Belastungs-EKG-Untersuchung
Das Belastungs‑EKG untersucht den Zustand Ihres Herzens. Auf einem Fahrradergometer oder Laufband wird eine zunehmend steigende Belastung durchgeführt (das heißt, man verlangt zunehmend schnelleres Gehen/Laufen bzw. schnelleres Treten) und dabei werden die elektrische Aktivität Ihres Herzens sowie Ihr Blutdruck aufgezeichnet. Nach Auswertung der Daten werden diagnostische Schlüsse gezogen. Bei der Ruhe‑EKG‑Untersuchung wird die elektrische Aktivität des Herzens in Ruhe in einer 10‑sekündigen Aufnahme beurteilt. Viele Auffälligkeiten lassen sich zwar auch im Ruhezustand erkennen, doch treten die Beschwerden in vielen Fällen nur unter Belastung auf.
Das Belastungs‑EKG untersucht den Zustand Ihres Herzens. Auf einem Fahrrad‑ oder Laufband‑Ergometer wird eine zunehmend steigernde Belastung angewendet (das heißt, man erwartet von Ihnen zunehmend schnelleres Gehen/Laufen bzw. schnelleres Treten) und dabei werden die elektrische Aktivität Ihres Herzens und Ihr Blutdruck aufgezeichnet. Nach der Auswertung der Daten werden diagnostische Schlüsse gezogen.
Bei der Ruhe‑EKG‑Untersuchung wird die elektrische Aktivität des Herzens in Ruhe in einer 10‑sekündigen Aufnahme untersucht. Im Ruhezustand lassen sich zahlreiche Auffälligkeiten erkennen, aber in vielen Fällen treten die Beschwerden so nicht auf. Das Belastungs‑EKG stellt einen Test dar, der Alltagssituationen entspricht, denn Beschwerden treten am häufigsten bei körperlicher Belastung, zum Beispiel bei der Arbeit, auf.
Reaktion auf Belastung
Wenn Ihr Körper Belastung ausgesetzt ist, zum Beispiel beim Treppensteigen, beim Hetzen zum Bus, beim Baumfällen oder bei sportlicher Aktivität, steigt der Energie‑ und Sauerstoffbedarf der Muskeln. Damit die Muskeln bekommen, was sie brauchen, pumpt Ihr Herz immer schneller und kräftiger.
Unter normalen Umständen können Herz und Kreislauf die gesteigerte Anforderung problemlos erfüllen.
Bei einer Herzerkrankung ist das Herz jedoch nicht in der Lage, den höheren Leistungsanforderungen gerecht zu werden. Im EKG treten Zeichen auf, die auf einen Sauerstoffmangel des Herzmuskels hinweisen. Der Test kann Probleme in der Durchblutung des Herzens aufdecken.
In der Regel umfasst die Aktivität das Gehen (Laufen) auf einem Laufband oder das Treten auf einem stationären Fahrrad. Während der Untersuchung überwacht das medizinische Personal Ihren Herzrhythmus, Blutdruck und Ihre Atmung.
Wann ist ein Belastungs‑EKG erforderlich?
Eine Belastungsuntersuchung ist angezeigt, wenn:
- der Verdacht auf eine koronare Herzkrankheit besteht und diese bestätigt werden soll: die Herzkranzgefäße versorgen Ihr Herz direkt mit Blut und Sauerstoff. Eine koronare Herzkrankheit entsteht, wenn diese Arterien geschädigt oder erkrankt sind. Zum Beispiel führen Ablagerungen von Cholesterin und Entzündungen in den Herzkranzgefäßen meist zur koronaren Herzkrankheit.
- Herzrhythmusstörungen nachgewiesen werden sollen: eine Herzrhythmusstörung bezeichnet man als Arrhythmie; infolgedessen kann das Herz zu schnell oder zu langsam schlagen.
- die Richtung der Behandlung von Herzerkrankungen bestimmt werden muss: wenn bei Ihnen bereits eine Herzerkrankung diagnostiziert wurde, kann die Belastungsuntersuchung helfen festzustellen, ob die Behandlung wirksam ist. Die Testergebnisse helfen auch dabei, die beste Therapie für Sie zu bestimmen.
- der Kreislaufstatus vor einer Operation überprüft werden soll: die Belastungsuntersuchung hilft zu zeigen, ob eine Operation, z. B. ein Herzklappenersatz oder eine Herztransplantation, für Sie sicher durchgeführt werden kann.
Wenn die Belastungsuntersuchung die Ursache der Symptome nicht aufzeigt, können weitere bildgebende Tests empfohlen werden. Solche Untersuchungen sind beispielsweise eine belastungsbezogene Echokardiographie (Ultraschall) oder ein Herz‑MRT.
Risiken
Der Belastungs‑EKG‑Test ist in der Regel sicher; Komplikationen sind selten. Mögliche Nebenwirkungen der Belastungsuntersuchung sind:
- Niedriger Blutdruck: der Blutdruck kann während der Belastung oder unmittelbar danach abfallen. Der Abfall kann Schwindel oder Ohnmacht verursachen. Das Problem verschwindet in der Regel, wenn die Belastung aufhört.
- Unregelmäßige Herzrhythmen, sogenannte Arrhythmien: während der Belastungsuntersuchung auftretende Rhythmusstörungen klingen meist ab, wenn die Belastung endet.
- Herzinfarkt: obwohl sehr selten, ist es möglich, dass die Belastungsuntersuchung einen Herzinfarkt auslöst.
Da der Test in einem dafür vorgesehenen Labor durchgeführt wird, stehen qualifiziertes Personal und lebensrettende Geräte stets zur Verfügung. Ungünstige Zeichen können rechtzeitig erkannt und die Belastung unterbrochen werden.
Jahrzehntelang war ich als Arzt täglich bei mehreren Belastungs‑EKGs anwesend, und in dieser Zeit gab es keinen einzigen tödlichen Ausgang. Das heißt: vor einer Belastungs‑EKG‑Untersuchung muss man keine Angst haben.
