Wofür einsetzen?
Klingt vertraut? Ein kleiner Schnitt, eine Schürfwunde oder eine OP‑Narbe – und Wochen später ist noch keine vollständige Heilung sichtbar. Bei Diabetes, Durchblutungsstörungen oder allgemein verzögerter Heilung ist das besonders frustrierend.
Das 660 nm rote Laserlicht wird in den oberen Hautschichten absorbiert und kann zelluläre Stoffwechselprozesse unterstützen. Systematische Übersichtsarbeiten und Metaanalysen zeigen, dass LLLT die Wundheilung bei Hautverletzungen statistisch signifikant fördern kann (Khoja et al., 2024 – PubMed).
Anwendungstipp: Halten Sie den Laser etwa 1 cm von der Wunde entfernt, behandeln Sie pro Bereich 30–60 Sekunden, einmal täglich. Bei Narben ist eine längere Kur (2–4 Wochen) empfehlenswert.
Klingt bekannt? Gelenksentzündungen – ob an Finger, Knöchel oder Handgelenk – sind besonders lästig, weil jede Bewegung schmerzt. Entzündungscremes helfen oft nur kurzfristig, und Tabletten möchte man nicht dauerhaft einnehmen.
Photobiomodulation (PBM) kann durch Steigerung der mitochondrialen Aktivität entzündliche Prozesse mindern. Die Wirkungstiefe bei 660 nm beträgt etwa 1–2 cm, sodass oberflächennahe Strukturen wie kleine Gelenke, Finger, Handgelenk und Knöchel erreicht werden können (Glass, 2021 – PubMed).
Anwendungstipp: Behandeln Sie das entzündete Gelenk 1–2× täglich jeweils 1–2 Minuten. Eine Schmerzlinderung ist nach regelmäßigem Gebrauch über 1–2 Wochen zu erwarten.
Klingt vertraut? Sie machen das Licht aus, es ist still – und dennoch hören Sie dieses Geräusch. Chronischer Tinnitus kann Schlaf, Konzentration und Lebensqualität erheblich beeinträchtigen.
Die transmeatale (durch den Gehörgang) Anwendung von Softlasern ist eine der am intensivsten untersuchten ergänzenden Behandlungsformen bei Tinnitus. Klinische Studien verwendeten 660 nm‑Laser mit 100–200 mW im Gehörgang. Die Ergebnisse sind gemischt – einige Studien berichten von Verbesserungen, andere fanden keinen signifikanten Unterschied gegenüber Placebo (Chen et al., 2020 – PubMed). Die Parameter des L200 entsprechen den in Studien verwendeten Einstellungen.
Anwendungstipp: Halten Sie den Laser am Eingang des Gehörgangs, eine tägliche Behandlung von 10–15 Minuten wird empfohlen. Tragen Sie dabei die Schutzbrille! Mehrwöchige Therapie ist nötig, um Ergebnisse zu beurteilen.
Klingt vertraut? Eine OP‑Narbe wird dicker statt blasser. Herpesbläschen kommen immer wieder – meist zur denkbar ungünstigsten Zeit. Eingewachsene Nägel entzünden sich ständig.
Die Wellenlänge 660 nm ist für Hautgewebe optimal. Studien zeigen, dass sie die Kollagenproduktion fördern kann, was zur Aufhellung und zur Verbesserung der Elastizität von Narben beitragen kann. Bei Herpes kann eine Laserbehandlung im frühen, bläschenbildenden Stadium den Verlauf beschleunigen.
Anwendungstipp: Behandeln Sie Narben täglich 1 Minute über 4–6 Wochen. Bei Herpes im bläschenbildenden Stadium wenden Sie den Laser 2× täglich für 30–60 Sekunden an.
Klingt bekannt? Ihr Tier hat eine Verletzung, eine operationelle Wunde oder chronische Hautprobleme – und die Heilung dauert länger als gewünscht.
Softlasertherapie wird auch in der Veterinärmedizin breit eingesetzt. Die Wellenlänge 660 nm eignet sich für oberflächennahe Gewebe bei kleinen Haustieren – Wunden, Nahtbereiche, Hautentzündungen. Besprechen Sie das Behandlungsprotokoll mit Ihrem Tierarzt!
Anwendungstipp: Scheren Sie das Behandlungsfeld kurz frei. Halten Sie den Laser 1 cm über die Haut und behandeln Sie pro Bereich 30–60 Sekunden täglich. Das Tier darf nicht direkt in den Laser blicken!
Häufig gestellte Fragen
Ja, das Gerät verfügt über eine CE IIa‑Zertifizierung als Medizinprodukt. Im Lieferumfang ist eine Schutzbrille enthalten, die bei jeder Behandlung zu tragen ist. Richten Sie den Laser niemals direkt in die Augen oder auf reflektierende Flächen. Halten Sie die in der Gebrauchsanweisung angegebenen Behandlungszeiten und Kontraindikationen ein.
Das L200 arbeitet bei 660 nm (rot) mit 200 mW – ideal für oberflächennahe Behandlungen (Wunden, Narben, Haut, Tinnitus). Das L400 verwendet 808 nm (nahes Infrarot) mit 400 mW – es dringt tiefer in das Gewebe ein (Gelenke, Sehnen, Muskeln). Für oberflächliche Beschwerden ist das L200 die bessere Wahl; bei tiefer liegenden Schmerzen (Knie, Lendenbereich, Schulter) ist das L400 wirkungsvoller.
Eine Behandlung dauert in der Regel 1–5 Minuten pro Bereich. Das Gerät liefert etwa 12 Joule pro Minute. Für die meisten oberflächlichen Anwendungen werden 4–12 Joule empfohlen, also etwa 30–60 Sekunden. Bei Tinnitus werden 10–15 Minuten empfohlen. Eine Akkuladung reicht für ca. 3 Stunden Betriebszeit.
Ein echter Klasse‑3B‑Diodenlaser, kein LED. Diodenlaser strahlen kohärent bei einer einzigen Wellenlänge (660 nm) und bringen die Energie zielgerichteter und tiefer in das Gewebe als diffuser LED‑Schein. Das ist aus medizintechnischer Sicht ein wichtiger Unterschied. Mehr dazu: LED‑Lampe oder Diodenlaser – was ist der Unterschied?
Bei akuten Beschwerden (frische Verletzung, Herpes) wird 1–2× täglich empfohlen. Bei chronischen Problemen (Narben, Tinnitus) reicht meist 1× täglich. Verbesserungen zeigen sich in der Regel nach 1–2 Wochen regelmäßiger Anwendung. Das genaue Protokoll finden Sie im Leitfaden zur Softlaser‑Therapie.
Wie anwenden? So einfach geht's:
Setzen Sie die Schutzbrille auf
Die im Lieferumfang enthaltene Schutzbrille ist bei jeder Anwendung zu tragen. Ein Klasse‑3B‑Laser kann bei direkter oder reflektierter Strahlung Augenschäden verursachen.
Schalten Sie das Gerät ein
Drücken Sie den Ein-/Ausschalter. Das Gerät ist sofort einsatzbereit – keine Aufwärmzeit, keine komplexen Einstellungen.
Richten Sie es auf die zu behandelnde Stelle
Halten Sie den Laser etwa 0,5–1 cm über der Hautoberfläche. Bewegen Sie ihn langsam oder halten Sie ihn 30–60 Sekunden an einer Stelle. Das Gerät gibt pro Minute ca. 12 Joule Energie ab.
Regelmäßig wiederholen
Regelmäßige, tägliche Anwendungen sind entscheidend. Bei den meisten Beschwerden wird eine Kur von 1–4 Wochen empfohlen, 1–2× täglich. Das genaue Protokoll finden Sie in der Gebrauchsanweisung und im Leitfaden zur Softlaser‑Therapie.
Was ist im Lieferumfang enthalten?
- 1x Personal Laser L200 (Aluminiumgehäuse)
- 1x Lithium‑Ion‑Akku (3,7 V)
- 1x Akkuladegerät + USB‑Kabel + USB‑Netzadapter
- 1x Schutzbrille (pflichtig zu tragen!)
- Aluminium‑Transportetui
- Gebrauchsanweisung
Der Personal Laser L200 ist ein Klasse‑3B medizinischer Laser. Direkte oder reflektierte Strahlung kann Augen schädigen. Die im Paket enthaltene Schutzbrille muss bei jeder Behandlung getragen werden – auch wenn Sie nur Fuß oder Hand behandeln.
Im edlen Aluminium‑Etui finden Gerät, Ladegerät und Schutzbrille Platz. Ideal für Reisen – so bleibt Ihr Laser geschützt.
Wann sollten Sie das Gerät NICHT verwenden?
- Nicht über bösartigen Tumoren anwenden
- Während der Schwangerschaft nicht am Bauch oder Uterus verwenden
- Bei Lichtempfindlichkeit (Photosensitivität) nicht anwenden
- Auf die Augen oder in Richtung Auge RICHTEN VERBOTEN – immer Schutzbrille tragen!
- Bei Epilepsie ärztliche Rücksprache nötig
- Nicht bei aktiven Blutungen anwenden
Wichtige Hinweise
Das Gerät kann als ergänzende Behandlung neben einer vom Arzt verordneten Therapie eingesetzt werden. Es ersetzt keine medizinische Untersuchung oder Behandlung. Bei Beschwerden wenden Sie sich an Ihren behandelnden Arzt!
Technische Daten
| Merkmal | Wert |
|---|---|
| Wellenlänge | 660 nm (sichtbares rotes Licht) |
| Maximale Leistung (CW) | 200 mW Dauerbetrieb |
| Wirkungstiefe | ca. 1–2 cm |
| Energieabgabe | ca. 12 Joule/Minute |
| Strahlfläche | 1 cm² |
| Betriebsart | Kontinuierlich (CW – Continuous Wave) |
| Laserklasse | 3B (medizinisch) |
| Akkumulator | Li‑Ion, 3,7 V – ca. 3 Stunden Betriebsdauer |
| Gewicht | 42 g |
| Material | Aluminiumgehäuse |
| CE‑Zertifizierung | Klasse IIa LLLT Medizinprodukt (MDR) |
| Hersteller | Akeda Laser ApS (Dänemark) |
| Augenschutz | Schutzbrille im Lieferumfang (Pflicht) |
Wissenschaftlicher Hintergrund
Wissenschaftliche Publikationen, die den Wirkmechanismus des Geräts stützen:
-
Khoja A et al.
():
The Effects of Low-Level Laser Therapy on Wound Healing and Pain Management in Skin Wounds: A Systematic Review and Meta-Analysis.
Cureus, 16(11):e74385.
PubMed
Ergebnis: Signifikante Verbesserung der Wundheilung (95% CI 13.93–37.70, p<0.0001) und Schmerzlinderung (VAS -2.52 – -0.19, p=0.02). -
Glass GE
():
Photobiomodulation: The Clinical Applications of Low-Level Light Therapy.
Aesthetic Surgery Journal, 41(6):723–738.
PubMed
Ergebnis: Umfassende Übersicht über klinische Anwendungen von LLLT bei Wundheilung, Schmerzlinderung und Entzündungshemmung. -
Zein R, Selting W, Hamblin MR
():
Review of light parameters and photobiomodulation efficacy: dive into complexity.
Journal of Biomedical Optics, 23(12):120901.
PubMed
Ergebnis: Kritische Übersicht zu Wellenlänge, Leistung und Dosisparametern – 660 nm ist für oberflächennahe Gewebeanwendungen optimal. -
Chen Y et al.
():
Efficacy of Low-Level Laser Therapy for Tinnitus: A Systematic Review with Meta-Analysis.
Ear, Nose & Throat Journal, 101(5):NP212–NP220.
PubMed
Ergebnis: Gemischte Resultate – kein signifikanter Unterschied gegenüber Placebo (MD -2.85, 95% CI -8.99 – 3.28, p=0.362). -
Zadik Y et al.
():
Tumor safety and side effects of photobiomodulation therapy: A systematic review.
Oral Oncology, 93:21–28.
PubMed
Ergebnis: PBM‑Therapie gilt als sicher – kein erhöhtes Tumorwachstumsrisiko innerhalb der untersuchten Parameter.
Lágylézer‑Therapie – umfassender Leitfaden zur Behandlung zu Hause →
Softlaser‑Geräte →
LED‑Lampe oder Diodenlaser – was ist der Unterschied? →
Kontraindikationen und Sicherheitshinweise zur Softlaser‑Therapie →
Tinnitus und Softlaser‑Therapie →
Softlaser‑Behandlung bei Herpes →
Softlaser‑Behandlung von Narben und Keloiden →
Personal Laser L400 – für tiefere Behandlungen →