Ursachen, Symptome und Beseitigung des Tech-Back
Mit dem Vormarsch der Technologie treten auch solche bis dato kaum gesehenen Gesundheitsprobleme auf, die dir den Alltag gründlich zur Qual machen können. Auffällig wird zunehmend unter Jüngeren der charakteristisch gekrümmte Rücken. Der Zustand hat sogar schon einen Namen: „Tech-Back“. Englische Muttersprachler wissen, wie treffend diese Bezeichnung ist; auf Deutsch könnten Ausdrücke wie Programmierer-Rücken oder Administrator-Rücken passend sein. Die Erscheinung wird durch schlechte Haltung am Arbeitsplatz, ständiges Arbeiten am Computer und das Dauerstarren aufs Handy verursacht – die dadurch entstehenden Beschwerden können sehr unangenehm sein.
Symptome des Tech-Back
In der entwickelten Welt gehört quälender Nacken- und Rückenschmerz heute zu den häufigsten Gründen, einen Arzt aufzusuchen.
Anfangs macht sich nur eine Verspannung im Nacken- und Schulterbereich bemerkbar. Meist ist sie morgens nicht oder nur leicht vorhanden, wird im Laufe des Tages aber allmählich stärker und ist abends am unangenehmsten. Mit der Zeit verschwindet der Schmerz nicht mehr, er wird chronisch.
Die natürliche Krümmung der Hals- und Brustwirbelsäule verändert sich langsam, verformt sich und es entsteht der typische „Witwenbuckel“.

Ursachen des Tech-Back
Die Verformung der Wirbelsäule geschieht natürlich nicht über Nacht, sie braucht Zeit.
Ursache ist der moderne Lebensstil. Den ganzen Tag sitzt du vor Bildschirmen und nutzt ständig dein Handy. Deine Haltung ist weit entfernt von der natürlichen. Du betreibst keine körperliche Aktivität (der Weg von der Wohnung zur Schule oder Arbeit ist kein Ersatz für Bewegung).
Dein Körper strebt nach Gleichgewicht und passt seine Funktion an das an, was du tust. Wenn du den ganzen Tag sitzt, denkt er sich: „Schau mal! Das nutzt seine Muskeln nicht! Wenn er sie nicht braucht, warum soll ich sie erhalten?" Und er beginnt sie abzubauen, zu verkleinern.
Wenn du etwas nicht regelmäßig benutzt, nimmt dein Körper es „aus dem Fokus“. Wenn du deine Muskeln nicht nutzt, investiert der Körper keine Energie in Aufbau und Erhalt der Muskulatur.
Für die Entstehung des sogenannten Facebook- bzw. Tech-Backs führen also Muskelschwäche und die ständige nach-vorne-gerichtete Blickhaltung zum Bildschirm.
Die Nackenmuskulatur, der Trapezmuskel und die obereren Rückenmuskeln werden schwächer. Demgegenüber werden die Muskeln auf der Brustseite steifer.
Die verspannten, steifen Muskeln ziehen Kopf und Schultern nach vorn und unten – die schwache Nacken- und Rückenmuskulatur kann dem nicht entgegenhalten. Für deine ziehenden Schmerzen ist primär die Überbelastung der Halsmuskulatur verantwortlich.

Wenn du nichts änderst, dann glättet sich innerhalb weniger Monate die Halswirbelsäulenkrümmung, die Brustwirbelsäule betont sich stärker und der charakteristische Witwenbuckel entsteht.
Was kannst du dagegen tun?
Das Erste und Wichtigste: Beweg dich mehr!
Das bedeutet regelmäßige tägliche körperliche Aktivität. Am besten nimmst du dir 40–50 Minuten oder mehr Zeit, um deine Gesundheit zu erhalten oder wiederherzustellen.
Die besten Methoden zur Prävention sind verschiedene Formen von Gymnastik. Yoga, Übungen mit dem eigenen Körpergewicht oder ein gezieltes Training im Fitnessstudio sind geeignet. Vernachlässige dabei auch dein Herz-Kreislauf-System nicht. Wenn möglich, geh zu Fuß, statt öffentliche Verkehrsmittel zu nutzen. Nimm die Treppe statt des Aufzugs. Gehe regelmäßig spazieren, laufe oder fahre Fahrrad.
Durch Bewegung signalisiert dein Körper: „Schau mal! Er nutzt seinen Körper! Ich muss seine Muskeln stärken!"
Durch Bewegung und gezielte Gymnastik nimmt die Spannung der Brustmuskulatur ab, die Rückenmuskulatur wird stärker und zieht deine Schultern wieder in die richtige Position. Deine Wirbelsäule gewinnt ihre natürliche Krümmung zurück und deine Beschwerden lösen sich auf.
Das braucht natürlich Zeit und regelmäßige Bewegung. Wenn du einmal fünf Liegestütze machst, darfst du keine Verbesserung erwarten.
Wann solltest du einen Muskelstimulator verwenden?
Wenn du das Training zu lange vernachlässigt hast und deine Beschwerden stark sind, kann plötzlicher Trainingsbeginn die Schmerzen sogar verstärken.
Wenn du es so weit hast kommen lassen, benutze für ein paar Wochen einen Muskelstimulator. Das verschlechtert deine Beschwerden keinesfalls, ist aber sehr wirksam, um die Muskulatur zu stärken!
Vorne und hinten ist eine unterschiedliche Behandlung nötig! An der Brustmuskulatur sollte Spannungsabbau erfolgen, am Nacken, am Trapez und an den oberen Rückenmuskeln muss eine muskelstärkende Muskelstimulation durchgeführt werden.
Bereits in der dritten Woche wirst du die positive Wirkung spüren, und nach 2–3 Monaten kannst du ein Niveau erreichen, bei dem du schmerzfrei und risikoarm mit aktiver Gymnastik beginnen kannst.
Danach sollte das Training die Rolle des Geräts übernehmen.
Wenn du das Gerät nicht nutzt und deine Muskelkraft durch Training nicht verbesserst, worauf erwartest du dann eine Veränderung? Auf Tabletten? Nun ja... wenn du ein paar nimmst, wird es zwar zu Veränderungen kommen — aber bald werden dich auch Nebenwirkungen der Medikamente quälen. Und da kein einziges Medikament deine Muskeln stärkt, werden sich deine Beschwerden dadurch nicht bessern!
Geeignete Geräte
Wähle ein Gerät, das medizinische Muskelstimulation bietet. Es sollte Programme sowohl zur Lösung von Muskelverspannungen als auch zur Wiedererlangung der Muskelkraft haben.
Das einfachste derartigen Geräte ist das Rehalito Multifunktionsgerät. Es ist ein Einstiegsgerät zu einem günstigen Preis. Es ist 2 Kanäle, sodass du jeweils nur deinen Nacken behandeln kannst. Danach folgt der obere Rücken und schließlich die Brustmuskulatur. Die getrennte Behandlung der drei Bereiche nimmt täglich fast 2 Stunden in Anspruch.
Mit einem 4 Kanäle Gerät kann ein größeres Gebiet behandelt werden, sodass die Behandlungszeit auf 35–40 Minuten reduziert werden kann. Solche Geräte sind das MyoBravo und das Elite Multifunktionsgerät.
So wie du nicht durch eine einzige Trainingseinheit stärker wirst, so bewirkt auch eine einzelne Stimulationsbehandlung nichts!
Du weißt natürlich, dass regelmäßiges Training die Muskeln garantiert stärkt. Genauso hilft dir dein Gerät nur bei regelmäßiger und konsequenter Anwendung – aber wenn du es nutzt, dann wirkt es zuverlässig.