Komplikationen und Behandlung bei Prostataoperationen
Prostataoperationen werden am häufigsten zur Behandlung von Prostatakrebs oder gutartiger Prostatavergrößerung (BPH) durchgeführt. Der Begriff Prostatektomie bezeichnet die vollständige chirurgische Entfernung der Prostata. Der Eingriff kann mit verschiedenen Komplikationen einhergehen, die wir in akute (kurzfristige) und langfristige Komplikationen unterteilen können.
Akute (kurzfristige) Komplikationen der Prostatektomie und ihre Behandlung
Typischerweise treten sie in den Tagen oder Wochen nach der Operation auf.
Häufigste akute Komplikationen
- Blutungen und blutungsbedingte Komplikationen – Während oder nach der Operation kann es zu erheblichem Blutverlust kommen, was eine Bluttransfusion erforderlich machen kann.
- Infektionen – Es können Harnwegsinfektionen oder Wundinfektionen auftreten.
- Harnverhalt – Durch Schwellungen nach der Operation kann der Patient nicht richtig urinieren.
- Thrombosebildung (tiefe Venenthrombose, Lungenembolie) – Während und nach der Operation ist das Risiko für Blutgerinnsel erhöht, die bis in die Lunge gelangen können.
- Nahtinsuffizienz – Die Naht zwischen Blase und Harnröhre heilt nicht richtig, was zu Harnlecks führen kann.
- Schmerzen und Schwellungen – Postoperative Schmerzen und Beckenschwellungen können Wochen andauern.
Behandlung der akuten Komplikationen
- Schmerzlinderung – Nichtsteroidale Antirheumatika (NSAIDs), bei Bedarf Opioide.
- Antibiotika – Zur Vorbeugung oder Behandlung von Infektionen.
- Antikoagulation – Zur Reduktion des Risikos von Thrombosen.
- Kathetergebrauch – Zur sicheren Ableitung des Urins kann eine Harnröhrenkatheterisierung für die Heilung erforderlich sein.
- Wundbehandlung – Sorgfältige Pflege, um Wundinfektionen zu vermeiden.
Langfristige Komplikationen nach Prostataoperation
Komplikationen, die unmittelbar nach der Operation, Monate oder sogar Jahre später auftreten können; ihre Auswirkungen sind oft dauerhaft und die Behandlung langwierig.
Häufigste langfristige Komplikationen
- Harninkontinenz – Verminderte Fähigkeit, den Urin zu halten, bedingt durch Schädigung der muskeln und motorischen Nerven, die Blase und Harnröhre steuern.
- Erektile Dysfunktion (Erektionsstörung) – Dauerhafte Erektionsprobleme können durch Schädigung der für die Erektion verantwortlichen Nerven entstehen.
- Harnröhrenstriktur – Durch pathologische Narbenbildung am Operationsbereich kann sich die Harnröhre verengen, was zu Schwierigkeiten beim Wasserlassen führt.
- Beckenschmerzen – Einige Patienten berichten über langanhaltende Schmerzen im kleinen Becken nach der Operation.
- Darmfunktionsstörungen – Selten kann es zu Störungen der benachbarten Rektumfunktion kommen, die Probleme bei der Stuhlentleerung verursachen.
- Infertilität (Unfruchtbarkeit) – Durch die Entfernung der Prostata und der Samenblasen verliert der Patient die Fähigkeit zur Ejakulation.
Therapiemöglichkeiten bei langfristigen Komplikationen
Behandlung der Harninkontinenz
Harnhalteschwierigkeiten sind nach Prostatektomie sehr häufig, es gibt jedoch mehrere Behandlungsmöglichkeiten:
Beckenbodentraining (Kegel-Übungen) – Durch Kräftigung der Beckenbodenmuskulatur helfen diese Übungen, den Urin zu halten. Der Muskelaufbau gelingt nur durch regelmäßiges, konsequentes Training. Damit Kegel-Übungen eine spürbare Wirkung zeigen, ist mehrmaliges tägliches Training erforderlich, jeweils mindestens 10–15 Minuten. Selbst dann kann die Wirkung 5–6 Monate oder länger brauchen, um sich zu entwickeln.
Funktionelle Muskelstimulation – eine moderne Behandlungsmethode. Die Wirkung von Kegel-Übungen kann durch elektrische Muskelstimulation (Muskelstimulation) effektiver gemacht und die Zeit bis zum Wirkungseintritt verkürzt werden. Hier findest du passende Geräte.
Für den Zeitraum, bis die Fähigkeit, den Urin zu halten, wiedererlangt ist, hilft ein einfaches Hilfsmittel, das Prosecca-Gurt, um das ungewollte Tröpfeln diskret zu verhindern.
Artikel-Empfehlung: Stimulation zur Behandlung von Inkontinenz in der Praxis
Eine der effektivsten und schnellsten Methoden zur Behandlung von Inkontinenz ist die Muskelstimulation. Die Anwendung ist nicht kompliziert. Im Artikel zeige ich die praktische Durchführung der Stimulation.
Behandlung der erektilen Dysfunktion (Erektionsstörung)
Erektile Dysfunktion ist eine der häufigsten langfristigen Folgen einer Prostataoperation. Es gibt verschiedene Behandlungsmöglichkeiten.
Vakuum-Erektionsgerät – ein mechanisches Gerät, das ein Vakuum um den Penis erzeugt. Dadurch strömt Blut in den Penis, was eine Erektion fördert. Das Halten der Erektion wird durch einen Gummiring am Penisansatz gewährleistet. Die Methode ist sicher, nicht-invasiv und bietet praktisch allen Patienten Hilfe.
Für das Penis-Training nach Prostataoperationen ist das Gerät Rehabi PVT gedacht. Es wurde speziell für das Penis-Training nach Prostataoperationen entwickelt.
Die Prostatektomie kann eine lebensrettende Operation sein, bringt jedoch erhebliche kurz- und langfristige Komplikationen mit sich. Harninkontinenz und erektile Dysfunktion sind die häufigsten langfristigen Probleme, für die verschiedene Behandlungsoptionen zur Verfügung stehen.
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