In welchen Situationen kann es eine gute Wahl sein?
Das Magnum L ist ein Einkanalgerät und daher besonders praktisch für die regelmäßige Behandlung einer klar abgegrenzten Körperstelle.
Die im Lieferumfang enthaltene zwei‑spulige flexible Applikatorrolle lässt sich um ein Gelenk legen. Bei Arthrose oder Arthritis kann PEMF die Bewegungstherapie, die Belastungsanpassung und die ärztlich verordnete Behandlung ergänzen.
Die beiden Frakturprogramme sind im Handbuch mit 30 Gauss Werkseinstellung und einer täglichen Behandlungsdauer von acht Stunden angegeben.
Das Magnetfeld kann auch über Gips und nicht ferromagnetischen Fixationen angewendet werden. Das Handbuch (2021) empfiehlt bei dicken Fixierungen eine Intensitätssteigerung von 50–60 % – diese Änderung führen Sie jedoch nur nach Rücksprache mit dem behandelnden Arzt durch.
Das Gerät enthält spezielle Programme für zervikale Arthrose und Rückenschmerzen. Der Standardapplikator kann auf die schmerzhafte Stelle gelegt werden; bei ausgeprägten Wirbelsäulenbeschwerden kann ein größerer Applikator oder eine mattenähnliche Lösung komfortabler sein.
Rückenschmerz hat viele Ursachen. Bei Gefühlsstörungen, Muskelschwäche, Stuhl‑ oder Blasenfunktionsstörungen, Fieber oder nach einem Trauma ist zuerst eine ärztliche Untersuchung erforderlich.
Das Epicondylitis‑Programm ist mit 60 Gauss und einer Behandlungsdauer von 30 Minuten hinterlegt.
PEMF ersetzt nicht die Reduktion von Überlastung, ein gezieltes Muskelaufbauprogramm oder die Anpassung beruflicher Bewegungsabläufe. Bei dauerhaften Beschwerden sollte die Diagnose überprüft werden.
Das Magnum L enthält ein Osteoporose‑Programm, liefert aber im Standard‑Paket nur einen lokalen 30 × 10 cm Applikator.
Das bedeutet nicht, dass der gesamte Knochenapparat behandelt wird. Für Wirbelsäule, Hüfte, Femur oder mehrere Bereiche über lange Zeit sind größere Applikatoren oder ein mehrkanaliges System sinnvoller.
Ist das Magnum L für Sie geeignet?
Wozu eignet sich der einzelne Ausgang und der Werksapplikator?
Der Applikator kann um ein Gelenk gelegt oder längs neben einen Knochen positioniert werden. Praktisch für Knie, Sprunggelenk, Handgelenk, Ellenbogen und kleinere Knochenabschnitte.
Die beiden inneren Spulen sollten möglichst gegenüberliegend und parallel um das Gelenk platziert werden. Die Klettseite zeigt nach außen.
Das Pocket‑Pro ist komfortabel für kleine Flächen wie Handgelenk, Sprunggelenk oder Ellenbogen. Der größere vier‑Spulen‑flexible Applikator eignet sich für eine Längsabdeckung von Wirbelsäule oder Femur.
Prüfen Sie vor der Bestellung Kompatibilität und Artikelnummer, da die Herstellerdokumente Revisionen enthalten können.
Das Y‑Kabel verbindet zwei identische Applikatoren mit einem Ausgang. Die Leistung wird zwischen den beiden Applikatoren geteilt.
Das macht aus dem Magnum L kein Zwei‑Kanal‑Gerät: beide Applikatoren erhalten dasselbe Programm und sind nicht separat einstellbar.
Die vier‑Spulen‑Soft‑4‑Matratze kann mit Y‑Kabel betrieben werden. Dabei teilt sich die Einkanalleistung auf die Matratzen‑Spulen auf.
Für Lenden‑ oder Hüftbehandlung ist das oft komfortabler, bietet jedoch nicht die unabhängige Behandlungsfreiheit mehrkanaliger Systeme.
Die acht werkseitigen Programme des Magnum L
Die Programmbibliothek des Magnum L ist bewusst schlank: sie konzentriert sich auf Frakturen, einige häufige Gelenk‑ und Wirbelsäulenbeschwerden, Osteoporose und Epicondylitis.
| Werkprogramm | Werkfeldstärke | Werks‑Behandlungsdauer |
|---|---|---|
| Small fractures Kleine Fraktur oder kleiner Bereich |
30 G | täglich 8 Stunden |
| Big fractures Größere Knochenfraktur |
30 G | täglich 8 Stunden |
| Werkprogramm | Werkfeldstärke | Werks‑Behandlungsdauer |
|---|---|---|
| Cervical osteoarthritis Zervikale Arthrose |
15 G | 30 Minuten |
| Back pain Rücken‑ und Lendenschmerz |
15 G | 20–45 Minuten |
| Arthrosis Arthrose |
20 G | 30 Minuten |
| Arthritis Arthritis |
20 G | 30 Minuten |
| Werkprogramm | Werkfeldstärke | Werks‑Behandlungsdauer |
|---|---|---|
| Osteoporosis Osteoporose |
30 G | täglich 8–10 Stunden |
| Epicondylitis Tennisellenbogen |
60 G | 30 Minuten |
Was lässt sich ändern? Laut Handbuch 2021 können Werkfeldstärke und Behandlungsdauer der Werkprogramme verändert und die modifizierten Läufe über Last 10, Favoriten oder Schnellstart wieder aufgerufen werden. Das Magnum L bietet jedoch nicht die vollständige, eigenständige Programmerstellung wie die höheren Modelle.
Wie funktioniert die PEMF‑Behandlung?
Die Wicklungen des Applikators erzeugen ein zeitlich veränderliches elektromagnetisches Feld. Dieses Feld kann auch durch dünne Kleidung, Verbände und Gips angewendet werden.
Die biologische Exposition wird nicht nur durch den Gauss‑Wert bestimmt. Frequenz, Duty‑Cycle, Behandlungsdauer, Anzahl der Spulen, Polarität, Abstand und Positionierung spielen zusammen eine Rolle.
120 Gauss bedeutet nicht, dass das Gerät bis zu einer bestimmten Zentimeter‑Tiefe „eindringt“. Der wirkliche Vorteil des Magnum L liegt in der einfachen, lokalen Anwendung und den langen Programmläufen.
Die klinischen Ergebnisse der PEMF sind indikations‑ und protokollabhängig. Abklärung der Schmerz‑ oder Entzündungsursache, Bewegungstherapie und die Basisbehandlung bleiben entscheidend.
Häufig gestellte Fragen
Das Basis‑Paket enthält nur einen Applikator. Mit einem optionalen Y‑Kabel können zwei identische Applikatoren angeschlossen werden, erhalten dann aber dasselbe Programm, und die Leistung des einzelnen Kanals wird zwischen ihnen geteilt.
Nicht wie die höheren Magnum‑Modelle. Werkprogramme können in Intensität und Dauer modifiziert und wieder aufgerufen werden, aber es gibt keine vollständige, separat benennbare Programmerstellung.
Das Gerät hat ein Osteoporose‑Programm, liefert aber nur einen lokalen 30 × 10 cm Applikator. Für große Skeletteinheiten oder mehrere Regionen sind größere Applikatoren oder ein Mehrkanal‑System oft praktischer.
Ja. Laut Herstellerhandbuch können Frakturprogramme auch durch Gips und Fixationen angewendet werden. Änderungen der Intensität sollten jedoch an die Frakturstelle und den ärztlichen Behandlungsplan angepasst werden.
Lange Programme können während Ruhe oder Schlaf durchgeführt werden, wenn der Applikator sicher fixiert ist, das Gehäuse auf einer belüfteten Fläche steht und die Kabel nicht zu Erstickungs‑ oder Verhakungsgefahr führen.
Das Handbuch 2021 nennt einen optionalen Akku (G0699) für Kurzzeit‑netzunabhängigen Betrieb. Verfügbarkeit und Kompatibilität sollten vor Bestellung geprüft werden.
Man sollte sie nicht als völlig nebenwirkungsfrei bezeichnen. Das Handbuch nennt seltene Fälle von Schläfrigkeit, Unruhe, Schlafstörungen und Übelkeit, insbesondere bei zervikaler Anwendung.
Es gibt kein einheitliches, für alle Indikationen geltendes Zeitfenster. Die klinische Reaktion hängt von Diagnose, Applikatorplatzierung, Protokoll, Konsequenz der Kur und der Basistherapie ab.
Anwendung in fünf Schritten
Wählen Sie die passende Körperstelle und das passende Programm
Der Werkprogrammname ist nur dann richtungsweisend, wenn die Diagnose bekannt ist und zur Behandlungsabsicht passt.
Schließen Sie den Applikator vor dem Einschalten an
Schließen Sie den werkseitigen oder kompatiblen Globus‑Applikator an den einzigen Ausgang des Geräts an.
Positionieren und fixieren Sie den Applikator genau
Der Applikator kann direkt auf die Haut oder auf dünne Kleidung gelegt werden. Um ein Gelenk sollten die beiden Spulen einander gegenüberliegen.
Prüfen Sie Intensität und Zeit
Ändern Sie Werkparameter nur nach ärztlicher oder fachlicher Empfehlung.
Führen Sie die Behandlung in Ruhe durch
Bei langen Programmen stellen Sie die Zentraleinheit auf eine stabile, belüftete Fläche und führen die Kabel so, dass sie sich nicht um Hals oder Gliedmaßen legen können.
Was ist im Standardpaket enthalten?
- 1 Stk Magnum L Zentraleinheit
- 1 Stk 30 × 10 cm flexibler magnetischer Applikator
- 1 Stk 80 × 8 cm Klettbefestigungsband
- 1 Stk Netzteil
- 1 Stk Tragetasche
- 1 Stk Bedienungsanleitung
Wann sollten Sie dieses Modell wählen?
Technische Daten
| Ausgangskanäle | 1 Kanal |
| Durchschnittliche Feldstärke | 120 Gauss mit flexiblem Applikator |
| Frequenzbereich | 5–200 Hz |
| Duty‑Cycle | 5–50% |
| Werks‑medizinische Programme | 8 Programme |
| Eigene Programme erstellen | Keine vollständige, separat benennbare Editor‑Funktion |
| Programmspeicher | Last 10 und Favoriten / Schnellstart |
| Maximale Zeiteinstellung | 9 Stunden 59 Minuten |
| Stromversorgung | Netzteil |
| Netzteil | 100–240 V AC, 50–60 Hz; 12 V DC, |
| Optionaler Akku | Ni‑MH 7,2 V / 1 Ah Akku |
| Display | 2,6" sichtbare Fläche |
| Abmessungen | Ca. 100 × 160 × 35 mm |
| Betriebstemperatur | 0–35 °C |
Wann sollten Sie das Gerät nicht verwenden bzw. wann ist ärztliche Abwägung erforderlich?
Absolute Hersteller‑Gegenanzeigen: Herzschrittmacher oder andere permanente Elektrostimulatoren.
- Herzschrittmacher oder andere permanente Elektrostimulatoren.
- Herzrhythmusstörungen.
- Dermatitis oder Pilzinfektion im Behandlungsbereich.
- Blutungsneigung oder Neigung zu Blutungen.
- Schwere ischämische Zustände.
- Besonders starke Menstruationsblutungen.
- Schwangerschaft.
- Elektrische oder akustische Prothesen bzw. intrauterine Geräte.
- Gleichzeitige Anwendung mit TENS oder Holter‑Monitoring.
- Ferromagnetische Implantate oder magnetisierbare Fixationsmaterialien im Behandlungsbereich.
- Alter unter 15 Jahren.
- Direkte Behandlung von Kopf, Herz, Ovar oder anderen empfindlichen Organen.
- Fieberzustand.
- Krebserkrankung – onkologische Rücksprache erforderlich.
- Starke Blutdruck‑Schwankungen.
- Tuberkulose.
Wichtige Hinweise
Das Magnum L ist ein für zu Hause bestimmtes Medizinprodukt zur ergänzenden Behandlung. Es ersetzt keine Diagnose, die Kontrolle einer Fraktur oder Osteoporose, keine medikamentöse Therapie, keine Bewegungstherapie oder sonstige erforderliche Versorgung.
Der Programmname beweist nicht, dass die jeweilige Beschwerde ohne ärztliche Abklärung automatisch eine PEMF‑Behandlung erfordert. Bei unklaren Schmerzen, Schwellung, Schwäche oder Verschlechterung ist zunächst eine Diagnostik notwendig.
Die aktuelle MDR/MDD‑Konformität der Hersteller‑Unterlagen ist in den Vertriebs‑Dokumenten separat zu prüfen.
Wissenschaftlicher Hintergrund
Die Evidenzlage für PEMF variiert nach Indikation und Protokoll. Bei Arthrose fanden mehrere Übersichtsarbeiten kurzfristige Verbesserungen von Schmerz oder Funktion; auch bei Rückenschmerzen, Knochenheilung und Osteoporose gibt es positive, aber nicht einheitliche Befunde. Das bestätigt nicht automatisch die automatische, gerätespezifische Wirksamkeit aller acht Magnum‑Programme.
- Yang X et al. (2020): Effects of Pulsed Electromagnetic Field Therapy on Pain, Stiffness, Physical Function, and Quality of Life in Patients With Osteoarthritis. PubMed
- Cianni L et al. (2024): Current Evidence Using Pulsed Electromagnetic Fields in Osteoarthritis: A Systematic Review. PubMed
- Kull P et al. (2023): Efficacy of pulsed electromagnetic field therapy on pain and physical function in patients with non-specific low back pain: a systematic review. PubMed
- Peng L et al. (2020): Effectiveness of Pulsed Electromagnetic Fields on Bone Healing: A Systematic Review and Meta-Analysis of Randomized Controlled Trials. PubMed
- Zhu S et al. (2022): Pulsed Electromagnetic Fields May Be Effective for the Management of Primary Osteoporosis. PubMed