Schmerz: ein ungebetener Gast in deinem Alltag
Schmerz. Du hast dieses Gefühl im Laufe deines Lebens sicher schon in irgendeiner Form erlebt. Weißt du jedoch, wie er entsteht, was die Ursachen sind und wie man ihn am effektivsten lindern kann? Werfen wir einen Blick hinter die „biologischen Kulissen“! Was ist Schmerz? Ein Selbstschutzmechanismus deines Körpers, der auf eine Gefahr oder schädigende Einwirkung aufmerksam macht und eine spezifische Handlung zur Verteidigung/Überlebenssicherung auslöst. […]
Schmerz. Du hast dieses Gefühl im Laufe deines Lebens sicher schon in irgendeiner Form erlebt. Weißt du jedoch, wie er entsteht, was die Ursachen sind und wie man ihn am effektivsten lindern kann? Werfen wir einen Blick hinter die „biologischen Kulissen“!
Was ist Schmerz?
Ein Abwehrmechanismus, der Selbstschutzreflex deines Körpers, der deine Aufmerksamkeit auf eine Gefahr oder eine schädigende Einwirkung lenkt und eine spezielle Reaktion zur Verteidigung beziehungsweise zum Überleben auslöst. Für das Entstehen gibt es verschiedene Ursachen, zum Beispiel:
- starke mechanische Einwirkung, Trauma
- Temperaturen, die über oder unter dem physiologischen Bereich liegen
- Muskellkrampf
- Sauerstoffmangel
- chemische Stoffe, die bei Verbrennungen freigesetzt werden
- Nervenwurzelkompression oder -entzündung
- Tumor
- psychische Störungen
Schmerz kann man auch nach dem Auftreten (Lokalisation), dem Gewebetyp und dem organischen Erscheinungsbild einordnen. Die erstgenannte Einteilung lautet wie folgt:
- Oberflächenschmerz ist scharf, stechend oder brennend; er geht von oberflächlichen Geweben aus, ist gut lokalisierbar (die Stelle lässt sich leicht finden) und beginnt meist plötzlich.
- Tiefenschmerz ist eher dumpf, ziehend, krampfartig, taubstellend oder drückend; er lässt sich weniger genau eingrenzen, weil er diffuser und ausgedehnter ist. Er geht von tieferen Gewebeschichten aus (Muskel, Blutgefäß, Periost, Gelenk usw.).
- Viszeraler Schmerz ist noch schwerer zu lokalisieren als Tiefenschmerz; seine Grenzen sind verschwommen. Er wird durch Torsion, krampfartige Kontraktion, Durchblutungsstörung oder Entzündung der inneren Organe verursacht.
Die Einteilung der Schmerzen nach Gewebetyp und organischem Erscheinungsbild:
- von der Haut ausgehender Schmerz
- Muskelschmerz
- Gelenkschmerz (in entzündlicher Form verschwindet er nicht in Ruhe, in mechanischer Form hört er in Ruhestellung auf)
- Knochenschmerz
- organischer Schmerz
- Nervenschmerz und radikulärer Schmerz
- Kopfschmerzen
- sogenannte Trigger-Punkte (kleine, klar abgegrenzte, hochsensible Bereiche in Haut, Muskel oder Bindegewebe)
Methoden der Schmerzlinderung
Das Schmerzempfinden muss ernst genommen werden, denn es ist ein Signal deines Körpers, das darauf hinweist, dass „etwas nicht in Ordnung ist“. Bevor du mit der Schmerzlinderung beginnst, muss die Ursache des Schmerzes festgestellt werden!
Bei Schmerzen unbekannter Ursache kann die Anwendung von Schmerzmitteln gefährlich sein, weil du damit das eigentliche Problem überdeckst, das später in schwerer Form wieder auftreten kann.
Wenn die Ursache bekannt ist, kannst du den Schmerz auf verschiedene Weisen lindern: mit Medikamenten (häufige Einnahme ist jedoch oft mit Nebenwirkungen verbunden), mit Anästhesie, neurochirurgischen Eingriffen, Akupunktur, psychologischen Methoden und physikalischen Therapien. In diesem Beitrag beschäftige ich mich mit letzterem (mehr über den Unterschied zwischen Physiotherapie und physikalischer Therapie kannst du hier lesen).
Bei akuten Schmerzen wende die folgenden physikaltherapeutischen Methoden an:
- Kälte – Wärmetherapie
- TENS (Nervenstimulation) Behandlung
- MENS (Mikrostrom‑Nervenstimulation) Behandlung
- Ultraschallbehandlung (pulsierend, in niedriger Dosis)
- Softlaser-Behandlung
Bei chronischen Schmerzen kommen folgende Maßnahmen in Frage:
- TENS (Nervenstimulation) Behandlung
- MENS (Mikrostrom‑Nervenstimulation) Behandlung
- Softlaser-Behandlung
- Ultraschallbehandlung (im Dauerbetrieb)
- Iontophorese
- Magnettherapie
- Infrarot-Lichttherapie
- Wärmetherapie
Die Behandlungen kannst du mithilfe moderner medizintechnischer Geräte bereits zu Hause einfach und sicher durchführen. In einem früheren Artikel habe ich über die medizintechnischen Geräte für zu Hause und die wichtigsten dabei zu beachtenden Punkte geschrieben.