Ursachen von Muskelschmerzen
Wahrscheinlich hast du selbst schon einmal verspannte oder schmerzende Muskeln erlebt. Muskelschmerzen können einen kleinen Muskel betreffen (z. B. den Kopfwender bei einem steifen Nacken), sich aber auch auf den ganzen Körper ausdehnen. Die Stärke reicht von mild bis quälend. Ein großer Teil der Muskelschmerzen verschwindet innerhalb kurzer Zeit von selbst, manchmal können sie jedoch monatelang anhalten. […]
Wahrscheinlich hast du selbst schon einmal verspannte oder schmerzende Muskeln erlebt. Muskelschmerzen können einen kleinen Muskel betreffen (z. B. den Kopfwender bei einem steifen Nacken), sich aber auch auf den ganzen Körper ausdehnen. Die Stärke reicht von mild bis quälend. Ein großer Teil der Muskelschmerzen verschwindet innerhalb kurzer Zeit von selbst, manchmal können sie jedoch monatelang anhalten. „Es kann tausend Ursachen geben“, könnte man sagen. Im Folgenden liste ich die häufigsten Ursachen in alphabetischer Reihenfolge auf.
Ursachen von Muskelschmerzen
Claudicatio, also durch Gefäßverengung bedingte Schmerzen
Die Schmerzen treten am häufigsten in den Wadenmuskeln beim Gehen auf. Je nach Schweregrad beginnt der Schmerz nach einer bestimmten Gehstrecke und kann so stark werden, dass der Betroffene stehen bleiben muss. Nach kurzer Ruhe klingen die Schmerzen ab, verschwinden und treten nach erneutem Gehen wieder auf. Wie weit man gehen kann, hängt vom Grad der Gefäßerkrankung ab. Im schwersten Fall können die Schmerzen sogar in Ruhe auftreten.
Ärzte bezeichnen die durch Gefäßverengung verursachten Schmerzen als Claudicatio. Sie sind ein Symptom der peripheren arteriellen Erkrankung (häufig als Arterienverengung bekannt). Die Arterien, die die Extremitäten mit Blut versorgen, werden verengt, meist durch Arteriosklerose. Der Durchmesser der Gefäße nimmt ab, ihre Wände werden durch Ablagerungen (Plaques) steif. Der Muskel erhält nicht genügend Blut und Sauerstoff, oft schon in Ruhe. Beim Gehen erhöht sich der Sauerstoffbedarf der Muskulatur, doch die schwache Durchblutung reicht nicht aus. Daher entstehen die Schmerzen.
Die Behandlungen zielen darauf ab, das Risiko der Gefäßerkrankung zu reduzieren, Schmerzen zu lindern, die Mobilität zu verbessern und eine Schädigung des Gewebes zu verhindern.
Covid-19, also eine Coronavirus-Infektion
Coronaviren können Erkrankungen wie die Erkältung, das schwere akute respiratorische Syndrom (SARS) und das Middle-East-Respiratory-Syndrom (MERS) verursachen. Das 2019 identifizierte neue Coronavirus ist heute als SARS-CoV-2 bekannt und verursacht die Erkrankung COVID-19. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) stufte die COVID-19-Pandemie im März 2020 als Pandemie ein.
Eine Infektion mit Covid-19 kann – wie andere Virusinfektionen auch – Muskelschmerzen als Symptom hervorrufen.
Dermatomyositis
Seltene entzündliche Erkrankung, die durch Muskelschwäche und einen typischen Hautausschlag gekennzeichnet ist. Sie kann Erwachsene und Kinder betreffen. Bei Erwachsenen tritt sie meist gegen Ende der 40er bis Anfang 60 auf. Bei Kindern kommt sie am häufigsten zwischen 5 und 15 Jahren vor. Frauen sind häufiger betroffen als Männer.
Die Dermatomyositis ist nicht heilbar, die Symptome verlaufen jedoch oft wellenförmig mit Phasen der Verschlechterung und Besserung. Die Behandlung kann helfen, Hautausschläge zu reduzieren und Muskelkraft sowie -funktion wiederherzustellen.
Dystonie
Eine Bewegungsstörung, bei der Muskeln unwillkürlich kontrahieren und wiederholte oder verdrehte Bewegungen verursachen. Sie kann einen Körperteil (fokale Dystonie), zwei oder mehrere benachbarte Bereiche (segmentale Dystonie) oder den ganzen Körper (generalisierte Dystonie) betreffen. Muskelkrämpfe können von leicht bis schwer reichen – sie können schmerzhaft sein und alltägliche Aufgaben behindern.
Eine Heilung gibt es nicht, Medikamente können jedoch die Symptome verbessern. Bei schwerer Dystonie werden manchmal operative Eingriffe zur Unterbrechung oder Regulierung bestimmter Nerven oder Hirnregionen angewandt.
Fibromyalgia
Charakterisiert durch muskuloskelettale Schmerzen, begleitet von Müdigkeit sowie Schlaf-, Gedächtnis- und Stimmungsschwierigkeiten. Forscher gehen davon aus, dass Fibromyalgie die Schmerzwahrnehmung verstärkt, indem sie die Verarbeitung von Schmerz- und Nicht-Schmerzsignalen im Gehirn und Rückenmark beeinflusst.
Die Symptome beginnen oft nach einem auslösenden Ereignis wie physischem Trauma, Operation, Infektion oder erheblichem psychischem Stress. Manchmal entwickeln sich die Symptome schrittweise ohne ein eindeutiges auslösendes Ereignis.
Frauen sind häufiger betroffen als Männer. Viele Betroffene haben außerdem verspannungsbedingte Kopfschmerzen, Kiefergelenksprobleme (TMJ), Reizdarmsyndrom, Angstzustände und Depressionen.
Zwar gibt es keine Heilung, verschiedene Medikamente können jedoch helfen, die Symptome zu kontrollieren. Körperliche Aktivität, Entspannungs- und Stressreduktionsmethoden sind ebenfalls sehr hilfreich.
Medikamente
Insbesondere cholesterinsenkende Medikamente der Gruppe der Statine können als unerwünschte Nebenwirkung Muskelschmerzen verursachen.
Hypothyreose (Schilddrüsenunterfunktion)
Die Schilddrüse produziert nicht genügend lebenswichtige Hormone. In frühen Stadien verursacht eine Schilddrüsenunterfunktion nicht unbedingt auffällige Symptome. Unbehandelt kann sie jedoch im Laufe der Zeit zahlreiche Gesundheitsprobleme verursachen, z. B. Gewichtszunahme, Gelenkschmerzen, Unfruchtbarkeit und Herzerkrankungen.
Die Diagnose erfolgt durch Schilddrüsenfunktionstests. Die Behandlung mit synthetischem Schilddrüsenhormon ist in der Regel einfach, sicher und effektiv. Die erforderliche Dosierung ist individuell und es kann einige Zeit dauern, bis du zusammen mit deinem Arzt die richtige Einstellung gefunden hast.
Grippe und andere virale Erkrankungen
Obere Atemwegsvirusinfektionen betreffen Nase, Rachen und Lunge. Im allgemeinen Sprachgebrauch spricht man von Erkältung oder Grippe, wobei dies nicht mit den Magen‑"Grippe"-Viren gleichzusetzen ist, die Durchfall und Erbrechen verursachen. Die Virusinfektion klingt bei den meisten Menschen von selbst ab. Manchmal können Komplikationen jedoch lebensbedrohlich sein.
Für bestimmte Gruppen besteht ein erhöhtes Risiko:
- Kleinkinder unter 5 Jahren, insbesondere unter 6 Monaten.
- Erwachsene ab 65 Jahren.
- Bewohner von Pflegeheimen und anderen Langzeitpflegeeinrichtungen.
- Schwangere Frauen sowie Mütter in den ersten 2 Wochen nach der Geburt.
- Menschen mit geschwächtem Immunsystem.
- Abgeschiedene Gemeinschaften (z. B. indigene Populationen in abgelegenen Gebieten).
- Menschen mit chronischen Erkrankungen wie Asthma, Herzkrankheiten, Nieren‑ oder Lebererkrankungen und Diabetes.
- Sehr stark adipöse Personen mit einem Body‑Mass‑Index (BMI) von 40 oder mehr.
Da es gegen Viren im Allgemeinen keine spezifischen Medikamente gibt, ist die Impfung (als Prävention) oft die beste Verteidigung, wobei die jährliche Grippeimpfung nicht 100% wirksam ist.
Muskelkrampf
Eine plötzliche und unwillkürliche Kontraktion eines oder mehrerer Muskeln. Wenn du schon einmal nachts davon aufgewacht bist, weißt du, wie schmerzhaft das sein kann. Obwohl meist harmlos, kann ein Muskelkrampf vorübergehend die Nutzung des betroffenen Muskels unmöglich machen.
Längere körperliche Betätigung oder schwere Arbeit, besonders bei Hitze, kann Muskelkrämpfe begünstigen. Auch bestimmte Medikamente und Erkrankungen können sie verursachen. In der Regel ist keine spezielle Behandlung erforderlich.
Chronisches Erschöpfungssyndrom (CFS)
Komplexer Zustand, der durch extreme Müdigkeit über mindestens sechs Monate gekennzeichnet ist und sich nicht vollständig durch eine andere Grunderkrankung erklären lässt. Die Müdigkeit verschlechtert sich durch körperliche oder geistige Aktivität und verbessert sich nicht durch Ruhe.
Weitere typische Symptome:
- Der Schlaf ist nicht erholsam.
- Gedächtnis‑, Wahrnehmungs‑ und Konzentrationsschwierigkeiten.
- Schwindel, der sich verschlechtert beim Aufstehen aus liegender oder sitzender Position.
Dieser Zustand ist auch als myalgische Enzephalomyelitis (ME) bekannt. Aktuell wird oft der Begriff „Systemische Belastungsintoleranzkrankheit“ (SEID) verwendet.
Die Ursache ist unbekannt, es gibt zahlreiche Theorien von Virusinfektionen bis zu psychologischem Stress. Einige Experten vermuten, dass eine Kombination mehrerer Faktoren das CFS auslösen kann.
Derzeit gibt es keinen Test, der die Diagnose eindeutig bestätigt. Verschiedene medizinische Untersuchungen sind erforderlich, um andere Erkrankungen mit ähnlichen Symptomen auszuschließen. Die Behandlung zielt auf die Linderung der Symptome ab.
Eine neuere Behandlungsmethode ist die tVNS (Vagusnervstimulation), die neue Möglichkeiten eröffnet. Hier findest du das Nurosym tVNS Gerät.
Lupus
Autoimmunerkrankung, bei der das Immunsystem eigenes Gewebe und Organe angreift. Die dadurch entstehende Entzündung kann Gelenke, Haut, Nieren, Blutzellen, Gehirn, Herz und Lunge betreffen.
Die Diagnose ist schwierig, weil Zeichen und Symptome oft andere Erkrankungen imitieren. Das charakteristische Symptom – ein Butterfly-förmiger Ausschlag über beiden Wangen – tritt bei vielen, aber nicht bei allen Betroffenen auf.
Manche Menschen haben eine angeborene Veranlagung, die durch Infektionen, bestimmte Medikamente oder sogar Sonnenlicht ausgelöst werden kann. Obwohl nicht heilbar, können Behandlungen helfen, die Symptome zu kontrollieren.
Lyme‑Borreliose
Die Lyme‑Borreliose ist die häufigste durch Zecken übertragene Erkrankung und wird durch den Biss einer mit bestimmten Bakterien infizierten Zecke übertragen. Du hast ein höheres Risiko, wenn du dich in grasigen oder stark bewaldeten Gebieten aufhältst, in denen sich Lyme‑Trägerzecken wohlfühlen.
Wenn du dich in zeckenreichen Gebieten aufhältst, sei vorsichtig. Triff die erforderlichen Vorsichtsmaßnahmen, verwende Insektenschutzmittel und trage geschlossene Kleidung.
Myofasziales Schmerzsyndrom
Chronische Schmerzerkrankung, bei der Druck auf empfindliche Stellen in den Muskeln (Triggerpunkte) Schmerzen im Muskel selbst und manchmal in scheinbar nicht zusammenhängenden Körperbereichen auslöst.
Die Symptome treten typischerweise nach wiederholten Muskelkontraktionen eines bestimmten Muskels auf – etwa durch wiederkehrende Bewegungen bei Beruf oder Hobby oder durch muskuläre Anspannung infolge von Stress.
Während fast jeder schon vorübergehende Schmerzen durch Muskelverspannung erlebt hat, sind die Beschwerden beim myofaszialen Schmerzsyndrom dauerhaft oder verschlimmern sich im Laufe der Zeit.
Polymyalgia rheumatica
Entzündliche Erkrankung, die Muskelschmerzen und Steifheit verursacht, besonders in Schultern und Hüften. Die Anzeichen und Symptome entwickeln sich meist schnell und sind morgens am stärksten.
Sie tritt meistens bei Menschen über 65 Jahren auf; seltener bei unter 50‑Jährigen.
Oft geht sie mit einer anderen Entzündungserkrankung, der sogenannten Riesenzellarteriitis, einher, die Kopfschmerzen, Sehstörungen, Kieferschmerzen und empfindliche Kopfhaut verursachen kann.
Polymyositis
Seltene entzündliche Erkrankung, die Muskelschwäche verursacht, die beide Körperseiten betrifft. Sie kann alltägliche Bewegungen erschweren, z. B. Gehen, Treppensteigen, Aufstehen aus dem Sitzen oder das Heben von Gegenständen.
Am häufigsten sind Erwachsene in ihren 30er, 40er oder 50er Jahren betroffen. Frauen sind häufiger betroffen als Männer. Die Symptome entwickeln sich meist allmählich über Wochen oder Monate.
Es gibt keine Heilung für Polymyositis, aber die Behandlung – von Medikamenten bis zur Physiotherapie – kann Muskelkraft und Funktion verbessern.
Rheumatoide Arthritis
Chronische entzündliche Erkrankung, die nicht nur die Gelenke betreffen kann. Sie kann viele verschiedene Körpersysteme schädigen, einschließlich Haut, Auge, Lunge, Herz und Gefäße.
Es handelt sich um eine Autoimmunerkrankung, bei der das Immunsystem fälschlicherweise eigenes Gewebe angreift.
Im Gegensatz zur verschleißbedingten Arthrose betrifft die rheumatoide Arthritis die Gelenkinnenhaut, verursacht schmerzhafte Schwellungen, die schließlich zu Knochenschwund und Gelenkdeformitäten führen können. Wenn die Gelenkinnenhaut (Synovialis) entzündet und verdickt ist, sammelt sich Flüssigkeit, und die Gelenke werden zerstört und abgebaut.
Die zugehörige Entzündung kann auch andere Körperteile schädigen. Obwohl neue Medikamente die Behandlungsmöglichkeiten deutlich verbessert haben, kann ein fortgeschrittenes Stadium weiterhin zu körperlichen Bewegungseinschränkungen führen.
Verletzungen (Distorsion, Zerrung, Luxation)
Bei Bewegung können Muskeln auf verschiedene Weise verletzt werden und Schmerzen verursachen.
Distorsion (Verstauchung) bezeichnet die Überdehnung eines oder mehrerer Bänder, die ein Gelenk stabilisieren, durch eine ungünstige Bewegung. Bänder sind feste Bindegewebsstrukturen, die Gelenke zusammenhalten und übermäßige Bewegungen verhindern.
Am häufigsten sind Bandverletzungen am Sprunggelenk, insbesondere an der Außenseite, wo drei Bänder verlaufen. Sie treten auf, wenn dein Fuß „umknickt“ oder überdreht wird.
Bei einer Verstauchung sollte der verletzte Bereich sofort geschont werden: Ruhe, Kühlen, Kompression (Bandage) und Hochlagerung (sitz so, dass dein Knöchel höher liegt als deine Hüfte). Leichtere Verstauchungen lassen sich oft zu Hause behandeln; softlaser-Geräte oder Mikrostrombehandlungen können die Regeneration unterstützen. In schweren Fällen kann eine Operation zur Wiederherstellung gerissener Bänder notwendig sein.
Zerrung bezeichnet das Dehnen oder Reißen von Muskelfasern innerhalb eines Muskelbündels durch Überlastung. Eine Muskelzerrung ist in der Regel weniger schwerwiegend als eine Verstauchung. Schmerz und Schwellung sind milder.
Die Behandlung ist ähnlich: Ruhe, Kühlen und Hochlagern in den ersten 2–3 Tagen sind wichtig. Die Regenerationsprozesse können durch softlaser-Geräte oder Mikrostrombehandlungen unterstützt werden.
Luxation liegt vor, wenn die Bänder eines Gelenks so stark gedehnt sind, dass die gelenkbildenden Knochen aus ihrer normalen Position rutschen. Die Form des Gelenks verändert sich, Bewegung ist kaum oder gar nicht möglich. Starke Schmerzen und Schwellungen treten auf.
Stress
Bei anhaltendem Stress und dauernder Anspannung kann es zu Muskelverspannungen kommen, die besonders Nacken, Schultern und den oberen Rücken betreffen. Die Muskeln fühlen sich hart, fast bündelförmig an und sind gespannt. Der Schmerz ist ziehend und kann nicht nur örtlich bleiben, sondern auch krampfartige Kopfschmerzen auslösen.
Zur Lösung von stressbedingten Muskelschmerzen eignen sich entspannende Massagen, Muskelstimulation zur Lockerung, Meditation und Entspannungsübungen. Wichtig ist, die Stressfaktoren zu eliminieren, da langanhaltender Stress ein Nährboden für Erkrankungen ist. Lies meinen Artikel über den Zusammenhang von langfristigem Stress und Erkrankungen.
Überlastung
Eine der häufigsten Ursachen für Muskelschmerzen ist Überlastung, also belastende Muskelarbeit. Das tritt oft nach Gartenarbeiten im Frühjahr oder Herbst oder nach einem Umzug auf, wenn ungewohnte Bewegungen gesunde Muskeln beanspruchen. Dabei entstehen viele Metabolite, insbesondere Milchsäure, die Schmerzen verursachen. Das ist allgemein als Muskelkater bekannt.
Vermeide plötzliche Belastung durch Dosierung der Arbeit. Bei schrittweisem Training gewöhnt sich der Muskel an die Belastung und die Stoffwechselaktivität verbessert sich, sodass in trainierten Muskeln kein schmerzverursachendes Maß an Metaboliten mehr entsteht.
Muskelkater lässt sich sehr gut mit Massage oder einer elektrostimulativen Behandlung nach dem Training lindern.
Die aufgezählten Erkrankungen gehen häufig mit Muskelschmerzen einher. Vermeide Selbstdiagnosen! Bei Muskelschmerzen solltest du einen Arzt aufsuchen, damit die Ursache untersucht und die geeignete Behandlung eingeleitet wird.
Wann solltest du einen Arzt aufsuchen?
Bei leichten Verletzungen, Stress oder durch körperliche Aktivität verursachten Muskelschmerzen ist meist keine ärztliche Behandlung erforderlich; einfache Hausmittel können Linderung bringen. Muskelschmerzen, die von Verletzungen oder systemischen Erkrankungen herrühren, können jedoch ernster sein und sollten ärztlich abgeklärt werden.
Suche sofort ärztliche Hilfe, wenn Muskelschmerzen von folgenden Symptomen begleitet werden:
- Atembeschwerden oder Schwindel;
- Extrem starke Muskelschwäche;
- Hohes Fieber und steifer Nacken.
Vereinbare einen Termin in einer Praxis, wenn:
- du einen Zeckenbiss hattest oder vermutest, gebissen worden zu sein;
- du Hautausschläge hast, insbesondere den für Lyme typischen „Bullaugen“-Ausschlag;
- du Muskelschmerzen hast, besonders in der Wade, die beim Sport auftreten und sich durch Ruhe bessern;
- es Anzeichen einer Infektion gibt, z. B. Rötung und Schwellung um den schmerzenden Muskel;
- Muskelschmerzen auftreten, nachdem du mit der Einnahme eines Medikaments begonnen oder die Dosis erhöht hast (insbesondere Statine – zur Cholesterinregulierung);
- die Muskelschmerzen so stark sind, dass sie auf Selbstbehandlung nicht ansprechen.
Selbstfürsorge
Muskelschmerzen, die während Arbeit oder körperlicher Aktivität auftreten, deuten meist auf eine „Zerrung" hin. Diese Art von Verletzung spricht in der Regel gut auf die R.I.C.E.-Therapie an:
- Ruhe (Rest): Ruhe dich aus, belaste den schmerzenden Bereich nicht.
- Eis (Ice): Kühle mehrmals täglich für 20 Minuten (verwende Eiswürfel, Kälteakkus oder gefrorene Erbsen auf dem schmerzenden Bereich).
- Kompression (Compression): Benutze eine elastische Binde (Kompressionsverband) zur Reduktion der Schwellung.
- Hochlagern (Elevation): Stütze die verletzte Stelle mit Kissen so ab, dass sie höher als das Herz liegt (z. B. das Bein im Liegen höher als den Brustkorb).