Magnettherapie in der Praxis
Die Magnettherapie ist in Westeuropa eine weit verbreitete physikalische Therapiemethode. In unserem Land wird sie jedoch zu wenig genutzt. Elektromagnetische Energie wird durch einen Strom erzeugt, der durch eine Spule fließt. Durch Magnettherapie beschleunigen sich die Mikrozirkulation und die Geweberegenerationsprozesse. In diesem Artikel können Sie nachlesen, bei welchen Erkrankungen Magnettherapie eingesetzt werden kann. Hier beschreibe ich, wie die Magnettherapie angewendet werden sollte, um bestmögliche Ergebnisse zu erzielen.
Hauptparameter der Magnettherapie
Das Magnetfeld hat besondere Eigenschaften, die durch vier Parameter bestimmt werden: Feldstärke (Gauss), Frequenz (Hz), Zeit (Stunden und Minuten) und Tastverhältnis (DC).
Die Feldstärke wird auch heute noch in der Einheit Gauss angegeben, obwohl das SI‑System das Tesla verwendet. Die magnetische Intensität ist ein wichtiger Parameter für die Wirksamkeit der Behandlung.
Zum Vergleich: Das Erdmagnetfeld beträgt etwa 0,3–0,7 Gauss (30–70 µTesla). Am anderen Ende der Skala liegt eine Intensität über 1000 mTesla (10 000 Gauss), die bereits bleibende genetische Schäden verursachen kann.
Bei Magnettherapie-Behandlungen zu Hause werden Intensitäten unter 10 mTesla (100 Gauss) für biostimulierende, regenerationsfördernde Anwendungen verwendet, während Intensitäten zwischen 10–100 mTesla (100–1000 Gauss) zur therapeutischen Behandlung eingesetzt werden.
Medizinisch geeignete Geräte (Gerät) für Magnettherapie verwenden in der Regel Behandlungen mit niedrigen Frequenzen (zwischen 1 und 200 Hz). Die niedrigen Frequenzen in diesem Bereich sind hauptsächlich zur Behandlung von Knochen- und Gelenkveränderungen geeignet, während die höheren Frequenzen für Weichteile (Sehnen, Bänder, Muskeln, Gefäße, Nerven) eingesetzt werden.
Die Dauer einzelner Behandlungen hängt von der jeweiligen Veränderung ab. Knochenheilungsstörungen wie verzögerte Frakturheilung, Pseudarthrose oder Knochennekrose erfordern in der Regel tägliche Behandlungen von 6–8 Stunden (für 1–2 Monate). Bei Rückenschmerzen, Sehnenentzündungen und ähnlichen Beschwerden genügen kürzere Sitzungen: täglich 30 Minuten über 20–30 Tage.
Das elektromagnetische Feld kann kontinuierlich oder pulsierend sein. Das Tastverhältnis (DC) bestimmt, ob eine Pulsation vorliegt. Bei 100 % Tastverhältnis ist das Magnetfeld kontinuierlich. Liegt das Tastverhältnis unter 100 %, handelt es sich um pulsierende Emissionen. In Magnum-Geräten (Gerät) ist das Tastverhältnis z. B. auf 50 % eingestellt. Das bedeutet, dass Magnetfeld und Pause gleich lang sind – mal ist es da, mal nicht. Kontinuierliche Magnetisierung wirkt intensiver auf die Organe, aber das ist nicht zwangsläufig besser!
Pulsation erzielt oft bessere Ergebnisse! Denken Sie an ein Beispiel: Wenn Sie einen Nagel in ein Brett treiben wollen. Wenn Sie den Hammer auf den Nagel legen und dauernd drücken, geht der Nagel nicht hinein. Wenn Sie jedoch schlagen... Dieses Beispiel ist, wenn auch nicht völlig exakt, eine gute Veranschaulichung, worin sich ein intermittierender Impuls unterscheidet.
Wann sollten Sie voreingestellte Programme ändern?
Bei den Magnum Magnettherapie-Geräten sind die Parameter der einzelnen Programme nach medizinischen Richtlinien voreingestellt. In der Regel müssen Sie diese nicht ändern, es sei denn, Ihr behandelnder Arzt empfiehlt etwas anderes.
Die Feldstärke muss angepasst werden, wenn der zu behandelnde Bereich von einer dicken Bandage, Gips oder anderem Fixateur bedeckt ist. Obwohl das Magnetfeld diese Materialien durchdringt, ist in solchen Fällen eine Erhöhung der Feldstärke notwendig. Frequenz und Tastverhältnis der Programme wurden anhand medizinischer Studien festgelegt, daher sollten Sie die Frequenz nicht ändern.
Bei schweren Knochenveränderungen (Pseudarthrose, Osteoporose, Fraktur) sind die voreingestellten Behandlungszeiten der Programme so gesetzt, dass sie das Minimum darstellen. In diesen Fällen ist eine längere Behandlung besser – stellen Sie, wenn möglich, mehrere Stunden Behandlungszeit ein.
Generell gilt: Ändern Sie die voreingestellten Werte des Geräts im Heimbereich nur dann, wenn Ihr Arzt dies ausdrücklich empfiehlt.
Das pulsierende Magnetfeld wird durch einen elektrischen Strom erzeugt, der durch eine Spule fließt. Die Magnetschleife besteht aus einem Metallkern, der von einer Reihe von Wicklungen umgeben ist. Die Stromrichtung bestimmt die Polarität, sodass jede Spule einen Nord- und einen Südpol besitzt. Das "S" kennzeichnet den südlichen Pol der Spule (engl. South), das "N" den nördlichen Pol (engl. North). Das Feld entsteht also sowohl unter als auch über der Spule.
Die Pole sind für die Platzierung der Behandlungseinheit von Bedeutung.

Seitlich angeordnete Magnetschleifen
Wenn Sie eine Magnetschleife mit einem ihrer Pole auf die Haut legen, dringt ihr Magnetfeld in den Körper ein und entfaltet seine Wirkung unterhalb der Spule und in deren unmittelbarer Umgebung. Ist das zu behandelnde Gebiet groß (z. B. die Wirbelsäule vom Hals bis zur Lende), werden mehrere Magnetschleifen benötigt. Haben Sie nur eine Spule, sind mehrere Behandlungen nötig: zuerst am Hals, dann zwischen den Schulterblättern, am Rücken und schließlich in der Lendenregion. Das dauert natürlich viermal so lange.
Wenn mehrere Spulen vorhanden sind, können Sie größere Flächen gleichzeitig behandeln. Legen Sie in diesem Fall alle Magnetschleifen mit derselben Polarität zur Haut – so erzeugen sie ein einheitliches Magnetfeld.

Gegenüber angeordnete Magnetschleifen
In vielen Fällen betrifft die zu behandelnde Stelle nur eine kleine Region, z. B. Handgelenks- oder Schienbeinfrakturen. Dann müssen die Magnetschleifen beidseitig der verletzten Stelle platziert werden. So verbinden sich die zweiseitigen Magnetfelder und erzeugen ein größeres sowie tiefer eindringendes Feld.
Ein zusammenhängendes Magnetfeld entsteht nur dann, wenn die Spulen korrekt platziert sind! Wie in der Abbildung gezeigt, ist dieselbe Polarität erforderlich. Die beiden Spulen sollten möglichst parallel und einander gegenüber liegen, sonst verbinden sich die Felder nicht (und die Wirkung bleibt etwas geringer).
Wenn Sie eine magnetische Behandlungseinheit in der Hand halten, sollten Sie zuerst die Polarität prüfen. Davon hängt ab, auf welche Körperregion und wie Sie das Gerät platzieren müssen und wofür es geeignet ist.
Magnetische Behandlungen können im Liegen erfolgen, die Spulen können aber auch mit Klettbändern fixiert werden. So sind Anwendungen sogar während der Büroarbeit möglich.
Behandlungsdauer
Wie bei allen physikalischen Therapieformen ist die Magnettherapie nicht "sofort wirkend". Biostimulation bedeutet: Anregung biologischer und physiologischer Prozesse. Beispielsweise dauert die Heilung einer Knochenfraktur Monate; eine Schnittwunde schließt zwar in Tagen, die Narbe erreicht aber erst nach 90–100 Tagen ihre endgültige Festigkeit. Regelmäßige, über längere Zeiträume (Wochen) durchgeführte biostimulierende Behandlungen unterstützen und beschleunigen diese Prozesse etwas, verkürzen sie jedoch nicht auf wenige Tage! Anwendungsgebiete der Magnettherapie sind Knochen, Gelenke und Bänder — Strukturen, die besonders langsam heilen; deshalb sind Geduld und Ausdauer erforderlich. Ich liste einige Zustände mit allgemeinen Behandlungsprinzipien, Häufigkeit und Behandlungsdauer auf. Ein individuelles Behandlungsprotokoll erhalten Sie von Ihrem behandelnden Arzt. Falls Sie keines erhalten, befolgen Sie die allgemeinen Empfehlungen. Die Behandlungen finden Sie in den Magnum Magnettherapie-Modellen, jedoch nicht in allen. Prüfen Sie vor dem Kauf die Programmliste, ob das Gerät (Gerät) für Ihren Fall geeignet ist.
ALLGEMEINE GEWEBEREGENERATION
Diese Behandlung wird bei größeren flächenhaften Veränderungen wie z. B. Neuropathie angewendet. Die Hauptursache solcher Zustände ist der Untergang von Nerven und Rezeptoren sowie eine unzureichende Regeneration. Sie kann auch zur allgemeinen Unterstützung des Immunsystems und präventiv eingesetzt werden — zum Beispiel 2–3 Wochen vor der Grippe-Saison oder vor Heuschnupfen, um die "Kraft" des Immunsystems zu stärken.
Allgemeines Protokoll: täglich 6–8 Stunden, 12 Wochen
FRAKTUREN
Programme zur Behandlung von Frakturen können ab dem ersten Tag nach der Verletzung angewendet werden. Die Behandlung lässt sich auch über Gips oder Kunststoffschienen durchführen. In solchen Fällen empfehlen wir eine Leistungserhöhung um 50–60 %, da die Gipsstärke den Abstand zwischen Magnetschleifen und Knochen vergrößert. Die gegenüberliegende Anordnung der Magnetschleifen ist wichtig! Platzieren Sie die Spulen so, dass sie dem Bruch entsprechen. Verfügen Sie über mehrere Applikatoren, können Sie beide verwenden, um ein intensiveres Magnetfeld zu erzeugen. Besonders sinnvoll ist dies bei großem Querschnitt des zu behandelnden Bereichs, z. B. Oberschenkelknochen oder Schienbein.
Allgemeines Protokoll: täglich 8 Stunden, 30 Tage
KNOCHENNEKROSE
Nach der Diagnose per Röntgen oder MRT oder bei unzureichender Durchblutung einsetzbar. Meistens entsteht dieser Zustand infolge einer Verletzung, in anderen Fällen durch Langzeitgebrauch von Kortikosteroiden oder übermäßigen Alkoholkonsum.
Allgemeines Protokoll: täglich 8 Stunden, 5 Monate
KNOCHENÖDEM
Diese Behandlung wird bei stumpfen Traumen des Knochens oder bei Periostverletzungen angewandt. Durch die Verletzung entsteht eine abnorme Flüssigkeitsansammlung in der Umgebung des Knochens. Hauptursache ist ein starker, stumpfer Schlag. Die zweithäufigste Ursache für Knochenödeme ist Arthrose.
Allgemeines Protokoll: täglich 8 Stunden, 30 Tage
VERZÖGERTE FRHAKTURKONSOLIDATION
Wird eingesetzt, wenn eine Fraktur nicht korrekt heilt. So etwas kann bei Osteoporose oder Gefäß-/Stoffwechselveränderungen vorkommen. Seltener kann eine unzureichende Fixation die Ursache sein — wenn die Bruchenden beweglich sind. Die Magnetschleifen sollten möglichst in gegenläufiger Position angebracht werden. Die tägliche Behandlungsdauer variiert zwischen einigen Stunden und 10–12 Stunden.
Allgemeines Protokoll: täglich 3–8 Stunden, 30 Tage
PSEUDARTHROSE
Empfohlen, wenn die Frakturheilung neun Monate überschreitet. Patienten sind oft bereits operiert worden und/oder auf osteosynthetische Hilfsmittel (Platten, Schrauben, externe Fixateure) angewiesen. Diese erschweren die richtige Positionierung und Fixierung der Magnetschleifen. Daher ist die Rücksprache mit dem behandelnden Arzt unerlässlich, um konkrete und zielgerichtete Anweisungen für die jeweilige Situation zu erhalten.
Allgemeines Protokoll: täglich 8 Stunden, 5 Monate
OSTEOPOROSE
Bei progressivem Abbau der Knochenstruktur kann Magnettherapie sinnvoll sein. Knochengewebe ist essentiell für die Stützfunktion des Körpers und wird lebenslang umgebaut. Bei Osteoporose ist dieser Wiederaufbau gestört, was zu einer fortschreitenden strukturellen Schwächung führt. Das pulsierende elektromagnetische Feld aktiviert knochenaufbauende Funktionen und verbessert das Gleichgewicht zwischen Osteoblasten (knochenaufbauende Zellen) und Osteoklasten (knochenabbauende Zellen). Zur Behandlung größerer Flächen können die MAT 100 oder TotalBody‑Matratzen nützlich sein (separat als Zubehör erhältlich).
Allgemeines Protokoll: täglich 8–10 Stunden, 12 Wochen
GELENKSPARTELOSE, KNORPELVERLETZUNG, GELENKENTZÜNDUNG, GELENKSCHMERZEN, RÜCKENSCHMERZEN
Allgemeines Protokoll: täglich 30 Minuten, 6 Wochen
GELENKSCHMERZEN
Allgemeines Protokoll: täglich 15–40 Minuten, 3 Wochen
RÜCKENSCHMERZEN
Allgemeines Protokoll: täglich 20–45 Minuten, 3 Wochen
ALGODYSTROPHIE / SUDECK‑SYNDROM
Bei algodystrophischem Syndrom kann Magnettherapie auch nach Immobilisierung des betroffenen Gliedes durch Gips angewendet werden. Sie ist besonders bei Mikrotraumen am Fuß, am oberen Fußbereich, am Handgelenk und an der Hand nützlich. In der Anfangsphase treten Ödem, Rötung, Wärme und intensive Schmerzen, insbesondere unter Belastung, auf.
Allgemeines Protokoll: täglich 4–6 Stunden, 4–8 Wochen
HÜFT‑ UND KNIEPROTHESEN
Magnettherapie unterstützt die Regeneration nach Implantation und fördert die Einheilung der Prothese sowie die Ausbildung umgebender fester Knochenstrukturen. Die medizinische Literatur empfiehlt täglich mindestens 3–4 Stunden Behandlung; der behandelnde Arzt kann jedoch abweichende Zeiten empfehlen.
Allgemeines Protokoll: täglich 3–4 Stunden, 60 Tage
BEHANDLUNG NACH KNIEOPERATION
Nach Rekonstruktion des vorderen Kreuzbandes (ACL) oder nach Knorpelglättung anzuwenden. Die pulsierende Magnetfeldbehandlung kann bereits in den ersten Tagen nach der Operation begonnen werden, reduziert Schmerz, Ödem und Entzündung und beschleunigt die Heilung.
Allgemeines Protokoll: täglich 4–6 Stunden, 60 Tage
KARPALTUNNELSYNDROM
Die Magnettherapie kann ab dem Auftreten der ersten Beschwerden eingesetzt werden. Die größten Verbesserungen werden in diesem frühen Stadium beobachtet. Das Karpaltunnelsyndrom entsteht durch Kompression des Mittelnervs, der vom Unterarm durch den Karpaltunnel bis zu den Fingern verläuft. Magnettherapie trägt zur Schmerzlinderung, Entzündungshemmung bei und verbessert die Beweglichkeit von Hand und Fingern.
Allgemeines Protokoll: täglich 30 Minuten, mindestens 15 Tage.
Bei Bedarf kann dieser Zyklus wiederholt werden.
TENDINITIS, TENNISARM
Allgemeines Protokoll: täglich 30 Minuten, 5 Tage pro Woche, 3 Wochen
ROTATORENMANCHETTEN‑ERKRANKUNGEN
Allgemeines Protokoll: täglich 3–8 Stunden, 4 Wochen
Bei Tendinitis, Tennisarm und Rotatorenproblemen sollten die Magnetschleifen über der schmerzenden Stelle platziert werden, möglichst gegenüberliegend. In der akuten Phase wird die Magnettherapie mit anderen physikalischen Therapien und ärztlich verordneten Medikamenten kombiniert; in der subakuten Phase kann sie als alleinige Behandlung durchgeführt werden.
Zubehör für die Behandlung und deren Anwendung
Für die Magnum Magnettherapie‑Geräte sind verschiedene Magnetschleifen erhältlich, die für unterschiedliche Behandlungen geeignet sind. Wählen Sie nach der zu behandelnden Fläche oder dem Krankheitsbild.
Magnum flexible Applikation, normal

Zum Lieferumfang der Geräte (Gerät) gehört standardmäßig eine (bei einigen Geräten zwei) 30x10 cm große flexible Magnetschleife.
Diese enthält 2 Magnetschleifen mit entgegengesetzter Polarität. Sie eignet sich besonders zur Behandlung von Frakturen an Arm und Bein sowie für Verletzungen und Entzündungen an Hand, Fuß, Handgelenk, Ellbogen, Schulter, Sprunggelenk, Knie und Hüfte. Sie wird wie eine Blutdruckmanschette angelegt, d. h. der zu behandelnde Bereich wird umschlossen. Diese Konstruktion stellt sicher, dass die beiden Magnetschleifen gegenüberliegend auf beiden Seiten von Knochen oder Gelenk angebracht werden und ihre Magnetfelder sich verbinden.
Magnum flexible Applikation, groß

Optional erhältlich ist eine 40x15 cm große flexible Magnetschleife für die Behandlung großer Flächen.
Diese enthält 4 Magnetschleifen mit gleicher Polarität. Deshalb ist sie besonders geeignet für Wirbelsäule, Becken, Hüfte oder zum Beispiel für longitudinale Frakturen des Oberschenkelknochens. Diese Manschette wird nicht ringförmig angelegt, sondern z. B. längs auf der Wirbelsäule positioniert. Die Spulen erzeugen ein großflächiges, jedoch nicht sehr tief eindringendes Magnetfeld.
Magnum Soft4 Applikationsmatte

Diese Applikation enthält 4 Magnetschleifen in weichen Schaumstoffhüllen. Die glatte Seite des Bezugs ist der südliche (S) Pol der Spule, der nördliche (N) Pol ist die gegenüberliegende Seite mit der Schlaufe für das Befestigungsband. Die Größe beträgt 25x25 cm, ideal für Rücken, Lende, Becken und Hüfte. Gut geeignet z. B. bei Tennisarm, Epicondylitis, Karpaltunnelsyndrom oder Sehnenscheidenentzündung, wenn der betroffene Körperteil unter die Matte gelegt wird. So kann die Behandlung sogar während der Arbeit am Schreibtisch erfolgen.
Magnum Pocket Pro Applikator

Dieser Applikator enthält 2 Magnetschleifen in einem Reißverschluss‑Textilbezug, der austauschbar ist. Auf dem Bezug sind deutlich der südliche (S) und der nördliche (N) Pol gekennzeichnet. Die Spule eignet sich zur Behandlung kleinerer Bereiche. Haben Sie mehrere Pocket Pro, können Sie diese nebeneinander mit gleicher Polarität (für größere Flächen) oder gegenüberliegend (z. B. bei Frakturen oder Gelenkverletzungen) anordnen. Die Befestigung erfolgt mit Klettbändern.
Magnum Applikationsmatten
Es sind drei Matratzengrößen erhältlich. Die kleinste ist die MAT 100 Matte mit den Maßen 70x45 cm. Sie enthält 4 Magnetschleifen in einem textilen Bezug und "Memory‑Schaum". Somit kann die Behandlung im Sitz auf einem Stuhl oder Sessel oder liegend erfolgen. Ideal z. B. für Oberschenkelknochen, Hüfte, Becken, Lendenbereich, Rücken oder Schulter‑Nacken. Daher eignet sie sich hervorragend für längere, mehrstündige Behandlungen!
TotalBody 200 und 400 Applikationsmatten
Diese großformatigen Matratzen empfehle ich für längere, mehrstündige Behandlungen, wenn der ganze Körper oder ein großer Teil davon gleichzeitig behandelt werden soll. Zum Beispiel bei Osteoporose, multiplen Gelenkentzündungen, Rückenproblemen, Allergien, Immunstärkung oder zur Verbesserung der Durchblutung. Die Gesamtgröße der TotalBody‑Matratze beträgt 70x180 cm. Sie kann auf dem Bett unter dem Laken platziert werden, sodass die Behandlung sogar im Schlaf erfolgen kann. Die Matte besteht eigentlich aus 4 kleineren Einheiten.
Bei der Total Body 200 sind in nur 2 der 4 Matratzenteile Magnetschleifen (je 4 Stück) integriert. Durch Variieren der Matratzelemente lassen sich verschiedene Verteilungen erzielen.

Bei der Total Body 400 wird kein Kompromiss gemacht: In jedem Abschnitt sind 4 Magnetschleifen eingebaut, sodass die Behandlung des gesamten Körpers möglich ist.

Wie wählen Sie zwischen den Magnum Magnettherapie‑Geräte‑Modellen?
Der Hauptunterschied zwischen den Geräten (Gerät) liegt in der Anzahl der Behandlungskanäle, der Intensität des Magnetfeldes sowie in der Anzahl der Behandlungsprogramme.
Anzahl der Kanäle
Zum Magnum L Gerät kann nur ein einziger magnetischer Applikator angeschlossen werden; kaufen Sie ein solches Gerät, wenn Sie z. B. die Heilung einer Fraktur an einem Handgelenk oder Ellbogen unterstützen möchten. Die Magnum XL, 2500, XL Pro und 3000 Pro Geräte können zwei Kanäle gleichzeitig betreiben. Beim 3000 Pro ist es möglich, auf den beiden Kanälen unterschiedliche Programme zu starten (z. B. Fraktur auf einem Ausgang, Gelenkentzündungs‑Programm auf dem anderen). Das ist dann wichtig, wenn Sie z. B. zwei Patienten gleichzeitig behandeln oder Ihr Partner ebenfalls muskuloskelettale Beschwerden hat. Mit den Magnum XL, 2500, XL Pro Geräten lassen sich zwar ebenfalls zwei Applikatoren gleichzeitig betreiben, jedoch nur mit demselben Programm. Das heißt etwa: Sind in beiden Knien Entzündungen vorhanden, können Sie beide gleichzeitig behandeln. Das Magnum 3500 Pro ist vierkanalig, d. h. Sie können gleichzeitig bis zu vier Kanäle betreiben. Im 2+2‑Modus können für die Ausgänge 1–2 und 3–4 unterschiedliche Programme eingestellt werden, also lassen sich gleichzeitig zwei Patienten behandeln und sogar zwei komplette Körpermatten betreiben.
Magnetische Intensität
Weiter oben erwähnte ich bereits, dass Intensitäten unter 100 Gauss biostimulierende, regenerationsfördernde Behandlungen dienen, während Werte zwischen 100–1000 Gauss therapeutische Behandlungen ermöglichen. Daraus folgt: Höhere Intensität führt zu stärkerer therapeutischer Wirkung. Je größer die magnetische Feldstärke eines Geräts ist, desto höher ist auch dessen Preis. Es gilt, einen Kompromiss zwischen den Beschwerden und dem Budget zu finden.
Eine niedrige Intensität bedeutet nicht, dass das Gerät nicht wirksam ist! Mit geringer intensiven Geräten sind mehr Behandlungen erforderlich, um eine Verbesserung oder Heilung zu erreichen. Es ist ähnlich wie beim Auto: Fährt man langsamer, braucht man länger, um ans Ziel zu gelangen. Aber man kommt an.
Anzahl der Programme
Je teurer ein Gerät ist, desto mehr vorprogrammierte Behandlungsprogramme enthält es. Die Programme werden aufgrund medizinischer Erfahrungen und Leitlinien erstellt. Für eine kleine Entzündung (z. B. Sehne am Handgelenk) sind andere Frequenz, Intensität und Behandlungsdauer erforderlich als für eine Achillessehnen‑Verletzung oder eine Oberschenkelhalsfraktur bzw. Osteoporose.
Hat ein Gerät wenige Programme, ermöglichen diese meist nur "allgemeine" Behandlungen, z. B. allgemein für Frakturen. Teurere Geräte unterteilen dies dann präziser in viele Programme, sodass es spezialisierte Programme für Handgelenk, Oberarm, Schienbein oder Oberschenkelknochenfrakturen gibt.
Sie brauchen nicht unbedingt das Gerät mit den meisten Programmen! Sondern dasjenige, das Ihren aktuellen Bedürfnissen entspricht. Das kann auch ein Magnum L sein. Die Magnum XL und XL Pro bieten zusätzlich Reha‑ sowie Beauty‑/Wellness‑Programme. Die Magnum 2500, 3000 Pro und 3500 Pro eignen sich nicht nur für den Heimgebrauch, sondern auch für physiotherapeutische Praxen.
Vergleich der Magnum‑Geräte
| Magnum Gerät Version | L | XL | 2500 | XL Pro | 3000 Pro | 3500 Pro |
| Anzahl der Kanäle | 1 | 2 | 2 | 2 | 2 | 4 |
| mehrere Patienten gleichzeitig behandelbar | nein | nein | nein | nein | Ja 1+1 Ausgänge | Ja, 2+2 Ausgänge |
| Intensität / Kanal (Gauss) | 120 | 140 | 160 | 200 | 200 | 200 |
| max. Intensität (Gauss) | 120 | 280 | 320 | 400 | 400 | 800 |
| Rehabilitationsprogramme | 8 | 16 | 52 | 32 | 70 | 70 |
| Beauty‑Programme | keine | 10 | keine | 12 | keine | keine |