Golferellenbogen – eine aristokratisch klingende Erkrankung
Ich habe bereits früher darüber geschrieben, dass der Tennisellenbogen nicht nur ein Problem von Tennisspielern ist – und genauso verhält es sich beim Golferellenbogen: Viele leiden unter den Schmerzen, die ein Golferellenbogen verursacht, ohne in ihrem Leben je mehr als einen Golfschläger im Fernsehen gesehen zu haben. Diese Entzündung kann sich sogar durch die alltäglichsten Bewegungen entwickeln. Die Behandlung muss ernst genommen werden, denn einfache Bewegungen [...]
Früher habe ich bereits geschrieben, dass der Tennisellenbogen nicht nur ein Problem von Tennisspielern ist – und genauso ist es beim Golferellenbogen: Viele leiden unter den Schmerzen, die ein Golferellenbogen verursacht, obwohl sie in ihrem Leben höchstens einen Golfschläger im Fernsehen gesehen haben. Diese Entzündung kann schon durch die alltäglichsten Bewegungen entstehen. Die Behandlung muss ernst genommen werden, denn einfache Bewegungen wie das Heben und Senken des Arms können monatelang quälend sein. Die Heilung dauert selbst mit Behandlung lange.
Tennisellenbogen oder Golferellenbogen
In deinem Körper sind die Muskeln über Sehnen mit den Knochen verbunden. Wenn du eine Muskelgruppe überlastest, dann
- entstehen kleine Risse in den Sehnen,
- wird die Knochenhaut verletzt,
- entsteht eine Entzündung an den Ansatzstellen der Muskeln.
Gemeinsam ist beiden, Tennis- und Golferellenbogen, dass sie durch Überlastung entstehen und jeweils mit unangenehmen Schmerzen einhergehen.
Beim Tennisellenbogen betrifft der entzündliche Schmerz die an der Außenseite des Ellenbogens gelegenen Sehnen und hängt mit den für das Strecken des Handgelenks und der Finger zuständigen Streckmuskeln (Extensoren) zusammen.
Beim Golferellenbogen sind die betroffenen Muskeln für das Beugen zuständig, das heißt, die Entzündung befindet sich an der Innenseite des Ellenbogens und dort tritt der Schmerz auf.
Wie entsteht ein Golferellenbogen und was sind die Hauptsymptome?
Das Hauptsymptom des Golferellenbogens ist der Schmerz dort, wo die Sehnen der Unterarmmuskulatur am „knöchernen Vorsprung” an der Innenseite des Ellenbogens ansetzen.
Der Golferellenbogen ist die Folge einer Überlastung der Muskeln. Auslösende Faktoren sind meist dauerhaft wiederholte Bewegungen. Bei Sportlern tritt er vor allem bei Golfern, Speerwerfern, Kletterern und Handballspielern auf. Zuhause entsteht er sehr oft bei Arbeiten rund ums Haus, beim Bauen oder Renovieren. Auslöser können zum Beispiel Hammerarbeiten, Streichen, Schraubendrehen, aber auch langes Tippen oder die Nutzung der Maus usw. sein.
Faktoren, die das Risiko für die Entstehung eines Golferellenbogens erhöhen:
- einseitige, dauerhafte oder wiederholte Belastung
- Störung des Muskelgleichgewichts im Unterarm
- schlecht ausgeführtes Training
- minderwertiges Sportgerät
- unzureichendes Aufwärmen
- Muskelschwäche
- zu verspannte Muskeln.
Wie lässt sich der Golferellenbogen effektiv behandeln?
Das Wichtigste ist, die Tätigkeit einzustellen, die die Golferellenbogen-Symptome ausgelöst hat. Und zwar bis zur vollständigen Heilung, sonst kann der Heilungsprozess viele Monate dauern. Ist der Schmerz besonders stark, darf der betroffene Arm zu nichts benutzt werden: weder zum Türöffnen noch zum Tragen von Einkaufstaschen.
Die Schmerzen durch einen Golferellenbogen kannst du auch mit der sogenannten RICE-Methode lindern. Das Akronym RICE steht für
- Ruhe,
- Eis,
- Kompression,
- und Hochlagerung
und stammt aus den englischen Begriffen (Rest – Ice – Compression – Elevation).
Diese Methode gilt als „Basisbehandlung“ bei allen Muskel- und Sehnenverletzungen sowie akuten Entzündungen, also auch bei der Behandlung des Golferellenbogens.
Wenn du deinen Arm zur Ruhe kommen lässt und die Heilungsprozesse ihre Arbeit tun (also die entzündungsverursachende Tätigkeit nicht fortsetzt), heilt der Golferellenbogen in der Regel nach einigen Monaten bis zu einem halben Jahr von selbst. Das Problem ist, dass sich nur wenige leisten können, eine Pause einzulegen.
Die Heilung kann durch verschiedene physiotherapeutische Methoden beschleunigt werden. Diese Methoden unterstützen und beschleunigen den Heilungsprozess und verringern dadurch auch die Schmerzen. Sie wirken jeweils auf unterschiedliche Weise, daher lohnt es sich, mehrere Methoden zu kombinieren.
Wirksame entzündungshemmende und die Heilung fördernde Methoden