150 kHz) und bietet somit kosmetischen Ultraschall und echte Kavitationsbehandlungen. Die 150‑kHz‑Kavitation ist besonders für ödematöse und weiche Cellulite geeignet, während der 526‑kHz‑NorAd‑Modus durch Stoffwechselaktivierung die Fettauflösung unterstützen kann. 26 Kavitations‑ und 16 Beautyanwendungen machen das Behandlungsspektrum flexibel.
Ideal: Bei ödematöser und weicher Cellulite; an Oberschenkeln, Bauch und Gesäß; sowohl für den Heimgebrauch als auch für Kosmetikerinnen geeignet.
Lipozero G39 – Professionelle Kavitation, fünf Frequenzbereiche
Das Lipozero G39 ist das Spitzenmodell der Reihe: Es arbeitet auf fünf Frequenzen (3 MHz, 1 MHz, 526 kHz, 150 kHz und 39 kHz). Der 39‑kHz‑ULTRA‑CAV‑Modus ist der tiefstwirksame Kavitationsbereich – er kann bei fibrotischer, harter, langbestehender Cellulite und dicken Fettdepots herausragende Ergebnisse liefern. 49 vorprogrammierte Programme (darunter 30 anpassbare) erlauben eine genaue Abstimmung des Protokolls auf Cellulite‑Typ, Körperregion und Eindringtiefe. Zwei unterschiedliche Handstückgrößen (Ø 50 mm und Ø 42 mm) sorgen dafür, dass sowohl große Körperflächen als auch kleinere Zonen effektiv behandelt werden können.
Ideal: Bei fibrotischer, harter Cellulite; zur Behandlung dicker Fettdepots; für Kosmetikerinnen und anspruchsvolle Heimanwender.
| Merkmal | Lipozero Excel | Lipozero G150 | Lipozero G39 |
|---|---|---|---|
| Kavitation | ❌ | ✅ (150 kHz, 526 kHz) | ✅ (39, 150, 526 kHz) |
| Kosmetischer Ultraschall | ✅ (3 MHz) | ✅ (1, 3 MHz) | ✅ (1, 3 MHz) |
| NorAd-526-Modus | ❌ | ✅ | ✅ |
| Maximale Eindringtiefe | Oberflächenschicht | Mittlere Tiefe | Tiefschicht (39 kHz) |
| Anzahl der Programme | Beautyanwendungen | 26 Kav. + 16 Beauty | 49 Programme (30 anpassbar) |
| Empfohlener Cellulite-Typ | Ödematös, weich, Prävention | Ödematös, weich | Fibrotisch, gemischt, tiefe Fettdepots |
Bevor du mit der Behandlung beginnst – für wen ist sie nicht geeignet?
Kavitations-Ultraschall ist auch für die Anwendung zu Hause sicher, doch wie bei allen gerätegestützten Behandlungen gibt es Zustände und Umstände, bei denen die Behandlung kontraindiziert ist. Lies die folgende Liste aufmerksam und konsultiere im Zweifel deinen behandelnden Arzt.
- Schwangerschaft und Stillzeit – Kavitation darf während der Schwangerschaft nicht angewendet werden
- Eingebrachtes Metall im Behandlungsbereich – Prothesen, Metallklammern, Schrauben; Ultraschall ist in der Nähe von Implantaten nicht anwendbar
- Herzschrittmacher und Herzrhythmusregler – eine Ultraschallbehandlung ist in der Nähe eines Herzschrittmachers verboten
- Venenthrombose, Thrombophlebitis, Phlebitis – Ultraschall kann Embolien auslösen
- Aktiver Krebs, Tumorerkrankung – Ultraschall darf nicht an Tumorgewebe angewendet werden
- Akute Infektion, Entzündung im Behandlungsbereich – bei Hautinfektionen, Wunden oder Geschwüren verboten
- Gerinnungsstörungen, Antikoagulanzientherapie – bei erhöhter Blutungsneigung nicht empfohlen
- Strahlentherapie im betroffenen Bereich (innerhalb von 6 Monaten) – bestrahltes Gewebe darf nicht behandelt werden
- Schwere Herz-Kreislauf-Erkrankungen – Rücksprache mit dem Arzt erforderlich
- Osteoporose, Beteiligung der Epiphysenfuge – nicht in unmittelbarer Knochennähe anwenden
Wichtige Hinweise
Die Lipozero-Geräte sind Beauty‑Tools – sie dienen als Ergänzung zur täglichen Körperpflege. Sie ersetzen keine medizinische Behandlung und sind bei schwerer Adipositas keine Alternative zur medizinischen oder chirurgischen Therapie. Der Behandlungserfolg hängt stark vom Lebensstil ab: gesunde Ernährung, ausreichende Flüssigkeitszufuhr und regelmäßige Bewegung sind grundlegende Voraussetzungen.
Wissenschaftlicher Hintergrund – was sagen die Studien?
Cellulite‑Prävalenz und Pathophysiologie – Übersichtsarbeit 2015
In ihrer evidenzbasierten Übersichtsarbeit von 2015 kommen Luebberding und Kollegen zu dem Schluss, dass Cellulite bei 85–90% der Frauen vorkommt und dass Östrogen, mikrozirkulatorische Insuffizienz und Veränderungen der Bindegewebsstruktur gemeinsam an ihrer Entstehung beteiligt sind. Die Autoren betonen, dass keine einzelne Behandlungsmethode eine dauerhafte Lösung ohne Lebensstiländerung bietet.1
Kavitation und Fettgewebe – histologische Untersuchung
Palumbo und Mitarbeiter (2014) zeigten an ex vivo Hautproben und in vivo Biopsien, dass Ultraschall‑Kavitation die Größe der Fettzellen statistisch signifikant reduzierte (p < 0,001), Mikroporositäten in den Zellmembranen erzeugte und Triglyceridfreisetzung auslöste – ohne die intakten Hautstrukturen (Gefäße, Stroma, Epidermis) zu schädigen. Klinisch gemessen führte dies in der behandelten Gruppe zu einem signifikanten Taillenumfang‑Rückgang.3
Ultraschall bei Hautstraffung und Cellulite‑Reduktion – Review 2018
Werschler und Kollegen kommen 2018 zu dem Ergebnis, dass Ultraschall als Modalität zur Korrektur von Hauterschlaffung, zur Unterstützung der Lipolyse und zur Reduktion des Erscheinungsbildes von Cellulite wirksam, erfolgreich und sicher erscheint. Die Nebenwirkungen sind minimal: Sensibilität während des Verfahrens, nachfolgende Rötung und leichte Schwellung.4
Nichtinvasive Körperkonturierung – systematische Übersicht, 2017
Derakhshan und Kollegen (2017) werteten 2024 Studien aus Cochrane‑ und PubMed‑Datenbanken aus. Sie fanden, dass hochintensiver fokussierter Ultraschall und Kavitationsgeräte klinisch relevante Reduktionen des Fettgewebes zeigen, wobei optimale Protokolle und die langfristige Erhaltung weiterer Forschung bedürfen.5
Praktische Tipps – wie du gute Ergebnisse erzielst
Behandlungsprotokoll – das solltest du beachten
Für das beste Ergebnis plane eine Behandlungsserie: 8–12 Sitzungen, 1–2 mal pro Woche. Zwischen den einzelnen Behandlungen sollten mindestens 48 Stunden Pause liegen, damit die abgebauten Fettsäuren das behandelte Gebiet verlassen können. Trinke vor jeder Behandlung 1–1,5 Liter Wasser – gute Hydratation ist grundlegend für die Bildung der Kavitationsbläschen und den Abtransport der Fettsäuren über das Lymphsystem.
Behandlungstechnik
Bewege das Handstück niemals stillstehend – gleite es mit kreisenden Bewegungen über das Behandlungsareal mit einer Geschwindigkeit von etwa 1–2 cm/s. Gel ist unverzichtbar: Ohne Gel wird die Ultraschallenergie nicht effektiv auf die Haut übertragen. Empfohlene Menge: 4–5 g (etwa ein Kaffeelöffel) pro Behandlung. Während der Kavitation kann ein leichtes Knistern oder Zirpen im Ohr wahrnehmbar sein – das ist normal.
Nachsorge
In den 1–2 Stunden nach der Behandlung vermeide heißes Baden und intensives Sonnenbaden. Trinke am Behandlungstag mindestens 2–2,5 Liter Wasser, um den Abtransport der abgebauten Fettsäuren zu unterstützen. Leichte Bewegung (z. B. 30 Minuten Spaziergang) nach der Behandlung kann helfen, die Stoffwechselprozesse aufrechtzuerhalten.
Wichtig: Die Behandlung ist bei realistischen Erwartungen wirksam
Kavitationsbehandlungen haben wissenschaftlich belegte Cellulite‑reduzierende und body‑contouring Effekte – sie sind jedoch kein Wundermittel. Die Ergebnisse sind schrittweise und über eine Behandlungsserie erreichbar und ohne Lebensstiländerungen (Flüssigkeitszufuhr, Bewegung, ausgewogene Ernährung) nicht dauerhaft. Bei starker Adipositas ist die gerätegestützte Behandlung eine ergänzende Methode, keine primäre Therapie.
Häufig gestellte Fragen
Die individuellen Erfahrungen variieren – in der Regel sind erste sichtbare Veränderungen nach 4–6 Behandlungen erkennbar. Das Ergebnis wird üblicherweise nach Abschluss der kompletten Behandlungsserie (8–12 Sitzungen) bewertet. Die Hautbeschaffenheit und Straffheit verändert sich meist schneller als das visuelle Erscheinungsbild. Bei Bedarf kann die Kur wiederholt werden.
Wenn du vor allem die Hautstraffung und die Wirkstoffzufuhr unterstützen möchtest, eignet sich das Lipozero Excel. Suchst du eine kavitationswirksame Behandlung für ödematöse oder weiche Cellulite, ist das G150 ideal. Bei fibrotischer, harter, langbestehender Cellulite oder zur Behandlung dicker Fettpolster sind die tieferen Frequenzen des G39 wirkungsvoller.
Verwende ausschließlich Ultraschallgel oder ein dafür geeignetes kosmetisches Gel (nicht fettend, wasserbasiert). Ultraschallgel sorgt dafür, dass Luftblasen zwischen Handstück und Haut ausgeschlossen werden und die Ultraschallenergie effektiv übertragen wird. Fettige Cremes und Öle sind ungeeignet, da sie die Ausbreitung des Ultraschalls beeinträchtigen.
Ja. Kavitationsbehandlung lässt sich gut mit Lymphdrainage (idealerweise am gleichen Tag nach dem Ultraschall), Trockenbürsten (vor der Behandlung) und gezielten Pflegeprodukten (nach der Behandlung, um die verbesserte Resorption zu nutzen) kombinieren. Ein multimodaler Ansatz bringt in der Regel bessere Ergebnisse als einzelne Methoden für sich.
Üblicherweise werden 8–12 Sitzungen für eine Behandlungsserie empfohlen, 1–2 mal pro Woche. Zur Aufrechterhaltung der Wirkung sind alle 3 Monate 1–2 Auffrischungsbehandlungen ratsam, kombiniert mit einer Lebensstiländerung. Ohne Anpassung von Flüssigkeitszufuhr, Bewegung und Ernährung regenerieren sich Fettzellen, und Verbesserungen sind nicht dauerhaft.
Zusammenfassung – Kurzübersicht
Quellen
- Luebberding S, Krueger N, Sadick NS (2015). Cellulite: An Evidence-Based Review. Am J Clin Dermatol. PubMed: 25607807
- Bass LS, Kaminer MS (2020). Insights into the pathophysiology of cellulite: a review. Dermatol Surg. PubMed: 32004193
- Palumbo P, Cinque B, Miconi G et al. (2014). Histological and Ultrastructural Effects of Ultrasound-induced Cavitation on Human Skin Adipose Tissue. Plast Reconstr Surg Glob Open. PMC: 4174158
- Werschler WP, Werschler PS (2018). A Review of the Use of Ultrasound for Skin Tightening, Body Contouring, and Cellulite Reduction in Dermatology. J Clin Aesthet Dermatol. PubMed: 29846343
- Derakhshan N, Rahimi-Movaghar V (2017). Review of the Mechanisms and Effects of Noninvasive Body Contouring Devices on Cellulite and Subcutaneous Fat. World J Plast Surg. PMC: 5236497