Der Patient diktiert, der Arzt schreibt – Dr. Bubó
So reden die Patienten heute untereinander: „Ich habe um ein MRT gebeten. Ich habe mir Antibiotika verschreiben lassen! Ich habe um eine Überweisung nach Harkány gebeten." Sieh da! Dr. Bubós berühmtes Sprichwort hat sich erfüllt: „Der Patient diktiert, der Arzt schreibt!“… Meiner Meinung nach ist das beschämend – damit meine ich, dass ein großer Teil der Untersuchungen und Rezepte nicht aufgrund medizinischer Indikation, sondern auf Druck oder Wunsch des Patienten entsteht. Diese „Geschichte“ wurde von einem Kommentar zu einem meiner Beiträge inspiriert, etwas nörgelnd, etwas scherzhaft.
„Wenn die salzige Luft den Atemwegen so guttut, dann lasse ich sie mir von meinem Arzt verschreiben: mindestens drei Monate am Meer, jedes Jahr.”
Nichts Natürlicheres, lieber Patient! Wohin darf es gehen? Nach Mauritius oder in die Karibik??
Lieber Herr Doktor, für mich tut es die griechische Küste. Im Voraus schon vielen Dank!
In Ordnung. Hier ist das Rezept! Sie müssen es noch genehmigen lassen. Aber das ist nur eine Formsache. Sie können mir jetzt Ihren Dank ausdrücken! Jetzt!
Großartig… danke… hier ist mein Dank… öööööö…. Würden Sie mir freundlicherweise sagen, wo ich das Rezept einlösen kann?
Natürlich!
Gehen Sie zu einer Regierungsstelle und fordern Sie das gelbe Formular Nr. 614 an.
Füllen Sie es aus und lassen Sie es vom Chefarzt für Pneumologie des Korányi-Instituts und von einem zum technischen Prüfen berechtigten Kfz-Mechaniker unterschreiben.
Bringen Sie das zurück zur Regierungsstelle, wo Sie dafür ein rosafarbenes Formular Nr. 615 erhalten.
Lassen Sie dieses vom Vorstandsvorsitzenden der OTP-Bank und vom Generaldirektor des Atomkraftwerks in Paks unterschreiben, zupfen Sie dann ein Haar aus Kövér Lászlós Schnurrbart und geben Sie es zusammen mit den oben genannten Dokumenten bei der Sachbearbeiterin Lézerné Piréz Etelka im Zimmer 123 des Präsidialamtes ab!
Fertig! So einfach lässt sich die Angelegenheit regeln.
Danach müssen Sie nur noch warten. Halten Sie sich bereit, die notwendigsten Dinge sollten verpackt sein, denn Sie können jederzeit aufgerufen werden, dass Sie an der Reihe sind.
Vergessen Sie auch nicht den Schlafsack, denn im Zelt kann es kalt werden!