Medikamentenfreie Methoden zur Schmerzlinderung für zu Hause
Schmerz ist ein Signal Ihres Körpers, das warnt: „etwas ist nicht in Ordnung!”. Obwohl Sie aus einer Vielzahl von Schmerzlinderungsmethoden wählen können, sollten Sie nicht übereilt handeln! Wenn der Schmerz plötzlich auftritt und Sie nicht wissen, wodurch er verursacht wurde, dann fangen Sie – so sehr Sie auch leiden mögen – nicht an, ihn zu betäuben, sondern suchen Sie sofort einen Arzt auf. Bei Schmerz unbekannter Herkunft kann die Anwendung von Schmerzmitteln gefährlich sein, weil sie das eigentliche Problem überdecken können. Zuerst muss die Ursache des Schmerzes geklärt werden! Bei einer seit Jahren bekannten, chronischen Erkrankung sieht die Lage anders aus, und damit auch die Behandlungsmöglichkeiten.
Es gibt viele verschiedene Methoden zur Schmerzlinderung, die auf unterschiedliche Weise wirken. Die eine ist für dies wirksamer, die andere für das. Es ist wichtig, was Sie wählen und wie Sie es anwenden.
Medikamente
Heutzutage ist es naheliegend, Schmerzen mit Medikamenten zu behandeln. Man schluckt eine Tablette und es wird besser (für eine Weile, bis das Präparat aus dem Körper ausgeschieden ist). Wenn der Schmerz nur kurz anhält (z. B. Umknicken des Knöchels, Muskelzerrung), brauchen Sie die Medikamente meist nur für einige Tage. Das verursacht in der Regel noch keine nennenswerten Nebenwirkungen.
Bei chronischen Erkrankungen (z. B. Gelenkentzündungen (Arthritis) oder Verschleiß (Arthrose), Rheuma usw.) zieht sich die Krankheit oft über Jahre hin. Bei dauerhafter Einnahme verursachen die meisten Medikamente mit großer Wahrscheinlichkeit unerwünschte Wirkungen (Nebenwirkungen). Es reicht, wenn Sie den Abschnitt über mögliche Nebenwirkungen in der Packungsbeilage Ihres Medikaments lesen.
Medikamentenfreie Schmerzlinderungsmethoden
Es gibt Schmerzlinderungsmaßnahmen, die von einem Arzt oder anderen Therapeuten angewendet werden können. Z. B. Anästhesie (injektionelle Blockade in der Nähe von Nerven), neurochirurgische Eingriffe (Durchtrennung eines Nervs), Akupunktur (nadelbehandlungsverfahren), psychologische Methoden (z. B. Hypnotherapie).
Wenn Sie meinen Blog und meine Beiträge schon kennen, wissen Sie, dass ich nicht über Medikamente und nicht über die vom Arzt durchzuführenden Behandlungen schreibe (dazu finden Sie zahllose Informationen auf anderen Seiten). In meinen Artikeln behandle ich wissenschaftlich fundierte, durch medizinische Untersuchungen gestützte Methoden, die der Patient ohne Anwesenheit des Arztes selbst anwenden kann. Diese sind zudem meist völlig medikamenten- und nebenwirkungsfrei.
Mit deren Anwendung können Sie selbst zur Linderung Ihrer Beschwerden beitragen.
Was tun bei plötzlich auftretendem Schmerz?
Die Bedeutung von „akut”: „plötzlich, ohne Vorzeichen auftretender Zustand, Erscheinung oder Symptom”.
In solchen Situationen ist es sehr wichtig, möglichst rasch die Ursache des Schmerzes zu ermitteln, denn davon hängt die Behandlung ab.
Natürlich gibt es akute Schmerzen mit eindeutiger Ursache. Solche werden durch einen Unfall oder eine Verletzung ausgelöst. Wenn Sie sich mit dem Hammer auf den Finger schlagen, haben Sie vielleicht nur eine „harmlose” Gequetschung verursacht, die Sie mit Kühlung und Schmerzmitteln behandeln könnten. Es kann aber auch ein Bruch vorliegen, der fixiert werden muss, sonst heilt er nicht richtig. Wenn Sie die beginnenden Symptome einer Blinddarmentzündung mit Schmerzmitteln unterdrücken, kann es passieren, dass ein Durchbruch nicht bemerkt wird und Sie sich in einen lebensgefährlichen Zustand bringen. Also: Der erste Schritt sollte der Gang zum Arzt sein.
Bei "inneren" Beschwerden ist das noch wichtiger! Brustschmerzen (Enge, Druck, in den Arm ausstrahlender Schmerz, stechender Schmerz beim Atmen usw.) sowie Bauchschmerzen (stechend, krampfartig, in die Genitalien ausstrahlend) können durch Erkrankungen verursacht werden, die ohne sofortiges Eingreifen lebensgefährlich werden können. Warten Sie nicht! Suchen Sie einen Arzt auf!
Schmerzlindernde Methoden bei akuten Schmerzen
Bei akuten Schmerzen können folgende physiotherapeutischen Methoden zu Hause angewendet werden:
- Kältetherapie: Bei frischen Verletzungen, Schlägen, Tritten, Zerrungen, Verstauchungen, Rissen oder Blutergüssen wirkt sie sofort schmerzlindernd. Sie verengt die Gefäße und reduziert so das Ausmaß von Schwellung und Blutung.
- TENS (Nervenstimulation): Eine seit mehr als einem halben Jahrhundert zur Behandlung muskuloskelettaler Schmerzen eingesetzte, einfach durchzuführende Methode. Ihre Wirkung ist schmerzlindernd, die heilende Wirkung ist hingegen marginal.
- MENS (Mikrostrom-Nervenstimulation): Eines der neuesten elektrotherapeutischen Verfahren und zudem wirksamer in der Schmerzlinderung als TENS. Mehr als 90 % der Behandelten berichten von einer Linderung der Beschwerden. Die Hauptstärke des Mikrostroms liegt jedoch in seiner heilenden Wirkung. Durch das Beseitigen des "Verletzungsstroms" fördert er den Heilungsprozess. Die zelluläre Energie (ATP)-Produktion kann sich um das 5- bis 8-fache erhöhen.
- Ultraschallbehandlung: Ultraschall ist eine mechanische Energie, die vor allem bei entzündlich bedingten Beschwerden empfohlen wird. Er fördert die Heilung und reduziert Schmerzen.
- Softlaser-Behandlung: Der Softlaser wird hauptsächlich bei Gelenk-, Sehnen-, Band- und Muskelschmerzen eingesetzt. Darüber hinaus ist er hervorragend zur Linderung von Fazialisneuralgie, HNO-Schmerzen und zahnärztlichen Schmerzen geeignet.
Was tun bei einem Aufflammen alter Schmerzen?
Die Bedeutung von „chronisch”: „länger andauerndes und langwieriges Phänomen oder Leiden”.
Schmerzen werden am häufigsten durch Erkrankungen des Bewegungsapparates verursacht. Es gibt rund 100 Arten von Gelenkentzündungen (Arthritis, Rheuma) und degenerativen Zuständen (Arthrose) sowie Sehnen-, Sehnenscheiden- und Bandentzündungen.
Typisch für diese Erkrankungen ist, dass der Zustand „wellenförmig” verläuft, also mal besser, mal schlechter. Eine Verschlechterung bezeichnet man als "Aufflammen". Ihre chronische Erkrankung ist also bereits lange bekannt, Sie erhalten Behandlung, doch hin und wieder verstärken sich die Symptome (durch Wetterumschwung, ungewohnte Belastung oder auch ohne ersichtlichen Grund). Wenn sich die Schmerzen bei bekannter Ursache verstärken, suchen Sie dann einen Arzt auf, wenn nicht nur die „üblichen” Beschwerden auftreten, sondern neue Symptome hinzugekommen sind.
Ihr behandelnder Arzt muss Sie auf diese Aufflammungen vorbereiten. Er muss Ihnen sagen, was in solchen Fällen zu tun ist und welche Schmerzlinderungsmethoden Sie anwenden sollten. Sie können Schmerzen medikamentös lindern. Doch aufgrund der langen Dauer Ihrer chronischen Erkrankung werden Sie sehr wahrscheinlich Nebenwirkungen erfahren. Magenbeschwerden, Geschwüre, Blutungen, Knochenmarksschädigung, Störungen der Blutbildung, Immunsuppression, Leber- und Nierenschäden – nur um einige mögliche „Folgen” zu nennen.
Bei Erkrankungen des Bewegungsapparates können Sie für den Heimgebrauch konzipierte physiotherapeutische Geräte als Alternative zu Medikamenten anwenden. Diese haben meist keine Nebenwirkungen; wenn doch, dann nur durch unsachgemäße Anwendung. Wenn Sie die Gebrauchsanweisung beachten, können Sie diese Risiken vermeiden.
Schmerzlindernde Methoden bei chronischen Schmerzen
Zur langfristigen Behandlung chronischer Schmerzen und zur Zurückdrängung von Aufflammungen können folgende Methoden angewendet werden:
- TENS (Nervenstimulation): Eine seit mehr als einem halben Jahrhundert eingesetzte, einfach durchzuführende Behandlung bei muskuloskelettalen Schmerzen. Ihre Wirkung ist schmerzlindernd, die heilende Wirkung ist gering.
- MENS (Mikrostrom-Nervenstimulation): Eines der neuesten elektrotherapeutischen Verfahren, bei dem die schmerzlindernde Wirkung stärker ist als bei TENS. Mehr als 90 % der Behandelten berichten über Linderung. Die Hauptkraft des Mikrostroms ist jedoch die heilende Wirkung: Durch das Beseitigen des "Verletzungsstroms" fördert er die Heilung. Die zelluläre Energieproduktion (ATP) kann sich um das 5- bis 8-Fache erhöhen.
- Softlaser-Behandlung: Der Softlaser eignet sich insbesondere bei Gelenk-, Sehnen-, Band- und Muskelschmerzen. Außerdem ist er sehr gut zur Linderung bei Fazialisneuralgie, HNO-Schmerzen und zahnärztlichen Beschwerden.
- Ultraschallbehandlung: Ultraschall ist eine mechanische Energie, die vor allem bei entzündlich bedingten Beschwerden angewendet wird. Er fördert die Heilung, reduziert Schmerzen und eignet sich außerdem zur Linderung von Muskel- und Sehnensteifigkeit sowie in der Kosmetik (bei Akne, Cellulite, Fettabbau) .
- Iontophorese: Damit können Wirkstoffe lokal in die Haut und in die Gelenke eingebracht werden. Gewöhnlich wird sie bei Sportunfällen, Gelenkschmerzen und zur Steigerung der Wirkung kosmetischer Mittel eingesetzt. Die Freiwasser-Iontophorese eignet sich hervorragend zur Behandlung hartnäckigen Schwitzens an Handflächen, Fußsohlen und Achseln.
- Magnettherapie: Die Magnettherapie ist in Westeuropa ein anerkanntes physikalisches Therapieverfahren, hierzulande wird sie zu Unrecht oft vernachlässigt. Sie wirkt biostimulierend, das heißt sie fördert Heilungs- und Regenerationsprozesse. Vor allem zur Behandlung langfristig bestehender Erkrankungen des Bewegungsapparates (Osteoporose, Knochenbruch, Arthrose, Arthritis usw.) wird sie in der ärztlichen Praxis eingesetzt.
- Tiefenwärme-Therapie: Vor allem chronische muskuloskelettale Schmerzen sowie Sehnen- und Muskelsteifigkeit (z. B. Arthrose, Fersensporn, Achillessehnenschmerzen, Dupuytren-Kontraktur usw.) können gelindert werden.
Wenn Sie ein Gerät für den vorgesehenen Zweck verwenden und die Gebrauchsanweisung beachten, ist die Behandlung sicher, ungefährlich und wirkungsvoll!