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Strahlentherapie (Radiotherapie) und Lymphödem-Risiko

Strahlentherapie (Radiotherapie) und Lymphödem-Risiko

Die Strahlentherapie – auch Radiotherapie genannt – ist eine der zentralen Behandlungsmethoden bei Krebserkrankungen. Sie schädigt die DNA von Tumorzellen durch hochenergetische ionisierende Strahlung und verhindert so deren Teilung und Wachstum. Die moderne Radiotherapie arbeitet sehr präzise: Die Bestrahlung wird auf das Zielgebiet konzentriert, während umliegendes gesundes Gewebe möglichst geschont wird. Dies wird durch bildgebende Verfahren (CT, MRT), 3D-Planung und intensitätsmodulierte Bestrahlungstechniken (IMRT, VMAT) erreicht.

Tumore
Dr. Zátrok Zsolt
Dr. Zátrok Zsolt

Definition Was ist Strahlentherapie (Radiotherapie)?

Die Strahlentherapie – auch Radiotherapie genannt – ist eine der zentralen Behandlungsoptionen bei Krebserkrankungen. Sie schädigt die DNA der Tumorzellen durch hochenergetische ionisierende Strahlung und verhindert damit deren Teilung und Wachstum. Die moderne Radiotherapie arbeitet sehr präzise: Die Bestrahlung wird auf das Zielgebiet fokussiert, während das umliegende gesunde Gewebe möglichst geschont wird. Dies wird durch bildgebende Verfahren (CT, MRT), 3D-Planung und intensitätsmodulierte Bestrahlungstechniken (IMRT, VMAT) ermöglicht.

Die Radiotherapie ist neben Operation und medikamentöser Therapie (Chemotherapie, zielgerichtete biologischen Therapien, Immuntherapie, Hormontherapie) einer der drei Hauptpfeiler der Tumortherapie. Weltweit erhält mehr als die Hälfte der onkologischen Patienten in irgendeiner Form eine Strahlentherapie.

Kernaussage Kernaussage

Die Strahlentherapie kann Leben retten, sie kann jedoch als Nebenwirkung – insbesondere bei Bestrahlung der Lymphregionen – ein chronisches Lymphödem verursachen. Dieses Risiko kann noch Jahre nach der Behandlung bestehen. Deshalb sollten bestrahlene Patientinnen und Patienten langfristig auf Schwellungszeichen an Arm, Bein oder Hals achten und bei Auffälligkeiten rechtzeitig Fachärztinnen oder Fachärzte aufsuchen.

Wann wird die Radiotherapie eingesetzt?

Die Strahlentherapie kommt im Rahmen eines onkologischen Behandlungsplans in drei Hauptsituationen zum Einsatz:

  • Kurativ (heilend): zur vollständigen Eliminierung des Tumors, oft als Alternative oder Ergänzung zur Operation. Typische Beispiele: Brustkrebs, Prostatakrebs, Gebärmutterhalskrebs, Kopf-Hals-Tumoren.
  • Adjuvant (ergänzend): nach einer Operation zur Zerstörung verbliebener mikroskopischer Tumorzellen und zur Verringerung des Rückfallrisikos.
  • Palliativ (symptomatisch): bei fortgeschrittener, nicht heilbarer Erkrankung zur Linderung von Schmerzen, Blutungen oder anderen Symptomen.

Für das Risiko eines Lymphödems ist entscheidend, ob die bestrahlte Region die regionalen Lymphgebiete betrifft. Bei der Brustkrebsbehandlung wird beispielsweise häufig die axilläre (hormonale) Lymphregion mitbehandelt, was ein Haupt-Risikofaktor für ein Armlympödem (BCRL) ist. Ähnlich erhöht die Bestrahlung der kleinen Beckenregion (z. B. bei Gebärmutterhals- oder Prostatakrebs) das Risiko für ein Lymphödem der unteren Extremität, und die Bestrahlung von Kopf-Hals-Tumoren kann zu Lymphödemen im Hals- und Gesichtsbereich führen.

Strahlentherapie und das Risiko für Lymphödem

Die Strahlentherapie erhöht das Risiko für die Entstehung eines Lymphödems, weil die ionisierende Strahlung nicht nur Tumorzellen, sondern auch die umliegenden Lymphgefäße und Lymphknoten schädigen kann. Zu den durch Strahlung verursachten Veränderungen gehören:

  • Akute Entzündung im behandelten Gebiet, die sich über Wochen bis Monate in subakute und chronische Prozesse wandeln kann.
  • Strahlenfibrose – durch narbige Umwandlung des Bindegewebes kann es zur Verengung oder zum Verschluss des Lumen der Lymphgefäße kommen.
  • Schädigung der Lymphknoten – die Funktion der in der bestrahlten Region liegenden Lymphknoten kann vermindert oder aufgehoben werden.
  • Mikrovaskuläre Schäden – das Endothel der kleinen Blut- und Lymphgefäße wird verletzt, was den Flüssigkeitsaustausch langfristig beeinträchtigt.

Wichtig ist, dass ein Lymphödem nach Strahlentherapie noch Jahre später auftreten kann. In der klinischen Praxis zeigen etwa ein Drittel der Patientinnen und Patienten Symptome innerhalb von 2–5 Jahren, aber es können auch 10–15 Jahre zwischen Behandlung und Ödemauftreten vergehen. Dieses „späte Lymphödem" ist besonders problematisch, weil Betroffene die Symptome oft nicht mehr mit der früheren onkologischen Behandlung in Verbindung bringen und daher spät ärztliche Hilfe suchen.

Die Funktionsweise des Lymphsystems und die Folgen einer Schädigung werden ausführlich im Leitfaden Nyiroködéma – formái, okai és stádiumai beschrieben.

Brustkrebs-assoziiertes Armlympödem (BCRL) – das häufigste strahlungsassoziierte Lymphödem

Das nach Brustkrebs auftretende Armlympödem (BCRL, breast cancer-related lymphedema) ist die am häufigsten vorkommende und klinisch am besten untersuchte Form des strahlungsassoziierten Lymphödems. 20–30 % der Brustkrebspatientinnen entwickeln im Laufe ihres Lebens ein BCRL – das Risiko ist besonders hoch bei Patientinnen, die:

  • eine umfangreiche axilläre Lymphknotenentfernung (axilläre Lymphadendektomie) hatten,
  • in der Axilla oder der Supraklavikularregion mitbestrahlt wurden,
  • wiederholt lokale Infektionen (z. B. Erysipel) am operierten Arm hatten,
  • ein höheres Body-Mass-Index (BMI) aufweisen,
  • direkt nach der Operation auch eine Chemotherapie erhalten haben.

Die gute Nachricht: Ein erheblicher Anteil des Risikos ist vermeidbar. Die moderne klinische Praxis bevorzugt die Sentinel-Lymphknoten-Entfernung (statt einer kompletten axillären Dissektion, wenn indiziert), und die postoperativ prophylaktische pneumatische Kompression reduziert das Auftreten von BCRL signifikant.

Su und Kollegen (2025) – Metaanalyse zur BCRL-Prävention, 1397 Patientinnen

Aus der Zusammenführung von 14 randomisierten klinischen Studien geht hervor, dass pneumatische Kompression das Auftreten eines postoperativen Lymphödems nach Brustkrebs signifikant reduziert (RR=0,36; 95% CI 0,22–0,58). Optimales Protokoll: ≤40 mmHg Druck, >2 Wochen Behandlung, möglichst begonnen ≤24 Monate nach der Operation. Früherkennung und prophylaktische IPC sind damit klinisch gut belegte Maßnahmen.1

Donahue und Kollegen (2023) – Review zu Prävention und Behandlung von BCRL

Die moderne Versorgung von BCRL ist mehrsäulenhaft: Sentinel-Lymphknoten-Entfernung als Standard, Früherkennung mit Maßband und Bioimpedanz, Komplexe Entstauungstherapie (CDT), pneumatische Kompression, Low-Level-Lasertherapie (LLLT) sowie zunehmende Anwendung mikrochirurgischer Techniken (LVA, VLNT). Patientenaufklärung und langfristige Nachsorge sind genauso wichtig wie die physikalischen Maßnahmen.2

Andere strahlungsassoziierte Lymphödeme

Obwohl BCRL die häufigste und bestuntersuchte Form ist, kann Strahlentherapie in anderen anatomischen Regionen ebenfalls Lymphödeme verursachen:

  • Kopf-Hals-Lymphödem: Nach Behandlung von Kopf-Hals-Tumoren (Mund, Rachen, Kehlkopf, Zunge) können Gesicht, Hals und Kinnregion anschwellen. Klinische Studien belegen die Wirksamkeit von häuslichen pneumatischen Kompressionsgeräten (APCD) auch in diesem Bereich.
  • Unteres Extremitäten-Lymphödem nach kleinen Becken-Tumoren: Die Bestrahlung pelviner Lymphregionen bei Gebärmutterhals-, Prostata- oder Endometriumkarzinom kann zu chronischen Schwellungen der Beine führen.
  • Genitale Lymphödeme: Bei pelviner Bestrahlung kann seltener auch eine Schwellung des Hodensacks oder der Vulva auftreten.
  • Peritoneale und abdominale Lymphödeme: Nach ausgedehnter abdominaler oder retroperitonealer Bestrahlung können sich Lymphödeme als Chyloperitoneum (Ansammlung von Chylus) manifestieren.

Ridner und Kollegen (2020) – APCD bei Kopf-Hals-Lymphödem RCT, 49 Patientinnen/Patienten

Bei Patientinnen und Patienten mit Kopf-Hals-Tumoren erwies sich der Einsatz eines Advanced Pneumatic Compression Device (APCD) als sichere und zu Hause durchführbare Therapie. Sichtbares Ödem und das empfundene Kontrollgefühl verbesserten sich. APCD kann eine Alternative zur CDT sein, wenn manuelle Therapie durch geschultes Personal nicht verfügbar ist.3

Strahlentherapie: Vorbereitung und Ablauf der Behandlung

Die Planung und Durchführung einer Strahlentherapie ist ein mehrstufiger Prozess, der in der Regel mit einer 1–2-wöchigen Vorbereitungsphase beginnt:

  1. Beratung beim Radioonkologen. Festlegung von Tumortyp, Ausdehnung und den patientenspezifischen Therapiezielen. Durchsicht der Voruntersuchungen (CT, MRT, PET-CT).
  2. Planungs-CT (Simulations-CT). Bildgebung in der exakten Behandlungsposition (inkl. Immobilisationshilfen) zur Planung des Bestrahlungsfeldes.
  3. 3D-Planung. Strahlentherapiephysiker und Onkologe legen auf Basis computergestützter Planung Dosis und Feldanordnung fest.
  4. Behandlungssitzungen. Bei konventioneller Fraktionierung meist eine Sitzung pro Tag an fünf Tagen pro Woche. Sitzungsdauer 10–30 Minuten, ambulantes Vorgehen.

Die Gesamtdauer der Behandlung variiert nach Tumorart zwischen etwa 3 und 8 Wochen. Die adjuvante Bestrahlung bei Brustkrebs dauert typischerweise 5–6 Wochen, pelvine Bestrahlung 7–8 Wochen, hypofraktionierte Protokolle können 1–3 Wochen umfassen.

Was ist zu erwarten? Nebenwirkungen und Lymphödem-Risiko

Die Nebenwirkungen der Strahlentherapie lassen sich in akute (während und direkt nach der Behandlung) und späte (Monate bis Jahre danach) Effekte unterteilen. Lymphödeme gehören typischerweise zu den späten Nebenwirkungen.

Akute Nebenwirkungen (Wochen):

  • Rötung, Abschuppung, erhöhte Empfindlichkeit der behandelten Haut,
  • Müdigkeit, allgemeine Erschöpfung,
  • Übelkeit (bei abdominaler oder pelviner Bestrahlung),
  • Mukositis (Schleimhautentzündungen im Mund, Bronchien, Harnblase, Rektum je nach Zielgebiet),
  • akute Lymphstauung im behandelten Bereich (meist vorübergehend).

Späte Nebenwirkungen (Monate–Jahre):

  • Chronisches Lymphödem in der bestrahlten Lymphregion,
  • Strahlenfibrose (narbige Veränderung des Bindegewebes) im behandelten Gebiet,
  • Hautveränderungen (Atrophie, Teleangiektasien),
  • Organfunktionsstörungen abhängig vom Zielgebiet (z. B. kardiotoxische Effekte bei linksseitiger Brustbestrahlung, pulmonale Fibrose bei peripherer Lungenbestrahlung).

Maßnahmen während und unmittelbar nach der Behandlung können das Lymphödemrisiko reduzieren. Frühe Mobilisation, Schonung der behandelten Extremität vor Verletzungen und Infektionen sowie prophylaktische Kompressionsbekleidung werden empfohlen – nach Absprache mit der behandelnden Ärztin bzw. dem behandelnden Arzt.

Wie lässt sich das Risiko eines strahlungsassoziierten Lymphödems reduzieren?

Früherkennung und präventive Maßnahmen sind entscheidend, damit bestrahlte Patientinnen und Patienten kein chronisches Lymphödem entwickeln oder ein bestehendes Lymphödem nicht progrediert. Die folgende sechsschrittige, evidenzbasierte Vorgehensweise wird empfohlen:

  1. Früherkennung. Regelmäßige Messung der betroffenen Extremität mit Maßband oder Bioimpedanz an denselben Messpunkten, idealerweise bereits während der Behandlung. Ein Umfangsunterschied >2 cm oder eine steigende Bioimpedanz gilt als frühe Warnung.
  2. Prophylaktische Kompressionsbekleidung. Individuell angepasste Kompressionsstrümpfe bzw. -ärmel der Kompressionsklasse II (23–32 mmHg) während und nach der Strahlentherapie, nach ärztlicher Absprache.
  3. Prophylaktische pneumatische Kompression. Nach der Metaanalyse von Su 2025: ≤40 mmHg, >2 Wochen, begonnen möglichst ≤24 Monate nach Operation/Bestrahlung. Zu Hause mit Geräten wie dem Power Q umsetzbar.
  4. Frühe komplexe Entstauungstherapie (CDT). Bei Auftreten von Schwellungen zeitnahe fachärztliche Konsultation (Lymphologe, Lymphtherapeut) und Einleitung von CDT.
  5. Lebensstilregulation. Vermeidung tiefer Verletzungen, Stiche, Blutentnahmen und Blutdruckmessungen an der bestrahlten Extremität. Ausreichende Flüssigkeitszufuhr, mäßige Natriumzufuhr.
  6. Langfristige fachärztliche Nachsorge. Neben onkologischen Kontrollen jährliche lymphologische Untersuchungen – auch ohne Beschwerden, da späte Lymphödeme erst 5–10 Jahre nach der Behandlung auftreten können.

Praktische häusliche Protokolle – Kompression, IPC, Selbstmassage, Bewegung – sind im Leitfaden Nyiroködéma kezelése otthon detailliert beschrieben. Zur Auswahl des passenden Geräts hilft die Seite Nyirokmasszázs gép – multi-indikáció hub, und die Unterschiede zwischen manueller und maschineller Lymphdrainage erläutert der Leitfaden Nyirokdrenázs – kézi és gépi nyirokmasszázs.

Ergebnisse und Langzeit-Nachsorge

Die Ergebnisse moderner Radiotherapie sind je nach Tumorart exzellent: Brustkrebs kann lokal effektiv behandelt werden, die 5-Jahres-Überlebensraten bei Kopf-Hals-Tumoren haben sich deutlich verbessert, und die kurativen Ergebnisse bei pelvinen Tumoren verbessern sich ebenfalls stetig. Die Behandlung rettet also Leben.

Die Langzeitlebensqualität hängt jedoch nicht nur vom tumorfreiem Überleben ab, sondern auch vom Management therapieassoziierter Nebenwirkungen – einschließlich chronischer Lymphödeme. Die gute Nachricht ist, dass Komplexe Entstauungstherapie, häusliche pneumatische Kompression und moderne mikrochirurgische Rekonstruktionen (LVA, VLNT) zusammen ermöglichen, dass bestrahlte Patientinnen und Patienten langfristig eine gute Lebensqualität erhalten können.

Eine Übersicht operativer Rekonstruktionsmöglichkeiten findet sich im Leitfaden Nyirokrekonstrukciós műtét – típusok és indikációk, und eine persönliche Perspektive aus der klinischen Praxis im Interview mit Dr. Mohos Balázs.

Tiefere Leitfäden zum Thema

Die zu Strahlentherapie und Lymphödem gehörenden Leitfäden im Cluster:

  • Nyiroködéma – formái, okai és stádiumai – Pillar-Leitfaden
  • Nyiroködéma kezelése otthon – konservative Behandlungsprotokolle
  • Nyirokdrenázs – kézi és gépi nyirokmasszázs – physikalische Methoden
  • Nyirokrekonstrukciós műtét – chirurgische Übersicht
  • Interview mit Dr. Mohos Balázs – fachärztliche Meinung
  • Nyirokmasszázs gép – multi-indikáció hub – Geräteauswahl
  • Nyirokmasszázs gép – mire való, hogyan válassz? – technische Anleitung

Demnächst verfügbare Leitfäden:

  • BCRL (Brustkrebs-assoziiertes Armlympödem) – detaillierte klinische Versorgung (in Vorbereitung)
  • Stadien des Lymphödems (ISL 0–3) – stadienspezifischer Leitfaden (in Vorbereitung)

Warnung Worauf sollten Sie während und nach der Strahlentherapie achten?

Im bestrahlten Gebiet können Zustände auftreten, die einer ärztlichen Abklärung bedürfen. Die folgenden Warnzeichen rechtfertigen eine fachärztliche Konsultation:

Warnzeichen

  • Plötzlich auftretende Schwellung an der behandelten Seite – auch Jahre nach der Strahlentherapie. Eine frühzeitige fachärztliche Abklärung kann das Risiko eines chronischen Lymphödems deutlich verringern.
  • Akute Hautinfektion (Erysipel, Zellulitis) in der bestrahlten Region – erfordert eine dringende antibiotische Behandlung.
  • Anhaltende Hautveränderungen – Fibrose, Atrophie, Teleangiektasien. Konsultation eines Dermatologen empfohlen.
  • Neue oder sich verschlechternde Beschwerden im Zielgebiet – Schmerzen, Funktionsverlust. Onkologische Kontrolle zur Abklärung eines Rezidivs notwendig.
  • Eigenständige Anwendung pneumatischer Kompression bei aktiver Malignität – nur nach Zustimmung des Onkologen; bei Tumoraktivität oder bestrahlter Region individuell abwägen.

Info Wichtige Information

Bestrahlte Patientinnen und Patienten sollten die Einleitung von prophylaktischer Kompression und pneumatischer Kompression immer mit dem Radioonkologen und/oder einem Lymphologen absprechen. Häusliche IPC wird während der Strahlentherapie und unmittelbar danach (bei akuter Dermatitis) in der Regel pausiert.

FAQ Häufig gestellte Fragen

In der klinischen Praxis treten bei etwa einem Drittel der Patientinnen und Patienten die Symptome innerhalb von 2–5 Jahren nach der Strahlentherapie auf. Späte Lymphödeme können jedoch auch 10–15 Jahre später entstehen – daher ist die langfristige fachärztliche Nachsorge für bestrahlte Personen besonders wichtig. Regelmäßige Messungen zu Hause (Maßband oder Bioimpedanz) erleichtern die Früherkennung.

Teilweise ja. Die moderne klinische Praxis – Sentinel-Lymphknotenentfernung statt kompletter axillärer Dissektion, prophylaktische pneumatische Kompression, Früherkennung mittels Maßband oder Bioimpedanz und Patientenaufklärung – reduziert das Risiko deutlich. Die Metaanalyse von Su (2025) zeigt, dass prophylaktische IPC das Auftreten von BCRL mit einem RR von 0,36 reduziert. Eine vollständige Vermeidung lässt sich jedoch nicht garantieren.

Während der aktiven Strahlentherapie wird pneumatische Kompression im behandelten Gebiet meist nicht empfohlen, da eine akute Strahlen-Dermatitis die Haut empfindlich macht. Regionen außerhalb des Bestrahlungsfeldes (z. B. der gegenüberliegende Arm bei linksseitiger Brustbestrahlung oder die Beine) können in der Regel behandelt werden. Das konkrete Vorgehen sollte immer mit dem Radioonkologen und Ihrem behandelnden Arzt abgestimmt werden.

Messen Sie den Umfang der Extremität an denselben Punkten zur gleichen Tageszeit (z. B. 10 cm ober- und unterhalb der Ellenbogenbeuge) und vergleichen Sie mit der Gegenseite. Ein Unterschied von mehr als 2 cm oder eine zunehmende Tendenz erfordert fachärztliche Abklärung. Wenden Sie sich an Ihren Radioonkologen oder an einen Lymphologen. Früherkennung und Einleitung von CDT verringern die Schwere des entstehenden Lymphödems deutlich.

Die Haut am bestrahlten Arm ist empfindlicher und anfälliger für Infektionen. Empfehlungen: Vermeiden Sie Blutentnahmen und Blutdruckmessungen am bestrahlten Arm, tragen Sie beim Gärtnern und bei Hausarbeiten Handschuhe, cremen Sie die Haut täglich ein, behandeln Sie kleine Verletzungen sofort antiseptisch und informieren Sie Zahnarzt/Manikürist über die Bestrahlung, damit diese vorsichtig arbeiten. Bei Rötung, Erwärmung oder Schmerzen sofort ärztliche Abklärung (möglicherweise Erysipel).

Ja. Moderne mikrochirurgische Techniken wie Lymphovenöse Anastomose (LVA) und vaskularisierte Lymphknoten-Transplantation (VLNT) können auch bei strahlungsbedingtem chronischem Lymphödem zu einer deutlichen Besserung führen. Die geeignete Indikation erfordert meist ein passendes Stadium (oft Stadium II), eine motivierte Patientin bzw. einen motivierten Patienten und einen erfahrenen Mikrochirurgen. Details finden Sie im Leitfaden Nyirokrekonstrukciós műtét.

Zusammenfassung Zusammenfassung – Strahlentherapie und Lymphödem kurz gefasst

Was ist Strahlentherapie? Einer der Hauptpfeiler der Tumortherapie, der Tumorzellen durch hochenergetische ionisierende Strahlung schädigt. Lebensrettende Therapie, aber regionale Lymphgebiete können als Nebenwirkung geschädigt werden.
Wie hängt das mit Lymphödem zusammen? Die Strahlung verursacht chronische Schädigung von Lymphgefäßen und Lymphknoten, was zu sekundärem Lymphödem führen kann – am häufigsten als BCRL (Brustkrebs-assoziiertes Lymphödem), aber auch in Kopf-Hals- und Beinregionen.
Ist es vermeidbar? Teilweise ja: Sentinel-Lymphknoten-Entfernung, prophylaktische pneumatische Kompression (Su 2025: RR=0,36), Früherkennung mit Maßband und Schutz der bestrahlten Extremität vor Verletzungen und Infektionen.
Kernaussage: Strahlentherapie rettet Leben, das Lymphödemrisiko bleibt jedoch langfristig bestehen. Früherkennung und evidenzbasierte häusliche Maßnahmen (Kompression, IPC, Bewegung) können die Lebensqualität langfristig deutlich verbessern.
Nächster Schritt: Nyiroködéma kezelése otthon – részletes napi rutin →

Quellen

  1. Su L, Huang H, Tong Y, und Kollegen (2025). Intermittent pneumatic compression devices for the prevention and treatment of breast cancer-related lymphedema – a systematic review and meta-analysis. Supportive Care in Cancer. DOI: 10.1007/s00520-025-10159-8
  2. Donahue PMC, MacKenzie A, Filipovic A, Koelmeyer L (2023). Advances in the prevention and treatment of breast cancer-related lymphedema. Breast Cancer Research and Treatment. DOI: 10.1007/s10549-023-06947-7
  3. Ridner SH, Dietrich MS, Deng J, Ettema SL, Murphy B (2020). Advanced pneumatic compression for treatment of lymphedema of the head and neck: a randomized wait-list controlled trial. Supportive Care in Cancer. DOI: 10.1007/s00520-020-05540-8
Dr. Zátrok Zsolt

Dr. Zátrok Zsolt

Arzt, Medizintechnologie-Experte, Blogger

Die in diesem Artikel enthaltenen Informationen dienen der allgemeinen Information und ersetzen keine radioonkologische oder fachärztliche Beratung. Zur Prävention und Behandlung von Nebenwirkungen der Strahlentherapie ist ein individualisierter ärztlicher Behandlungsplan erforderlich. Bei neuen Beschwerden, zunehmender Schwellung, Schmerzen oder Hautveränderungen konsultieren Sie Ihre behandelnde Ärztin bzw. Ihren behandelnden Arzt.

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