Behandlung von Restsymptomen nach Schlaganfall zu Hause
Ein Schlaganfall ist eine häufige und schwere Erkrankung. Obwohl die unmittelbare Sterblichkeit hoch ist, gibt es dank moderner lebenserhaltender Maßnahmen heute mehr Überlebende. Diese müssen jedoch mit Restsymptomen, Lähmungen, Sprachstörungen und Schwierigkeiten bei der Selbstversorgung rechnen. Sehr wenige haben das Glück, völlig ohne Funktionsverlust davonzukommen. Bei einem Schlaganfall ist eine effektive Rehabilitation das Wichtigste. Du musst wissen, dass dies ein langsamer Prozess ist — es können Jahre vergehen, bis verlorene Funktionen „wiedererlernt“ sind. Zudem ist das Rehabilitationssystem in unserem Land bei weitem nicht ideal, sodass du größtenteils auf dich und deine Familie angewiesen bist. Das größte Problem ist der Mangel an Informationen und der frühe Verlust der Motivation, wenn man das ständige Üben aufgibt.
Ein Schlaganfall kann innerhalb weniger Minuten deine Lebensqualität für immer verändern. Ein Teil deiner körperlichen Fähigkeiten kann sogar dauerhaft verloren gehen. Um das zu vermeiden, musst du so schnell wie möglich die richtige Behandlung und Therapie erhalten und — sobald die Lebensgefahr gebannt ist (gegebenenfalls bereits am Tag nach dem Schlaganfall) — mit der Rehabilitation beginnen.
Die medizinische Therapie beim Schlaganfall
Der Zeitfaktor ist in der Schlaganfallbehandlung sehr wichtig. Je schneller du in eine hochgradig ausgestattete Notfallversorgung gelangst, desto größer sind deine Chancen auf Erholung. Nervenzellen im Gehirn sind sehr empfindlich gegenüber Sauerstoffmangel, daher wird die Lage umso schwerwiegender, je länger die Durchblutungsstörung oder das Blutgerinnsel bestehen bleibt.
Die medizinische Therapie des Schlaganfalls umfasst lebenserhaltende Maßnahmen; in der Regel stabilisiert sich dein Zustand innerhalb weniger Tage und man entlässt dich nach Hause — auch wenn deine Hand oder dein Bein sich nicht bewegen, du nicht sprechen kannst oder nicht einmal ein Glas Wasser allein trinken oder dich selbst versorgen kannst. Die Lage erscheint ausweglos.
Die direkte Rolle der Ärzte endet hier! Ab diesem Punkt bist du praktisch auf dich gestellt.
Die Ärzte verschreiben einige Medikamente. Typischerweise Blutverdünner, Mittel gegen Bluthochdruck sowie Präparate zur Senkung von Zucker und Cholesterin.
Darüber hinaus empfehlen sie Krankengymnastik, Elektrotherapien, Sprachtherapie usw. — das sind jedoch nicht primär stationäre Leistungen.
Das ist Aufgabe der Rehabilitation.
Die Behandlung zu Hause nach einem Schlaganfall
Die eigentliche Beseitigung der Folgen des Schlaganfalls beginnt erst, wenn man dich aus dem Krankenhaus nach Hause entlassen hat. Die Lebensgefahr wurde gebannt; vielleicht hast du einige elektrotherapeutische Behandlungen erhalten und ein Physiotherapeut war bei dir und hat einige Übungen mit dir gemacht.
Damit du die Lage genau verstehst: Bei einem Schlaganfall geht ein bestimmter Bereich deines Gehirns zugrunde, und die Funktionen, für die dieser Bereich verantwortlich war, gehen verloren. Die Folge hängt davon ab, welcher Hirnbereich geschädigt ist. Es kann sein, dass du bestimmte Muskeln oder Gliedmaßen nicht mehr bewegen kannst, Sprach- oder Sprechstörungen auftreten oder du Blasen‑ und Darmkontrolle verlierst.
Die Hoffnung auf Genesung gründet sich auf das Phänomen der Neuroplastizität. Ein anderer Bereich des Gehirns kann die Funktionen des beschädigten Gebiets übernehmen. Das geschieht nicht „von selbst“ — nur durch beharrliche Anstrengung und Üben kann ein Funktions-„Wiedererlernen“ erreicht werden.
In diesem Prozess unterstützen zwar Reha‑Fachkräfte, die Hauptarbeit liegt jedoch bei dir und deinen Angehörigen.
Die Rehabilitation nach einem Schlaganfall ist ein langwieriger Prozess. Mindestens 6–8 Monate, häufiger jedoch mehrere Jahre an kontinuierlicher Anstrengung sind nötig, um Verbesserungen zu erzielen. Denk etwa an den Fall von Herrn János Kulka! Er hat die Öffentlichkeit sehr respektvoll über seine eigenen Schwierigkeiten informiert. Er berichtete auch, dass selbst jahrelange Anstrengungen nur die Fähigkeit zur Selbstversorgung zurückbrachten; auf die Bühne oder in seinen ursprünglichen Beruf konnte er nicht zurückkehren.
Manche Fachmeinungen sagen, das Gehirn brauche etwa 10.000 Wiederholungen, um eine Bewegung neu zu erlernen. Das heißt: du musst extrem viel üben — ohne Üben gibt es keine Chance auf Besserung. Ständiges Üben ist also die Grundlage.
Die Rehabilitation nach Schlaganfall
Der Schlaganfall betrifft jährlich Zehntausende Menschen, allein in Ungarn. Die Anzahl der Rehabilitationsbetten liegt nur im niedrigen Hunderterbereich, und die Rehabilitation dauert Monate. Daraus ergibt sich sofort, dass das inländische Rehabilitationssystem weder für Schlaganfälle noch für andere Erkrankungen ausreichend Kapazitäten bietet. Viel weniger Kapazität steht zur Verfügung, als nötig wäre.
Deshalb musst du dich darauf einstellen, die Rehabilitation selbst in deinem Zuhause durchzuführen.
Wenn du nach einem Schlaganfall nach Hause kommst, ist dein Hausarzt dafür zuständig, die Rehabilitation zu organisieren. Er koordiniert die Zusammenarbeit von Physiotherapeuten, physikalischen Therapeuten und anderen Fachleuten.
Der Physiotherapeut kommt zu dir nach Hause und zeigt dir therapeutische Bewegungen, die deinem Zustand entsprechen. Danach siehst du ihn wochenlang nicht mehr, aber du musst diese Bewegungen wiederholen. Dann kommt er erneut und zeigt weitere Übungen. Du sollst nicht nur dann üben, wenn er da ist, sondern wenn er weg ist — täglich mehr und mehr. Ohne Unterlass. Wenn du das nicht machst, verspielt du deine Chance auf Besserung. Ohne Übung keine Heilung.
Ähnliches gilt für die Physikalische Therapie. Der Therapeut kann dir zwar 5–10 elektrotherapeutische oder andere Behandlungen geben, aber das ist nur der Anfang! Du musst dir ein für den Hausgebrauch geeignetes physikalisches Therapie-Gerät anschaffen und es nach Anleitung des Therapeuten verwenden — nicht 5 Tage, sondern eventuell jahrelang.
Andere Fachleute wie Sprachtherapeuten haben eine ähnliche Rolle: Sie geben Hinweise, zeigen Aufgaben, aber sie können nicht für dich üben.
Die Folgen eines Schlaganfalls
Die Restsymptome hängen davon ab, welche Hirnareale betroffen sind; ihre Schwere davon, wie lange die Blutung/Durchblutungsstörung gedauert hat und wie stark sie war. Als Folge kann eine körperliche Behinderung oder eine kognitive Störung auftreten (Beeinträchtigung von Wahrnehmung, Aufmerksamkeit, Gedächtnis, Rechnen, Sprache und Sprachgebrauch oder anderer höherer Denkfunktionen wie Lernen, Entscheiden, Planen, Problemlösen, Selbstwahrnehmung usw.).
Diese treten innerhalb weniger Minuten auf und wenn du die ersten Stunden überlebst, prägen sie dein weiteres Leben.
Verlust der Bewegungsfähigkeit
Trifft der Schlaganfall die motorische Region des Gehirns, kann eine Lähmung die Folge sein. Erfolgt die Schädigung in der linken Gehirnhälfte, sind die Muskeln auf der rechten Körperseite gelähmt; bei einer Schädigung der rechten Hemisphäre sind es die linken Muskeln. Die Lähmung kann mild sein, in schweren Fällen kann jedoch eine Hemiparese (vollständige Lähmung einer Körperseite) auftreten. Gesicht, Arm und Bein lassen sich nicht mehr bewegen. Ursache ist, dass durch den Schlaganfall ein Bereich deines Gehirns zerstört wurde und daher keine Bewegungsbefehle mehr an die Muskeln gesendet werden. Die Bewegung wird schwach, unsicher, unkoordiniert oder gar nicht ausführbar.
Wenn ein Muskel keine Impulse mehr vom Gehirn erhält und sich nicht regelmäßig zusammenzieht, verliert er schnell an Kraft und die Muskelmasse nimmt ab — das nennt man Atrophie. Wenn du aus Motivationsverlust keinerlei Versuche unternimmst, die Muskeln zu bewegen, und auch keine Muskelstimulation anwendest, degradieren die Muskeln innerhalb von etwa anderthalb bis zwei Jahren zu bindegewebiger „Gallerte“. Dann gibt es keinen Weg zurück! Darum ist es sehr wichtig, dass du nicht die Motivation verlierst, ständig weiterprobierst und ein Muskelstimulations‑Gerät verwendest!
Nach der Entlassung nach Hause besorge die nötigen Hilfsmittel und setze deine Rehabilitation zu Hause fort! Die stetige Übung und funktionelle Stimulation führen dazu, dass ein anderer Bereich deines Gehirns die verlorene Funktion „wiedererlernt“ und übernimmt.
Ergometer zur Wiedererlangung der Bewegungsfähigkeit
Hand- und fußbetriebene Fahrrad‑Ergometer bieten Schlaganfallpatienten ausgezeichnete Möglichkeiten zum Training. Sie sind sowohl für das Training der oberen als auch der unteren Extremitäten geeignet.

Studien haben gezeigt, dass die Nutzung eines Arm‑Ergometers oder Fahrrad‑Ergometers nach einem Schlaganfall die Genesung fördert. Sie helfen, die Arm‑ und Beinmuskulatur sowie die Herz‑Kreislauf‑Gesundheit zu verbessern. Der Widerstand des Fahrrads wird vom Bewegungstherapeuten dem aktuellen Zustand angepasst. Die richtige Widerstandseinstellung stellt sicher, dass die Anstrengung dem Patienten angemessen ist.
Ziel der Nutzung eines Armfahrrads ist es, Arme und Beine zu stärken, damit der Schlaganfallpatient Aufgaben wie Essen, Ankleiden und Gehen besser ausführen kann.
Es gibt aktive und passive Ergometer. Das aktive Ergometer „dreht sich nicht von selbst“, das heißt, es wird immer durch die körperliche Kraft des Benutzers angetrieben. Beim passiven Ergometer kann eine „automatische“ Funktion eingestellt werden. So zieht das Ergometer die Gliedmaße mit, unterstützt die Bewegung oder bewegt sogar eine völlig bewegungsunfähige, gelähmte Extremität. Diese Unterstützung ist dann nötig, wenn der Patient nach dem Schlaganfall seine Bewegungsfähigkeit noch nicht zurückgewonnen hat.
Ergometer in der Schlaganfallrehabilitation
Einer der führenden Gründe für langfristige Behinderung bei Erwachsenen ist der Schlaganfall. Eine der häufigsten Folgen ist die Hemiparese, also die Lähmung der Muskeln auf einer Körperseite. Oft führt das dazu, dass der Patient ohne Hilfe nicht mehr gehen kann und auf andere angewiesen ist. Selbst bei Tätigkeiten wie Essen, Baden und Ankleiden benötigt er Unterstützung. Gangstörungen, Muskelschwäche, Spastizität, schlechte motorische Kontrolle und Koordination, Gleichgewichtsstörungen und sensorische Verluste können für Schlaganfallpatienten große Schwierigkeiten darstellen. Es wird empfohlen, dass der Patient so früh wie möglich spezielle physiotherapeutische Behandlungen erhält, um den Körper für die richtige Bewegung umzuschulen, die Durchblutung zu verbessern und die Muskelkraft zu erhalten. Da die Erholung Monate oder sogar Jahre dauern kann, ist ein Ergometer für den Heimgebrauch ein wichtiges Hilfsmittel in der Schlaganfallrehabilitation…weiterlesen — hier klicken!
Koordinationsstörung
Zur Ausführung einer Bewegung (z. B. ein Glas zum Mund führen oder sich vom Stuhl aufrichten) müssen mehrere Muskelgruppen koordiniert zusammenarbeiten; außerdem müssen die Muskeln in einer bestimmten Reihenfolge kontrahieren, damit die gewünschte Bewegung entsteht.
Eine der wichtigsten Aufgaben der Rehabilitation ist, die für die Selbstversorgung notwendigen Tätigkeiten so lange üben zu lassen, bis sie effizient ausgeführt werden können.
Hier helfen funktionelle Muskelstimulationen! Studien zeigen, dass die Chance auf Genesung 15–20-mal größer ist, wenn du in der Schlaganfallrehabilitation einen Stimulator einsetzt, als ohne.
Die sogenannten Biofeedback‑Geräte (z. B. SineBravo) helfen dir, die richtige Bewegung auszuführen. Sie zeigen selbst dann ein Signal an, wenn die Muskelkontraktion mit bloßem Auge nicht sichtbar ist. Ein solches Gerät motiviert: Ja, der Impuls erreicht den Muskel, er ist nur noch schwach. Du musst so lange wiederholen, bis er stärker wird — mit der Zeit wird dadurch auch die Bewegung möglich.
Es gibt noch fortschrittlichere, sogenannte ETS‑Geräte, z. B. das DuoBravo. Diese erfassen die elektrische Aktivität des Muskels und unterstützen ihn durch Stimulation. Dadurch kann die Rehabilitation deutlich beschleunigt und effektiver gestaltet werden.
Das modernste Gerät in der Schlaganfallbehandlung ist derzeit das Stiwell Med 4. Mit seiner äußerst präzise einstellbaren Stimulation ermöglicht es das Wiedererlernen verlorener Muskelkoordination. Leider kostet dieses großartige Spezialgerät in etwa so viel wie ein neuer Suzuki.
Schluckstörung (Dysphagie)
Eine Folge kann Unterernährung sein. Durch Verschlucken können Speichel, Flüssigkeit oder Nahrung in die Atemwege gelangen, was das Risiko für Lungenentzündungen erhöht.
Bei der Behandlung von Schluckstörungen bieten die Ami Life und Ami Pro-Stimulatoren die neueste Lösung. In unserem Land verfügt bisher nur das Károlyi‑Krankenhaus in Újpest über ein Ami Pro‑Gerät; in anderen Einrichtungen wird diese neue Therapieoption noch nicht angewendet.
Gefühlsstörungen
Sensorische Störungen treten in den betroffenen Bereichen ebenfalls häufig auf. Regelmäßige Elektrotherapie kann diese Probleme ebenfalls verbessern.
Inkontinenz
Wenn die Gehirnareale, die für den Verschluss von Blase und Enddarm zuständig sind, geschädigt sind, kann dies zu Unfähigkeit führen, Urin oder Stuhl zurückzuhalten — das ist Inkontinenz. Die Beckenbodenmuskulatur kann mit Elektrotherapie behandelt und gestärkt werden, ihre Funktion verbessert werden. Dafür kann auch passive Muskelstimulation geeignet sein, effektiver ist jedoch der Einsatz von Biofeedback oder noch besser von ETS‑Geräten zur „Wiedererziehung“ der Beckenbodenmuskulatur.
Schmerzen
Die Ursachen für Schmerzen können vielfältig sein. Durch Bewegungslosigkeit kommt es zu Durchblutungs‑ und Lymphabflussstörungen; auch eine veränderte Körperhaltung kann Schmerzen verursachen. Schädigungen des zentralen Nervensystems können neuropathische Schmerzen hervorrufen — bizarre und unangenehme Empfindungen. TENS oder MENS (Mikroströme) wirken direkt an den sensiblen Nervenendigungen und können Schmerzen lindern, während Muskelstimulation durch Förderung der Durchblutung die Schmerzwahrnehmung beeinflusst.
Schmerzhafte Schulter (teilweise Abschürfung des Schultergelenks)
Nach einem Schlaganfall ist es häufig, dass die Muskeln, die das Schultergelenk stabilisieren, durch Bewegungsmangel geschwächt werden und der Oberarmknochen aufgrund seines Eigengewichts „einfach aus dem Gelenk gezogen“ wird. Das verursacht sehr starke Schmerzen. Die Kräftigung der Schultermuskulatur kann mit Muskelstimulation erfolgen und dieses Symptom beseitigen.
Zunehmende Muskelsteifheit
Muskelsteifheit nach einem Schlaganfall, die sogenannte Spastizität, ist ein ernstes Problem, das jede Bewegung, damit auch das Üben, behindert. Die erhöhte Muskeltonus entsteht, weil die Koordination zwischen Gehirn und Rückenmark gestört oder unterbrochen ist. Arm und Hand sind oft in einer gebeugten Position fixiert; die Hand lässt sich schwer öffnen (Greifen ist schwierig), das Strecken des Ellenbogens ist langsam und schmerzhaft. Das Knie ist gebeugt, während der Fuß eher in Spitzstellung ist, was das Gehtraining erschwert. Häufig sind normale Bewegungen nicht möglich und schmerzhaft.
Ein Gerät, das zur Lösung der Muskelsteifheit geeignet ist, ist zum Beispiel das Elite, Elite 150 oder das Premium 400 (aber auch andere, die du über den genannten Link findest).
Der Muskeltonus kann durch Muskelstimulation mit geeigneter Frequenz gesenkt werden. Biofeedback ist ebenfalls eine ausgezeichnete Hilfe. Du kannst es nutzen, um zu lernen, wie du deine Muskeln bewusst entspannst.
Kognitive Störungen
Aufmerksamkeit, Gedächtnis, Konzentration, Motivation, exekutive Funktionen (Planung, Auftreten, Problemlösung), das räumliche Sehen usw. können sich durch regelmäßigen Einsatz von Elektrotherapie und Biofeedback verbessern. Die vom Gerät angezeigten Daten und die durch Unterstützung entstehenden Muskelbewegungen fördern die Motivation und den Ehrgeiz — das ist entscheidend, denn du musst Tausende Male wiederholen, damit eine verlorene Funktion zurückkehrt.
Gleichgewichtsstörung
Zur Verringerung des Sturzhisikos sind spezielle Gleichgewichtsübungen empfehlenswert. Diese sollten mit Unterstützung eines Physiotherapeuten begonnen werden. Die erlernten Übungen kannst du dann sehr häufig wiederholen. Bei den Übungen kann auch ein Muskelstimulation‑Gerät gleichzeitig angewendet werden. Die Stimulation macht die Behandlung der Gleichgewichtsstörung effektiver.
Die Entwicklung des Gleichgewichts erfolgt unter Anleitung des Bewegungstherapeuten. Hilfsmittel wie Balance Pads oder Balance Trainer unterstützen dabei.

Weitere Probleme
Sprachstörungen (Aphasie) können vielfältig sein: Verständnisstörungen, Wortfindungsprobleme, Lese‑ und Schreibschwierigkeiten oder sogar kompletter Sprachverlust.
Sprechstörungen können sich in der Lautbildung, Lautstärke, Artikulation und in der Koordination von Sprech‑ und Atmungsfunktionen zeigen.
Sehstörungen können Doppelbilder, unscharfes Sehen oder einseitig eingeschränktes Gesichtsfeld (Hemianopie) sein. Diese Probleme können sich innerhalb weniger Monate von selbst bessern, andernfalls sind Brillen oder andere Korrekturmaßnahmen erforderlich.
Unter den Stimmungsschwankungen ist insbesondere die Depression problematisch. Wenn du die Motivation verlierst, sitzt oder liegst du nur noch herum. Mit Hilfe erledigst du die Übungen, aber aus eigener Initiative unternimmst du nichts. Wie mehrfach erwähnt: nur ständiges Üben gibt eine Chance. Daher ist die Behandlung der Depression sehr wichtig. Viele Antidepressiva haben jedoch Nebenwirkungen. Das Alpha‑Stim AID Elektrotherapie‑Gerät kann eine Lösung darstellen und ist einer medikamentösen Therapie gleichwertig (derzeit in unserem Land nicht erhältlich, das Gerät ist im Ausland beschaffbar).
Du wirst nach einem Schlaganfall mit einer Vielzahl von Problemen konfrontiert. Vergiss niemals: Durch Üben und den Einsatz moderner Hilfsmittel besteht Hoffnung, Funktionen zurückzugewinnen! Die Fähigkeiten des Gehirns sind „grenzenlos“. Man kann einem anderen Bereich des Gehirns beibringen, die verlorene Funktion zu übernehmen. Das ist ein langsamer Prozess, der Jahre dauern kann — aber es lohnt sich!
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