Linderung von Menstruationsschmerzen: Lösungen für die sogenannten „schwierigen Tage”
„Schwierige Tage“, „monatliche Plage“ – schon die im Volksmund verwendeten Ausdrücke verraten, dass die Menstruation oft recht unangenehm sein kann. Jede Frau erlebt diese Zeit anders. Manche werden von diesen wenigen Tagen überhaupt nicht belastet. Manche plagen leichte Beschwerden und manche leiden unter fast unerträglichen Schmerzen, die dazu führen können, dass sie vorübergehend der Arbeit/Schule fernbleiben […]
„Schwierige Tage“, „monatliche Plage“ – schon die im Volksmund verwendeten Ausdrücke verraten, dass die Menstruation oft recht unangenehm sein kann. Jede Frau erlebt diese Zeit anders. Manche werden von diesen wenigen Tagen überhaupt nicht belastet. Manche plagen leichte Beschwerden und manche leiden unter fast unerträglichen Schmerzen, die dazu führen können, dass sie vorübergehend der Arbeit/Schule fernbleiben. Menstruationsschmerzen sind in den meisten Fällen glücklicherweise harmlos. Schauen wir uns an, was du zu Hause zur Vorbeugung und Linderung tun kannst.
Merkmale der Menstruationsschmerzen
Menstruationsschmerzen (fachsprachlich Dysmenorrhö) bedeuten Krämpfe, Schmerzen im kleinen Becken und Schwäche während der Menstruation. Sie treten vor allem bei Mädchen in der Pubertät und bei Frauen, die noch nicht entbunden haben, auf.
Ursachen und Folgen sind zum Glück meist nicht schwerwiegend (es sei denn, eine andere Erkrankung liegt den Beschwerden zugrunde).
An erster Stelle stehen krampfartige Unterbauchschmerzen (die in den Rücken, die Hüfte oder die unteren Extremitäten ausstrahlen können). Begleitend können Unwohlsein, Antriebslosigkeit, Müdigkeit, Kopfschmerzen, häufiger Harndrang, Durchfall sowie Übelkeit/Erbrechen auftreten.
Die Dysmenorrhö kann je nach Stärke der Beschwerden eingeteilt werden in
- leichte (leichte Schmerzen, die einige Stunden andauern),
- mäßig schwere (mittelschwere Schmerzen, die länger als einen Tag anhalten)
- und schwere (starke Schmerzen, die länger als einen Tag andauern).
Wichtig: Abklären, ob eine Erkrankung hinter den Menstruationsschmerzen steckt!
Arten der Menstruationsschmerzen:
- Primäre Dysmenorrhö: Es liegt keine Erkrankung oder organische Veränderung zugrunde. Die Schmerzen treten „einfach so“ mit dem Eisprung bzw. während der Menstruation auf und werden durch freigesetzte Prostaglandine verursacht, die Gebärmutterkontraktionen auslösen, die Durchblutung der Gebärmutter verringern und die Empfindlichkeit der schmerzempfindenden Nervenendigungen der Gebärmutter erhöhen.
- Sekundäre Dysmenorrhö: Hier lösen bestimmte krankhafte Zustände oder Erkrankungen die Menstruationsschmerzen aus. In der Regel sind die Beschwerden auch stärker. Die häufigsten Ursachen sind
- eine Beckenentzündung (PID),
- Endometriose (Zellen der Gebärmutterschleimhaut treten nicht nur in der Gebärmutter, sondern auch außerhalb auf),
- und Myome (häufige, aber gutartige Tumoren).
Bei Menstruationsbeschwerden solltest du deshalb einen Arzt aufsuchen, damit mögliche sekundäre Ursachen ausgeschlossen werden. Wenn solche festgestellt werden, müssen diese behandelt werden. Liegt keine Erkrankung zugrunde, kannst du deine Beschwerden durch Selbstbehandlung lindern.
Linderung der Menstruationsschmerzen
Zur Linderung der Beschwerden empfehlen Ärzte allgemein krampflösende Medikamente. Es ist jedoch gut zu wissen, dass Medikamente – besonders bei regelmäßiger Einnahme – unerwünschte Nebenwirkungen haben können. Daher ist es ratsam, so wenig wie möglich einzunehmen und stattdessen medikamentenfreie Methoden anzuwenden.
- Bei leichteren Beschwerden wirkt Wärme wohltuend zur Linderung der Gebärmutterkrämpfe. Lege ein warmes Handtuch, eine Wärmflasche oder einen therapeutischen Wärmegürtel auf den Bauch oder den Rücken.
- Entspanne dich, mache Entspannungsübungen. Eine beruhigende Massage kann oft Wunder wirken.
- Viele Beschwerden können auch seelische Ursachen haben. Wenn du die Menstruation als „Fluch des Frauseins“ betrachtest, kann das alleine Beschwerden auslösen. Eine positive und entspannte Einstellung zur Menstruation und zur Weiblichkeit kann helfen, Schmerzen zu verringern oder zu beseitigen. Wenn du denkst, dass deine Beschwerden mit deiner Einstellung zum Frausein zusammenhängen, wende dich an eine Psychologin/einen Psychologen und bitte um Unterstützung.
- Achte auf deine Ernährung, wenn sich die kritische Zeit nähert. Trinke viel, iss ballaststoffreiche Lebensmittel und reduziere den Fleischkonsum. Kamillen- oder Ingwertee sind natürliche Muskelentspanner und lösen Krämpfe.
- Das TENS-Gerät kann bei nahezu allen Schmerzarten, also auch bei Menstruationsbeschwerden, angewendet werden. Die Erfolgsrate liegt bei mindestens 70–80 %, das heißt, in diesem Anteil der Fälle berichten Patientinnen über eine Schmerzlinderung. Die Methode ist medikamentenfrei und kann in der benötigten Häufigkeit ohne Gefahr von Nebenwirkungen wiederholt werden. Die Anwendung zu Hause ist einfach und sicher!
Das Dolito TENS-Gerät ist zum Beispiel für die Behandlung geeignet. Vom Einsatz des modulierten TENS-Programms ist das beste Ergebnis zu erwarten.
Ich habe eine Abbildung erstellt, die zeigt, wo du die Elektroden anbringen musst.
- Die beiden Enden des Kabels des ersten Kanals verbindest du am Unterbauch mit den Elektroden, die Kabel des zweiten Kanals hingegen am Rücken über dem Kreuzbein.
- Ein Ende des Kabels des ersten Kanals wird vorne rechts im Unterbauch angebracht, das andere Ende hinten an der rechten Seite des Kreuzbeins. Der andere Kanal verbindet entsprechend die linke Seite.
Probiere beide Platzierungsarten aus und wende später diejenige an, die sich als wirksamer erwiesen hat. Für eine solche Behandlung kannst du zum Beispiel das Dolito TENS-Gerät verwenden.
