Was hat es mit Nahrungsergänzungsmitteln auf sich?
In Amerika und Westeuropa gehört die Branche rund um die langfristige Erhaltung der Gesundheit zu den am schnellsten wachsenden: der Konsum von Nahrungsergänzungsmitteln nimmt rasant zu. Millionen Menschen nehmen verschiedene Extrakte, Vitamine, Mineralstoffe, Probiotika und ähnliche Substanzen ein.
Warum steigt der Konsum von Nahrungsergänzungsmitteln so rasant?
Viele sind skeptisch und hinterfragen ihre Notwendigkeit.
Einige Argumente für die Einnahme hochwertiger Nahrungsergänzungsmittel
Heutzutage werden Nahrungsmittel industriell hergestellt. Durch intensiven Dünger- und Chemikalieneinsatz (Insektizide) erzielt man pro Hektar 2–3-mal höhere Erträge als noch vor einigen Jahrzehnten. Gleichzeitig nimmt der Humus- und Mineralstoffgehalt des Bodens ab, sodass die Pflanzen immer weniger aufnehmen können. Düngemittel enthalten meist nur die Stoffe, die für ein schnelles Pflanzenwachstum nötig sind.
Das Ergebnis?
Studien belegen, dass Lebensmittel heute deutlich weniger nützliche Substanzen enthalten als noch vor einigen Jahrzehnten. Zum Beispiel müsste man heute 5–10-mal mehr Äpfel essen, um an die gleiche Menge an Nährstoffen zu gelangen, die ein einzelner Apfel in den 50er Jahren enthielt!
Es ist erwiesen, dass etwa 80 % der Krankheiten auf einen Mangel oder ein Überangebot bestimmter Stoffe zurückzuführen sind, also auf das Ungleichgewicht der Nährstoffe. Eine bedeutende Rolle spielt dabei die unzureichende Zufuhr über die Nahrung sowie die Überdosierung anderer Stoffe (z. B. Kohlenhydrate, Fette).
Ein erheblicher Teil von Gemüse und Obst gelangt aus großer Entfernung in die Geschäfte. Häufig werden sie noch vor der vollen Reife geerntet, die Reifung wird mit chemischen Mitteln verzögert und sie "reisen" lange. Dabei geht ein Teil des ohnehin schon geringen Vitamingehalts verloren.
Chemikalien und Konservierungsstoffe verwandeln sich im Körper in Moleküle, die Spurenelemente und Mineralsalze binden, sodass der Darm diese nicht aufnehmen kann – selbst wenn Nährstoffe vorhanden wären, käme der Körper nicht an sie heran.
Bei der Verarbeitung, Erhitzung und Konservierung von Lebensmitteln gehen Teile der Nährstoffe verloren bzw. werden zerstört.
Züchtungen, die auf höhere Erträge ausgelegt sind, sehen zwar oft schön und ansprechend aus, ihr Nährstoffgehalt beträgt jedoch nur einen Bruchteil dessen, was unveredelte Sorten bieten.
Unsere Essgewohnheiten haben sich verändert. Wir essen hastig, kaum gekaut; wir schlucken, um möglichst schnell zu unserer stressigen Arbeit zurückzukehren. Durch unzureichendes Kauen können die Verdauungssäfte große Brocken nicht zersetzen. So essen wir viel, aber unser Körper "hungert" in gewissem Sinne dennoch.
Wir konsumieren Unmengen an Medikamenten und Antibiotika, die die für die Verdauung essenzielle natürliche Darmflora zerstören; ohne sie entstehen Verdauungsstörungen.
In bestimmten Perioden und Zuständen werden einige Nährstoffe stärker benötigt. Zum Beispiel Folsäure während der Schwangerschaft.
Die zunehmende Verschmutzung von Luft, Wasser und Lebensmitteln zerstört empfindliche Moleküle. Besonders empfindlich sind die antioxidativen Vitamine A, C und E.
Für eine Reihe von Nährstoffen ist nachgewiesen, dass sie sehr effektiv die Gesundheit erhalten helfen und Zustände wie hoher Cholesterinspiegel, Arthritis, Geburtsfehler oder Tumoren vorbeugen können.