Depression – wann solltest du daran denken?
Depression drückt dich in einen niedergeschlagenen Zustand. Du vertraust immer weniger darauf, dass am Horizont Hoffnung besteht. Aus Verzweiflung verlierst du das Interesse an deiner Arbeit, an deinem Umfeld und sogar an deinen Freunden und deiner Familie. Du findest keinen Ausweg aus der Niedergeschlagenheit und schaffst es nicht, Schwung zu nehmen, um die Probleme zu lösen. Depression ist eine Krankheit, bei der im Gehirn bestimmte Abläufe aus dem Gleichgewicht geraten. Die Probleme selbst könnten meist verarbeitet werden, dennoch kommst du nicht damit zurecht. Du brauchst Hilfe und Behandlung.
Wann solltest du an Depression denken?
Jeder durchlebt schwierigere Phasen im Leben, aus denen er glaubt, ohne Hilfe nicht herauszukommen oder nicht weitergehen zu können. Nach einer Weile ordnen sich die Dinge jedoch meist wieder und man überwindet sie.
Von einer Depression spricht man, wenn du aus dem gedrückten Zustand dauerhaft nicht „herauskommst“ und deine Fähigkeit, tägliche Aufgaben zu erledigen und Beziehungen zu pflegen, zunehmend eingeschränkt ist.
Auf eine Depression deuten folgende Symptome hin, wenn sie sich nicht bessern, sondern sogar verschlimmern:
- Antriebslosigkeit, Ziellosigkeit
- Entscheidungsunfähigkeit / sehr schwierige Entscheidungsfindung
- Konzentrationsstörungen
- Frustration, Probleme mit dem Selbstwertgefühl, Extreme
- Schlafstörungen
- Sexuelle Probleme, Libido (vermindertes sexuelles Verlangen), Erektionsstörungen
- Niedriges Energieniveau, verringerte Arbeitsfähigkeit
- Appetitlosigkeit oder gesteigertes Essverlangen
- unerklärliche Angstgefühle
- unbegründete Schuldgefühle
- suizidale Gedanken
Zu den oben genannten Symptomen können auch körperliche Beschwerden hinzukommen, doch meistens zeigen Untersuchungen keine Auffälligkeiten:
- Schwindel / Gefühl von Unsicherheit
- Verdauungsprobleme, Bauchschmerzen
- Kopfschmerzen
- intensives Herzklopfen, Druck auf der Brust (Symptome ähnlich einem Herzinfarkt)
- Gelenkschmerzen
Wie entsteht Depression?
Depression kann auf viele Ursachen zurückgeführt werden. Am häufigsten liegt ihr ein Ungleichgewicht in der Produktion und Regulation von Gehirn-Botenstoffen (Neurotransmittern) wie Serotonin, Noradrenalin und Dopamin zugrunde. Auch eine Störung des zirkadianen Rhythmus (täglicher Biorhythmus) und eine Überaktivität des Stresssystems können dazu führen.
Stimmung und Gefühle entstehen im Wesentlichen durch elektrochemische Prozesse bei der koordinierten Arbeit verschiedener Gehirnareale. Es ist erwiesen, dass 98 % der Reizübertragung zwischen bestimmten Hirnregionen über elektromagnetische Impulse erfolgt. Diese elektrischen Signale lassen sich mit einem EEG (Elektroenzephalogramm) aufzeichnen.
Bei Depression gerät die elektrische Weiterleitung von Informationen im Gehirn durcheinander, wodurch das Gleichgewicht zwischen Steuerungshormonen und Neurotransmittern (neuronalen Botenstoffen) gestört wird.
Übliche Behandlung
Heute gilt überwiegend die Ansicht, dass die Depression ein Problem der Neurotransmitter (Serotonin, Noradrenalin, Dopamin) ist. Daher werden Patienten als Behandlung chemische Substanzen, sogenannte Antidepressiva, verordnet. Die dauerhafte Einnahme kann jedoch zu Gewöhnung (sogar Abhängigkeit) und zahlreichen Nebenwirkungen führen.
Es kann sich lohnen, auch eine Vagus-Stimulation auszuprobieren. Suche nach diesem Begriff und lies meine dazugehörigen Artikel.