Kalte Hände und kalte Füße. Wann deuten sie auf eine Erkrankung hin?
Nur weil deine Hände oder Füße kalt sind, obwohl du dich nicht in einer kalten Umgebung befindest, besteht in den meisten Fällen kein Grund zur Sorge. In der Regel ist dies eine Form der Temperaturregulation deines Körpers. Manche Menschen reagieren empfindlicher auf Veränderungen der Außentemperatur. In anderen Fällen können kalte Hände und Füße jedoch ein Warnzeichen für eine Erkrankung sein. Die Regulation der Körpertemperatur Die Gefäße in Händen und Füßen spielen eine große Rolle bei der Regulierung deiner Körpertemperatur. Viele […]
Nur weil deine Hände oder Füße kalt sind, obwohl du dich nicht in einer kalten Umgebung befindest, besteht in den meisten Fällen kein Grund zur Sorge. Meist ist dies eine Form der Temperaturregulation deines Körpers. Manche Menschen reagieren stärker auf Veränderungen der Außentemperatur. In anderen Fällen können kalte Hände und Füße jedoch ein Warnzeichen für eine Erkrankung sein.
Die Regulation der Körpertemperatur
Die Gefäße in Händen und Füßen spielen eine große Rolle bei der Regulierung deiner Körpertemperatur.
Viele Blutgefäße durchziehen sie, die sich bei Wärme weiten und durch die viel Blut fließt. Da ihre Oberfläche relativ groß ist, können sie Wärme schnell abgeben. Füße, Ohren, Nase und Knie funktionieren ähnlich, weshalb diese Körperteile am schnellsten abkühlen. Zudem hat dein Körper an diesen Stellen am wenigsten Fettgewebe.
In einer kalten Umgebung konzentriert der Körper den Großteil des Blutes in die für das Überleben notwendigen Organe, um diese warm zu halten und eine konstante Nährstoff- und Sauerstoffversorgung sicherzustellen. In der Folge entsteht in weniger wichtigen peripheren Bereichen wie der Haut der Extremitäten eine relative Blutarmut, die Kälte verursacht. In einer kalten Umgebung ist dieses Phänomen also normal!
Wann sind kalte Hände und Füße ein Problem?
Kalte Hände und Füße an sich sind kein Problem und stehen nicht in Zusammenhang mit Körperbau, Schlankheit oder Übergewicht.
Bei Bindegewebserkrankungen wie dem Marfan- oder dem Ehlers-Danlos-Syndrom treten häufiger kalte und taube Extremitäten auf.
Anhaltend kalte Hände, besonders wenn sie mit Hautverfärbungen einhergehen, können auf Nervenschäden, Durchblutungsstörungen oder sogar Gewebeschäden an Hand oder Fingern hinweisen.
Ein extremes Beispiel ist Erfrierung, die (insbesondere in Verbindung mit Hautverfärbungen) ein Warnzeichen sein kann.
Auf folgende Zeichen und Symptome solltest du achten:
- kalte Fußsohlen oder Zehen,
- weißliche, bläuliche oder rötliche Verfärbung an der Hand,
- Taubheitsgefühl oder Kribbeln,
- juckende Finger,
- offene Wunden oder Blasen,
- gespannte oder verhärtete Haut.
Wenn du diese Symptome nicht nur bei Kälte, sondern auch häufig in wärmerer Umgebung an deinen Händen feststellst, solltest du einen Arzt aufsuchen, um die Ursachen abklären zu lassen.
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Mögliche Ursachen
Wie bereits erwähnt, ist kalte Hand meist ein Zeichen dafür, dass der Körper versucht, die normale Körpertemperatur aufrechtzuerhalten. Dies geschieht durch Wechsel zwischen Kühle und Wärme in Händen und Füßen. Kalte Hände können die Folge des Aufenthalts in einem kalten Raum oder einer kühlen Umgebung sein.
Anhaltend kalte Hände können jedoch Warnzeichen für Erkrankungen sein. In Frage kommen Bindegewebserkrankungen, Kreislauf- oder Hormonstörungen. Neben körperlichen Ursachen können auch psychische Probleme eine Rolle spielen, da die Psyche die Durchblutung beeinflusst. Die Gefäße ziehen sich bei Stress oder Angst zusammen, sodass deine Hände zu frieren beginnen, obwohl die Umgebungstemperatur keineswegs niedrig ist.
Zu den Erkrankungen und Zuständen, die kalte Hände und Füße verursachen können, gehören:
- Anämie,
- Buerger-Krankheit: eine entzündliche Gefäßerkrankung, die kleine und mittelgroße Arterien und Venen betrifft. Auftreten und Rückfall stehen in engem Zusammenhang mit dem Rauchen.
- Diabetes: Häufige hohe Blutzuckerwerte können zu Verengungen der Arterien und einer verminderten Durchblutung des Gewebes führen, was kalte Füße verursacht.
- Niedriger Blutdruck, Herzinsuffizienz;
- Schilddrüsenunterfunktion: Du kannst allgemein kälteempfindlicher sein, weil die Stoffwechselprozesse bei fehlenden Schilddrüsenhormonen verlangsamt sind; Blutdruck und Puls sinken, was zu kalten Händen und Füßen führt.
- Psychische Ursachen: Stress, Depression, Angst.
- Erfrierung,
- Lupus: Gekennzeichnet durch eine abnorme Aktivität des Immunsystems, die zu variablen klinischen Symptomen führt.
- Nervenschäden,
- Raynaud-Krankheit (Raynaud-Syndrom): Ein relativ häufiges, oft unerkanntes Syndrom, das durch Gefäßkrämpfe charakteristische Farbveränderungen an den Fingern und Zehen verursacht. Es kann bei Kälteeinwirkung, emotionalem Stress oder nach bestimmten körperlichen oder medikamentösen Einflüssen auftreten. Die Unterscheidung zwischen primärem und sekundärem Raynaud ist wichtig, da der sekundäre Raynaud ischämische (durch Minderdurchblutung bedingte) und gangränöse (Gewebeuntergang) Komplikationen verursachen kann, während der primäre Raynaud meist gutartig verläuft. Eine Überweisung an einen Rheumatologen wird empfohlen, um eine mögliche Grunderkrankung abzuklären und die weitere Therapie zu planen.
- Sklerodermie: Eine seltene Bindegewebserkrankung, die sich in Hautverhärtung und variabler systemischer Beteiligung äußert.
Bei dauerhaft kalten Händen und Füßen solltest du einen Arzt aufsuchen, damit die Ursache durch Untersuchungen geklärt wird.
