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Softlaser-Behandlung bei Akne – Was zeigen die Studien?

Softlaser-Behandlung bei Akne – Was zeigen die Studien?

Akne (Pickel) ist die häufigste Hauterkrankung und betrifft nicht nur Jugendliche – bei vielen bleibt sie auch im Erwachsenenalter bestehen oder kehrt wieder. Herkömmliche Behandlungen (Cremes, Antibiotika, Isotretinoin) wirken nicht bei allen oder sind mit Nebenwirkungen verbunden. Lichttherapie, darunter auch Softlaser, kann einen alternativen Ansatz bieten. In diesem Artikel bespreche ich ehrlich, was wir über die Softlaser-Behandlung von Akne wissen – und was nicht.

Hautprobleme
Lasertherapie
Dr. Zátrok Zsolt
Dr. Zátrok Zsolt

Definition Aknebehandlung mit Lichttherapie – was können rotes Licht und Laser?

Akne ist die häufigste Hauterkrankung: In der Pubertät betrifft sie fast jeden, doch auch die Erwachsenenakne begleitet immer mehr Menschen bis in ihre Dreißiger und Vierziger. Die Lichttherapie gehört in diesem Bereich zu den am intensivsten erforschten medikamentenfreien Methoden – die dermatologische Fachliteratur behandelt den Stellenwert von Lasern und Lichtgeräten inzwischen in eigenen Übersichten und beschreibt ein günstiges Sicherheitsprofil.3

Dieser Artikel zeigt, wodurch Akne entsteht, wie Licht verschiedener Farben darauf wirkt – denn blaues und rotes Licht arbeiten an zwei unterschiedlichen Fronten – und wie Sie roten Softlaser zu Hause zur Behandlung leichter bis mittelschwerer entzündeter Pickel einsetzen können. Die Grenze möchte ich gleich zu Beginn festhalten: Schwere, knotige Akne mit drohender Narbenbildung gehört in die Hände einer Hautärztin oder eines Hautarztes – dort schützt eine rechtzeitig begonnene medikamentöse Behandlung die Haut vor bleibenden Narben.

Kerngedanke Kerngedanke

Licht wirkt an zwei Fronten gegen Akne: Blaues Licht (400–470 nm) zielt auf Aknebakterien, rotes Licht (630–660 nm) beruhigt die Entzündung und unterstützt die Regeneration der Haut. Bei der Laserbehandlung zu Hause ist der rote Bereich belegt: In der Vergleichsstudie sank die Zahl der Akneläsionen auf der mit 630 nm rotem Laser behandelten Gesichtshälfte innerhalb von 10 Wochen von durchschnittlich 27,7 auf 6,3 – also auf einen Bruchteil.2 Wählen Sie bei Akne daher ein Gerät mit rotem Licht.

Ursachen Wodurch entsteht Akne? Vier Zahnräder

Akne ist keine Erkrankung „ungepflegter Haut“ – das muss man klar sagen, denn übermäßiges Waschen und Reiben verschlimmern die Situation eher. Ein Pickel ist das Ergebnis von vier ineinandergreifenden Prozessen.

Erstens: Die Talgdrüsen produzieren – vor allem unter hormonellem Einfluss – mehr Talg; deshalb beginnt Akne in der Pubertät und deshalb schwankt sie bei vielen im Verlauf des Zyklus.

Zweitens: Eine Verhornungsstörung am Ausgang des Haarfollikels: Abgestorbene Hautzellen werden nicht ordnungsgemäß abtransportiert, sondern verstopfen die Pore – ein Mitesser entsteht.

Drittens: In der verstopften, talgreichen Pore vermehren sich Aknebakterien (Cutibacterium acnes), die ohnehin auf der Haut vorkommen.

Viertens: Die Reaktion des Immunsystems – die Entzündung –, durch die der rote, schmerzhafte, eitrige Pickel entsteht.

Die Behandlungen greifen an diesen vier Zahnrädern an: Dermatologische Wirkstoffe wirken vor allem auf die Verhornung und die Bakterien, die Lichttherapie – wie Sie gleich sehen werden – auf Bakterien und Entzündung. Deshalb lassen sie sich gut kombinieren.

Wirkweise Wie wirkt Licht auf Akne?

Aknebakterien sammeln bei ihrem Stoffwechsel Verbindungen namens Porphyrine an – und genau das wird ihnen zum Verhängnis: Porphyrine absorbieren blaues Licht (400–470 nm). Dadurch werden im Inneren der Bakterien reaktive Sauerstoffformen freigesetzt, die das Bakterium selbst schädigen. Blaues Licht ist also ein gezielter, chemiefreier „Bakterienjäger“ – dieser Mechanismus der Lichttherapie bei Akne ist seit Langem beschrieben, und dermatologische Übersichten dokumentieren auch die günstigen Ergebnisse blauer LED-Geräte.3

Wichtig ist die Abgrenzung: Blaues Licht wird von LED-Panels und Lichtmasken abgegeben – das ist eine andere Gerätekategorie als Softlaser. Die beiden sind keine Konkurrenten, sondern zwei verschiedene Fronten im selben Krieg.

Rotes Licht (630–660 nm) dringt tiefer in die Haut ein und wirkt dort auf die vom Softlaser bekannte Weise: Es verringert die entzündliche Signalübertragung, regt die Energieproduktion der Zellen und die lokale Durchblutung an und unterstützt die Epithelisierung – kurz gesagt: Es beruhigt den quälendsten Teil des Pickels, die rote, schmerzhafte Entzündung, und kann dazu beitragen, dass zurückbleibende Flecken schneller verblassen. Eine dermatologische LLLT-Übersicht behandelt sowohl Akne als auch Aknenarben als Zustände, die durch Lichttherapie günstig beeinflusst werden können.1

Die aussagekräftigste Zahl stammt aus einer Studie, in der die beiden Wellenlängen bei derselben Person verglichen wurden: Eine Gesichtshälfte wurde zweimal wöchentlich, insgesamt 12-mal, mit 630 nm rotem Laser und die andere mit 890 nm Infrarotlaser behandelt. Auf der roten Seite sank die Zahl der Läsionen von 27,7 auf 6,3 – auf der Infrarotseite gab es keine relevante Veränderung.2 Bei Akne ist also nicht jeder Laser geeignet: Der rote Bereich ist entscheidend.

Lichtbasierte Aknebehandlung ist inzwischen ein eigenes Kapitel der Dermatologie. Laut einer aktuellen Fachübersicht liegen die meisten hochwertigen Studien zur photodynamischen Therapie (PDT – Lichtbehandlung in Kombination mit einem Photosensibilisator, als Praxisbehandlung) vor. In einigen Vergleichen erzielte sie bessere Ergebnisse als herkömmliche äußerlich und oral angewendete Wirkstoffe; auch blaues Licht und gepulste Lichtgeräte zeigten günstige Ergebnisse.3 Der gepulste Farbstofflaser wird in einer systematischen Übersicht zu entzündlichen Hauterkrankungen ausdrücklich als empfohlene Behandlung von Akne aufgeführt.4

Die ehrliche Fußnote: In den Studien wurden viele verschiedene Geräte und Einstellungen verwendet. Deshalb fordern die Forschenden einheitlichere Protokolle – in Ihrer praktischen Übersetzung bedeutet das: Wählen Sie ein Gerät mit belegter Wellenlänge und geben Sie der Behandlung 4–8 Wochen Zeit, bevor Sie urteilen.

Protokoll Behandlungsprotokoll für zu Hause – und die Grundlagen der Hautpflege

Frage Empfehlung
Welches Licht? Roter Bereich: 630–660 nm – damit wurde in der Studie die messbare Verringerung der Läsionszahl erreicht2
Wo und wie viel? Gezielt auf die entzündeten Pickel und deren unmittelbare Umgebung, punktweise 4–6 J/cm² – nicht auf die gesamte Gesichtsfläche
Wie oft? Täglich oder jeden zweiten Tag; im Studienprotokoll wurde zweimal wöchentlich behandelt, insgesamt 12-mal2
Wie lange? 4–8 Wochen Behandlung – die erste relevante Veränderung ist typischerweise nach 2–4 Wochen sichtbar
Worauf vor der Behandlung achten? Behandeln Sie auf sauberer, ungeschminkter Haut; der Behandlungskopf darf den eitrigen Pickel nicht berühren (scannen Sie ohne Kontakt), desinfizieren Sie ihn nach der Anwendung

Licht wirkt nicht im luftleeren Raum – die täglichen Grundlagen bei zu Akne neigender Haut sind ebenso wichtig: zweimal täglich eine milde Gesichtsreinigung (ohne Seife und ohne Reiben); nicht komedogene Feuchtigkeitscreme und Kosmetik; und der Verzicht darauf, Pickel auszudrücken – die Entzündung eines ausgedrückten Pickels breitet sich tiefer aus und kann Narben hinterlassen. Mit dermatologischen Wirkstoffen (Benzoylperoxid, topischen Retinoiden, bei Bedarf Antibiotika) lässt sich Lichttherapie gut kombinieren – mit einer zeitlichen Regel: Retinoide machen die Haut lichtempfindlich. Verwenden Sie sie deshalb abends und führen Sie die Lichtbehandlung zu einer anderen Tageszeit durch.

Mein Rat Mein Rat

Der häufigste Fehler bei der Aknebehandlung ist ungeduldiges Wechseln: Nach zwei Wochen ein neues Produkt, eine neue Methode, eine neue Hoffnung – und gleichzeitig bekommt keine davon genügend Zeit. Machen Sie zu Beginn bei gutem Licht ein Foto, dann jede Woche am gleichen Ort und unter den gleichen Bedingungen – und entscheiden Sie nach 8 Wochen anhand der Bilder, nicht nach Ihrer täglichen Stimmung vor dem Spiegel. Eine Grenze ist mir als Arzt wichtig: Wenn Ihre Akne knotig, tief und schmerzhaft ist oder Narben zurückbleiben – experimentieren Sie nicht allein weiter, sondern gehen Sie zu einer Hautärztin oder einem Hautarzt. Die heutigen medikamentösen Behandlungen können auch schwere Akne gut behandeln, aber eine Narbe, die in der Zwischenzeit entsteht, bleibt oft lange bestehen – rechtzeitig Hilfe zu suchen, ist die beste Entscheidung für den Erhalt Ihrer Haut.

Welches Gerät eignet sich bei Akne?

Die Aussage der Forschung ist eindeutig: Bei Akne eignet sich ein Gerät mit rotem Licht – aus unserem Sortiment ist das der Personal-Laser L200:

Personal-Laser L200

Ein 42 Gramm leichtes, taschengroßes Gerät mit 660 nm rotem Laser – es arbeitet genau in dem Bereich, der in den Studien als wirksam gefunden wurde. Der Spezialist für oberflächliche Hautbeschwerden: Für die gezielte Behandlung entzündeter Pickel geeignet, außerdem kann dasselbe Gerät bei Herpes, kleinen Wunden und Narben eingesetzt werden.

Wichtig ist eine ehrliche Ergänzung: Infrarotgeräte mit 808 nm (zum Beispiel der Personal-Laser L400) sind für Beschwerden des tiefen Gewebes – Gelenke, Sehnen und Muskeln – gedacht; bei Akne brachte der Infrarotbereich in der Vergleichsstudie keine relevante Verbesserung2. Deshalb empfehlen wir zur gezielten Aknebehandlung ein Gerät mit rotem Licht. Das gesamte Sortiment finden Sie in der Softlaser-Kategorie.

Warnung Wann sollten Sie Akne NICHT zu Hause mit Licht behandeln?

  • Schwere, knotige Akne mit Narbenbildung – das gehört in hautärztliche Behandlung: Verzögerungen können bleibende Narben verursachen, häusliche Lichtbehandlung reicht hier nicht aus
  • Während einer Isotretinoin-Behandlung – das oral eingenommene Aknemedikament macht die Haut lichtempfindlich: Lichtbehandlung nur nach Zustimmung der Hautärztin oder des Hautarztes
  • Bei Einnahme eines photosensibilisierenden Antibiotikums (z. B. Doxycyclin) – die bei Akne häufig verordneten Tetrazykline können Lichtempfindlichkeit verursachen: Sprechen Sie zuerst mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt
  • Unsichere Diagnose – Rosazea, periorale Dermatitis und Pilzfollikulitis können Akne täuschend ähnlich sehen, erfordern aber eine andere Behandlung: Lassen Sie unklare Fälle zuerst hautärztlich abklären
  • Schwangerschaft – nur nach ärztlicher Rücksprache
  • Augenbereich – Richten Sie das Laserlicht niemals auf das Auge oder das Augenlid

Achtung Wann sollten Sie eine Hautärztin oder einen Hautarzt aufsuchen?

Wenn Akne plötzlich im Erwachsenenalter auftritt; wenn sie nach Beginn einer Medikamenteneinnahme ausbricht; wenn sie von Fieber oder Gelenkschmerzen begleitet wird; wenn Narben entstehen; oder wenn 8 Wochen konsequenter Behandlung zu Hause keine Besserung bringen. Die allgemeinen Sicherheitshinweise zur Lichttherapie finden Sie im Artikel Gegenanzeigen der Softlaser-Therapie.

FAQ Häufig gestellte Fragen

Einzelne entzündete Pickel beruhigen sich bei gezielter Behandlung typischerweise innerhalb weniger Tage – die Verbesserung des gesamten Hautbildes wird jedoch in Wochen gemessen: Die Studienprotokolle beobachteten die Patientinnen und Patienten 10–12 Wochen lang, und die Besserung entwickelte sich schrittweise.2 Ein realistischer Zeitplan: 2–4 Wochen bis zur ersten sichtbaren Veränderung, 8 Wochen bis zu einer aussagekräftigen Bewertung. Ein wöchentliches Foto sagt mehr als der tägliche Blick in den Spiegel.

Der antibakterielle Mechanismus von blauem Licht ist gut beschrieben, und Fachübersichten dokumentieren günstige Ergebnisse blauer Lichtgeräte3 – man sollte sie also nicht einfach abtun. Zwei Dinge sollten Sie wissen: Die Lichtleistung von LED-Masken für zu Hause ist sehr unterschiedlich – und bei den schwächeren Geräten ist auch die Wirkung entsprechend geringer –, außerdem wirkt blaues Licht vor allem auf die Bakterien und weniger auf die Entzündung. Der umfassendste Ansatz für zu Hause kombiniert beide Fronten: blaue LED zur Vorbeugung auf größeren Flächen und roter Laser gezielt auf entzündete Pickel.

Ja, sogar gut: Wirkstoffe und Licht wirken an unterschiedlichen Zahnrädern, deshalb können sich ihre Effekte ergänzen. Die praktischen Regeln: Führen Sie die Lichtbehandlung auf sauberer, produktfreier Haut durch (zuerst Licht, danach Wirkstoff); verwenden Sie Retinoide abends, weil sie lichtempfindlich machen; bei Benzoylperoxid gibt es keine zeitliche Einschränkung, tragen Sie es nur nicht unmittelbar vor der Behandlung auf. Bei oral eingenommenen Aknemedikamenten (Antibiotika, Isotretinoin) fragen Sie zuerst Ihre Ärztin oder Ihren Arzt – einige davon verursachen Lichtempfindlichkeit.

Bei frischen, roten Narbenflecken, die eigentlich noch eine Entzündungsfärbung nach der Akne sind, kann rotes Licht durch die Unterstützung der Epithelisierung und Durchblutung das Verblassen beschleunigen – eine dermatologische Übersicht behandelt Aknenarben als Zustände, die durch Lichttherapie günstig beeinflusst werden können.1 Der Umbau alter, eingesunkener Narben aus Bindegewebe erfordert dagegen Verfahren in der Praxis (fraktionierter Laser, chemisches Peeling). Am meisten können Sie durch Vorbeugung erreichen: Eine frühzeitige Beruhigung der Entzündung – auch mit Licht – kann die Wahrscheinlichkeit einer Narbenbildung verringern. Über die Narbenbehandlung habe ich in einem separaten Artikel geschrieben.

Mit realistischen Erwartungen: Die Entzündung eines früh erkannten, noch heranreifenden Pickels lässt sich durch gezielte Behandlung häufig spürbar abschwächen – er wird kleiner und klingt schneller ab. Ein bereits voll entwickelter, eitriger Pickel hat jedoch seinen eigenen biologischen Zeitplan: Licht kann das Abklingen beschleunigen, ihn aber nicht über Nacht verschwinden lassen. Das Schlimmste, was Sie in dieser Situation tun können, ist Ausdrücken – dadurch wird die Entzündung tiefer und es kann eine Narbe entstehen. Licht + Geduld + nicht berühren: Das ist der schnellste wirklich sinnvolle Weg.

Forschung Was die Forschung sagt – Antworten auf Leserfragen

„Woher wissen Sie, dass bei Akne gerade rotes Licht erforderlich ist?“

Das zeigt eine elegante Studienanordnung: Die Forschenden behandelten bei denselben Patientinnen und Patienten eine Gesichtshälfte mit 630 nm rotem und die andere mit 890 nm infrarotem Laser – zweimal wöchentlich, insgesamt 12-mal. Jede Person diente damit als eigene Kontrolle. Das Ergebnis war eindeutig: Auf der mit rotem Licht behandelten Seite sank die Zahl der Akneläsionen innerhalb von 10 Wochen von 27,7 auf 6,3, während sich auf der Infrarotseite keine relevante Veränderung zeigte.2 Deshalb sagen wir: Bei Akne ist die Wellenlänge kein nebensächliches Detail – es braucht ein Gerät mit rotem Licht.

„Nimmt die Dermatologie Lichttherapie ernst oder ist das ein Wellness-Thema?“

Sie nimmt sie ernst – zu Licht- und Laserbehandlungen bei Akne erscheinen regelmäßig Fachübersichten. Laut der aktuellen Zusammenfassung liegen die meisten Studien zur photodynamischen Therapie vor, die in einigen Vergleichen günstigere Ergebnisse als herkömmliche äußerlich und oral angewendete Wirkstoffe zeigte; auch blaues Licht und gepulste Lichtgeräte werden mit günstigen Ergebnissen beschrieben, und lichtbasierte Methoden verursachen weniger Nebenwirkungen als Medikamente.3 Die Forschenden fordern eine Vereinheitlichung der Protokolle – die Richtung ist jedoch klar: Licht gehört zum anerkannten Behandlungsspektrum der Akne.

„Was weiß man allgemein über die dermatologische Anwendung von Softlaser?“

Laut einer viel zitierten Übersicht des Harvard-Zentrums für Photomedizin aktivieren rotes und nahinfrarotes Licht in der Haut die Energieproduktion der Zellen und Signalwege. Der dermatologische Nutzen ist vielfältig: Günstige Effekte werden bei Falten, Akne- und überschießenden Narben sowie bei der Heilung von Verbrennungswunden beschrieben. Auch entzündliche Hauterkrankungen – darunter Akne – gehören zu den Zuständen, die günstig beeinflusst werden können, praktisch ohne Nebenwirkungen.1 Lichttherapie ist also kein Wundermittel für nur eine Erkrankung, sondern kann die allgemeine Regeneration der Haut unterstützen – die Aknebehandlung ist ein gut dokumentiertes Kapitel davon.

Zusammenfassung Zusammenfassung

Worum geht es in diesem Artikel? Um eine Anleitung zur lichttherapeutischen Behandlung von Akne: wodurch Akne entsteht, wie blaues und rotes Licht darauf wirken, nach welchem Protokoll Sie zu Hause mit rotem Laser behandeln können und wie Sie Licht in Ihre Hautpflegeroutine und dermatologische Behandlung integrieren.

Für wen ist der Artikel gedacht? Für Jugendliche und Erwachsene mit leichter bis mittelschwerer entzündlicher Akne, die eine medikamentenfreie Ergänzung suchen.

Die wichtigste Aussage: Licht wirkt an zwei Fronten: Blaues Licht wirkt auf die Bakterien, rotes auf die Entzündung. Für die Laserbehandlung zu Hause ist der rote Bereich (630–660 nm) belegt – in der Studie sank die Zahl der Läsionen auf einen Bruchteil, während der Infrarotbereich keine Veränderung brachte. Die Behandlung dauert 4–8 Wochen und sollte fotografisch dokumentiert werden; schwere Akne mit Narbenbildung gehört in hautärztliche Behandlung.

Der nächste Schritt: Machen Sie ein Ausgangsfoto, beginnen Sie mit der täglichen gezielten Behandlung der entzündeten Pickel mit rotem Licht und halten Sie die Grundlagen einer milden Hautpflege ein – bewerten Sie das Ergebnis nach 8 Wochen anhand der Bilder. Wenn Sie Narbenbildung sehen, warten Sie nicht, sondern gehen Sie zur Hautärztin oder zum Hautarzt.

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Wissenschaftliche Quellen

  1. Avci P, Gupta A, Sadasivam M, et al. (2013). Low-level laser (light) therapy (LLLT) in skin: stimulating, healing, restoring. Seminars in Cutaneous Medicine and Surgery. PubMed: 24049929
  2. Aziz-Jalali MH, Tabaie SM, Djavid GE. (2012). Comparison of red and infrared low-level laser therapy in the treatment of acne vulgaris. Indian Journal of Dermatology. DOI: 10.4103/0019-5154.94283
  3. Li MK, Liu C, Hsu JTS. (2021). The use of lasers and light devices in acne management: an update. American Journal of Clinical Dermatology. DOI: 10.1007/s40257-021-00624-5
  4. Erceg A, de Jong EMGJ, van de Kerkhof PCM, Seyger MMB. (2013). The efficacy of pulsed dye laser treatment for inflammatory skin diseases: a systematic review. Journal of the American Academy of Dermatology. DOI: 10.1016/j.jaad.2013.03.029
Dr. Zátrok Zsolt

Dr. Zsolt Zátrok

Arzt, Medizintechnik-Experte, Blogger

Die Informationen in diesem Artikel dienen der Aufklärung. Therapeutische Geräte für die Heimanwendung dienen als Ergänzung zur ärztlichen Behandlung und ersetzen diese nicht. Bei Beschwerden sprechen Sie mit Ihrer behandelnden Ärztin oder Ihrem behandelnden Arzt.

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