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Theoretische Grundlagen der Muskelstimulation, nicht nur für Sportler

Bei der Muskelstimulation werden elektrische Impulse auf die Muskeln angewendet, damit sie sich zusammenziehen. Obwohl hinter der Muskelreizung ernste physiologische Grundlagen stehen, ist das Wesentliche relativ leicht zu verstehen. Ziel ist es, den Muskel nicht nur dann arbeiten zu lassen, wenn das zentrale Nervensystem (Gehirn, Rückenmark) den Befehl gibt, sondern ihn auch künstlich zur Aktivität zu bringen.

Die Muskelstimulation (auch elektrische Muskelreizung, EMS – die Abkürzung des englischen Begriffs Electrical Muscle Stimulation) ist eine Technik, bei der elektrische Impulse auf die Muskeln appliziert werden, um Kontraktionen hervorzurufen. Obwohl hinter der Muskelreizung komplexe physiologische Mechanismen stehen, lässt sich das Grundprinzip relativ leicht erfassen. Ziel ist es, den Muskel nicht nur dann arbeiten zu lassen, wenn das zentrale Nervensystem (Gehirn, Rückenmark) den Auftrag gibt, sondern ihn auch künstlich zur Aktivität zu bewegen.

Diese Methode ist nicht neu. Bereits in den 1960er Jahren wurde sie im russischen Spitzenleistungssport eingesetzt, später spielte sie zunehmend in der Rehabilitation und bei der Leistungssteigerung im Sport eine Rolle und in jüngerer Zeit auch in der privaten Nutzung zu Hause.

Aber was geschieht dabei eigentlich in den Muskeln? Welche physiologischen Reaktionen lösen unterschiedliche Frequenzen aus? Und warum ist es wichtig, genau zu verstehen, wie das Ganze funktioniert?

Was bedeutet es, wenn sich ein Muskel zusammenzieht?

Bevor wir tiefer in die Details der elektrischen Stimulation einsteigen, lohnt es sich zu klären, wie Muskeln funktionieren.

Die Muskeln des menschlichen Körpers bestehen aus winzigen "Fasern", den sogenannten Muskelfasern. Diese werden vom Nervensystem gesteuert: Wenn das Gehirn beschließt, einen Körperteil zu bewegen, sendet es ein elektrisches Signal an den entsprechenden Muskel, der als Reaktion kontrahiert. Diese Kontraktion erzeugt die Bewegung.

Bei der Muskelstimulation wird dieser Prozess vom Gerät imitiert. Durch die Elektroden gesendete elektrische Impulse bewirken, dass der Muskel keinen Unterschied macht: Er reagiert so, als käme der Befehl aus dem Gehirn. Dieser Vorgang ist vollkommen sicher und kann bei richtiger Anwendung für verschiedene Zwecke sehr effektiv sein.

Arten von Muskelfasern und ihre Funktion

In unserem Körper gibt es verschiedene Typen von Muskelfasern.

Langsam kontrahierende Fasern (Typ I) – Diese Fasern sind für die Ausdauer der Muskulatur verantwortlich. Sie sind in der Lage, über längere Zeit mit geringer Intensität zu arbeiten, zum Beispiel beim Gehen oder zur Haltung. Sie verbrauchen viel Sauerstoff und ermüden vergleichsweise langsam.

Schnell kontrahierende Fasern (Typ II) – Diese Fasern werden aktiviert, wenn kraftvolle, explosive Anstrengung gefordert ist, etwa beim Sprint oder beim Heben schwerer Lasten. Sie erzeugen hohe Kraft über kurze Zeiträume, ermüden aber schnell.

Einer der großen Vorteile von EMS (und ein Hauptunterschied zum herkömmlichen Training) besteht darin, dass während der Stimulation bestimmte Muskelfasertypen zielgerichtet aktiviert werden können – abhängig von der gewählten Frequenz. Durch die Frequenzwahl kann der gewünschte Effekt genau „geplant“ werden.

Die Rolle der Frequenz in der Muskelstimulation

Eine der wichtigsten Eigenschaften der während der Stimulation eingesetzten elektrischen Impulse ist die Frequenz, gemessen in Hertz (Hz). Die Frequenz bestimmt, wie oft pro Sekunde ein Reiz den Muskel erreicht.

Das ist entscheidend, denn verschiedene Frequenzbereiche haben unterschiedliche physiologische Effekte.

1–10 Hz: Regeneration und Durchblutungsförderung

Die niedrigfrequente Stimulation zielt weniger auf Kraftsteigerung als auf die Regeneration der Muskulatur. Dabei ziehen sich die Muskeln leicht und rhythmisch zusammen, was sich fast wie eine Massage anfühlt. Dies fördert die Durchblutung, unterstützt den Abtransport von Stoffwechselendprodukten und beschleunigt die Heilung.

Dieser Frequenzbereich wird häufig zur Regeneration nach Trainingseinheiten oder zur Behandlung chronisch ermüdeter, überlasteter Muskeln verwendet.

In der muskuloskelettalen Rehabilitation spielt er ebenfalls eine wichtige Rolle, insbesondere bei Lähmungen oder Immobilisation, wenn es darauf ankommt, die Muskelaktivität aufrechtzuerhalten.

10–20 Hz: Aktivierung der Haltemuskulatur

In diesem Bereich treten etwas intensivere Kontraktionen auf, die jedoch noch relativ langsam und kontrolliert sind. Hier werden vor allem die Haltemuskeln (z. B. tiefe Rückenmuskulatur, Bauchmuskulatur) stimuliert, was besonders bei Rückenproblemen, schlechter Haltung oder bei sitzender Tätigkeit wichtig sein kann.

Diese Frequenz eignet sich besonders für die Anwendung unter physiotherapeutischer Aufsicht (Kombination aus Übungen und Stimulation), da sie hilft, eine korrekte Körperhaltung zurückzugewinnen, ohne die Gelenke übermäßig zu belasten.

20–50 Hz: Allgemeine Muskelkräftigung

Dies ist der Frequenzbereich, der bei Muskelstimulationsgeräten am häufigsten verwendet wird. Die mittlere Frequenz erzeugt kräftigere und sichtbare Muskelkontraktionen, die den Muskel zu wirklicher „Arbeit“ zwingen. In diesem Bereich kontrahieren hauptsächlich die langsameren Fasern, aber auch teils die schnellen Fasern werden mit einbezogen.

Mit dieser Stimulation ist das Ziel die Kräftigung der Muskulatur. Sie eignet sich hervorragend zur Erhöhung des Muskeltonus, zur Formung oder auch für Fälle, in denen jemand nach einer inaktiven Lebensweise seine Muskeln „wecken“ möchte oder nach einer längeren Krankheit die Kraft zurückgewinnen will.

50–100 Hz: Maximale Kraftentfaltung

Hohe Frequenzen rufen sehr intensive Muskelkontraktionen hervor. Das wirkt bereits wie ein echtes „Training“ für den Muskel und kann sogar die maximale Muskelkraft steigern.

Für Sportler kann dies eine hervorragende Ergänzung zum Krafttraining mit Gewichten sein. Es kann nützlich sein, um wichtige, aber schwer trainierbare Muskelgruppen zu entwickeln. Häufiger kommt es vor, dass nach einer Verletzung die Muskeln einer betroffenen Seite gegenüber der gesunden nachlassen – mit Stimulation kann das schnellere "Aufholen" unterstützt werden.

Die hochfrequente Stimulation darf jedoch nicht übertrieben werden! Diese Form der Stimulation ist für die Muskeln sehr belastend. Ihre Anwendung empfiehlt sich nur bei gut trainierter, gesunder Muskulatur, in kurzen Sitzungen, und nach der Behandlung muss ausreichend Erholungszeit für den Muskel eingeplant werden.

Das Henneman-Prinzip

Die neuromuskuläre Aktivierung der Muskelrekrutierung folgt dem sogenannten Henneman-Prinzip (oder Henneman size principle), das besagt, dass das Nervensystem die Muskelfasern nach ihrer Größe rekrutiert: Zuerst die kleineren, langsam kontrahierenden Fasern (Typ I), und erst bei steigendem Kraftbedarf die größeren, schnellen Fasern (Typ II).

Dies ist ein fein reguliertes, energieeffizientes System, das bei natürlichen Bewegungen stets nur die geringstmögliche Menge an Muskulatur einsetzt.

Im Gegensatz dazu kann bei der Muskelstimulation – da der elektrische Reiz nicht über das Nervensystem, sondern direkt auf den Muskel wirkt – die Reihenfolge der Rekrutierung beeinflusst werden!

Mit hohen Frequenzen können sogar gezielt die schnellen Fasern aktiviert werden!

Das ist beim Training besonders nützlich, denn so lassen sich Fasern bearbeiten, die bei natürlichen Bewegungen seltener zum Einsatz kommen. Gleichzeitig bedeutet das aber auch eine erhöhte Ermüdung, weshalb eine umsichtig geplante Anwendung erforderlich ist.

Wie sieht eine gut aufgebaute EMS-Behandlung aus?

Ein effektives Programm zur Muskelstimulation sollte aus mehreren Phasen bestehen.

Zuerst das Aufwärmen – dabei erfolgt die Stimulation mit niedriger Frequenz und geringer Intensität, um die Durchblutung zu steigern und den Muskel auf die Belastung vorzubereiten. Darauf folgt die eigentliche Arbeitsphase, in der Frequenz und Impulsdauer je nach Ziel (z. B. Kraftaufbau oder Tonuserhöhung) eingestellt werden.

Am Ende steht das Cool-down, wiederum mit niedrigerer Frequenz, um die Regeneration zu unterstützen.

Eine Behandlungsdauer pro Zyklus liegt meist zwischen 15 und 30 Minuten. Wichtig ist, die Anwendung stets dem Zustand des Körpers anzupassen: Als Anfänger genügen 2–3 Sitzungen pro Woche, später kann dies bis zu einer täglichen Anwendung gesteigert werden.

Platzierung der Elektroden – der Schlüssel zum Erfolg

Einer der Schlüsselfaktoren für die Wirksamkeit von EMS-Geräten ist die genaue Platzierung der Elektroden. Eine Elektrode wird auf der sogenannten Muskelbauchregion platziert, dort, wo der Muskel am stärksten hervortritt. Die andere Elektrode wird nahe dem Ursprungsbereich des Muskels in Faserrichtung angebracht.

So erreichen Sie, dass der elektrische Impuls möglichst effektiv entlang des Muskels verläuft und eine natürliche Kontraktion hervorruft.

Wichtig ist, dass die Elektroden sich nicht kreuzen und nicht über Gelenken positioniert werden, da dies die Wirksamkeit mindern und unangenehme Empfindungen verursachen kann.

Physiologische Reaktion – was passiert im Muskel?

Wenn der elektrische Impuls den Muskel erreicht, setzt ein Ionenaustausch über die Zellmembran ein, der die Kontraktion auslöst. Dabei verschieben sich die Proteine Aktin und Myosin gegeneinander, was zu einer mechanischen Verkürzung des Muskels führt.

Für die Energieversorgung ist das Molekül ATP verantwortlich. Dieses kann aerob (mit Sauerstoff) oder anaerob (ohne Sauerstoff) gebildet werden.

Verschiedene Muskelfasertypen nutzen Energie auf unterschiedliche Weise, was ebenfalls beeinflusst, bei welcher Frequenz sie am besten funktionieren.

Für wen ist EMS geeignet?

Die Muskelstimulation kann in vielen Bereichen angewendet werden. Besonders geeignet ist sie für:

  • Menschen mit Bewegungsmangel
  • Büroangestellte bei Haltungsproblemen
  • Sportler zur Leistungssteigerung
  • In der Rehabilitation (z. B. nach Operationen oder Verletzungen)
  • Ältere Menschen zur Erhaltung der Muskelkraft
  • Zur Regeneration nach der Geburt

Wichtig ist jedoch, dass EMS kein Wundermittel ist: Es ersetzt nicht Lebensstil, Ernährung oder Bewegung, kann diese aber wirkungsvoll ergänzen. Besonders nützlich ist es für Personen, bei denen natürliche Bewegung aus irgendeinem Grund eingeschränkt oder nicht ausreichend möglich ist.

Die Muskelstimulation ist ein modernes, gut steuerbares Verfahren zur Verbesserung, Erhaltung oder Wiederherstellung der Muskelfunktion. Die Wahl der Frequenz ist dabei zentral – sie bestimmt, welche Muskelfasern aktiviert werden und welche physiologischen Effekte erzielt werden. Bei sachgemäßer Anwendung kann EMS die muskuloskelettale Gesundheit unterstützen, die Lebensqualität verbessern und die körperliche Leistungsfähigkeit steigern.

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