Wissenschaftlicher Überblick über die Softlaser-Therapie
Die Softlaser-Therapie hat in den letzten Jahrzehnten in der Medizin zunehmend Aufmerksamkeit erhalten. Obwohl viele dieser Behandlungsmethode gegenüber noch skeptisch sind, bestätigen zahlreiche hochwertige wissenschaftliche Studien ihre Wirksamkeit bei der Behandlung verschiedener Erkrankungen und Symptome.
Im Folgenden stellen wir wissenschaftliche Publikationen vor, die Ergebnisse von Studien mit strengen methodischen Anforderungen berichten. Die meisten der dargestellten Studien sind randomisiert, doppelblind und placebo-kontrolliert – dies entspricht der höchsten Stufe wissenschaftlicher Evidenz.
Besondere Aufmerksamkeit habe ich darauf gelegt, repräsentative Publikationen aus verschiedenen Fachbereichen zu zeigen – von Erkrankungen des Bewegungsapparates über Dermatologie bis hin zu neurologischen Krankheitsbildern. Bei jeder Studie fasse ich kurz die wichtigsten Parameter und Ergebnisse zusammen, damit Sie ein umfassendes Bild der Anwendungsgebiete und der zu erwartenden Wirksamkeit der Lasertherapie erhalten können.
Die dargestellten Studien stammen überwiegend aus den letzten zwei Jahrzehnten und wurden in renommierten internationalen Fachzeitschriften veröffentlicht. Die Ergebnisse belegen überzeugend, dass korrekt angewandte Lasertherapie (insbesondere Softlaserbehandlungen) eine sichere und wirksame Behandlungsoption für zahlreiche Krankheitsbilder sein kann. Besonders bemerkenswert ist, dass positive Ergebnisse von unterschiedlichen Forschergruppen an verschiedenen geografischen Orten unabhängig voneinander bestätigt wurden.
Dieser wissenschaftliche Überblick kann für Fachkräfte und Patienten gleichermaßen nützlich sein, um ein objektives, evidenzbasiertes Bild über die tatsächlichen Möglichkeiten und Grenzen der Softlaser-/Lasertherapie zu erhalten.
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Die primäre Wirkung von Softlaser-Geräten besteht in der Unterstützung der Zellregenerationsprozesse und damit in einer Beschleunigung der Heilung; zudem wirkt sie schmerzlindernd durch die Anregung der Endorphinproduktion.
Arthritis und Erkrankungen des Bewegungsapparates
Wirkung der Lasertherapie bei rheumatoider Arthritis
Korolkova O M et al. The effect of laser therapy in complex treatment of patients with rheumatoid arthritis
In einer Studie mit 115 Patienten im Stadium II–III der rheumatoiden Arthritis zeigte die Kombination der Laserbehandlung mit der Grundtherapie signifikant bessere Ergebnisse als die alleinige medikamentöse Behandlung. Bei Patienten im Stadium II konnte die Kortisondosis in 8–10 Tagen schneller reduziert werden; in einigen Fällen konnte sie sogar vollständig abgesetzt werden.
Wirkung niedrigintensiver Laser bei rheumatoider Arthritis
Sidorov-V-D et al. The interauricular laser therapy of rheumatoid arthritis
Die Studie zeigte, dass ein 809-nm-Infrarotlaser (7,6 J/cm²) bei Patienten mit rheumatoider Arthritis entzündungshemmende und immunmodulierende Effekte besitzt. Die selektive, pathogenetisch basierte immunmodulierende Wirkung ist vergleichbar mit der grundlegender antirheumatischer Medikamente.
Klinische Anwendung des GaAlAs-Lasers bei rheumatoider Arthritis
Kanji Asada et al. Clinical application of GaAIAs 830 nm diode laser in treatment of rheumatoid arthritis
Bei der Behandlung von 170 Patienten (411 betroffene Gelenke) wurde ein 830-nm-Diodenlaser (60 mW) eingesetzt. Die schmerzlindernde Wirkung war bei 59,6 % hervorragend und bei 30,4 % gut. Die Bewegungsumfangsverbesserung war bei 12,6 % hervorragend und bei 43,7 % gut. Die Gesamtwirksamkeit betrug in Bezug auf Schmerzlinderung 90 % und bezüglich Bewegungsumfang 56,3 %.
Q-geschalteter Neodym-Laser bei rheumatoider Arthritis
Goldman JA et al. Laser therapy of rheumatoid arthritis
Bei 30 Patienten wurde ein Neodym-Laser mit 1,06 µm Wellenlänge (15 J/cm²) eingesetzt. Bei der Mehrzahl der Patienten zeigten sich Verbesserungen in den MCP- und PIP-Gelenken beider Hände. Auf der behandelten Seite waren die Verbesserungen bezüglich Erythem und Schmerz signifikant größer, und auch die Griffkraft besserte sich stärker.
Tendinopathien und Weichteilverletzungen
Softlaser-Therapie bei Achillessehnen-Tendinopathie
Bjordal JM et al. A randomised, placebo controlled trial of low level laser therapy for activated Achilles tendinitis
In der doppelblinden Studie wurde ein 904-nm-Infrarotlaser eingesetzt (5,4 J/Punkt). In der behandelten Gruppe sank die PGE2-Konzentration signifikant und die Druckschmerzschwelle stieg. Die Studie bestätigte die entzündungshemmende und schmerzlindernde Wirkung des Lasers.
Kombination aus Softlaser und exzentrischem Training
Stergioulas A et al. Effects of Low-Level Laser Therapy and Eccentric Exercises in the Treatment of Recreational Athletes With Chronic Achilles Tendinopathy
Eine Studie mit 52 Sportlern zeigte, dass die Kombination aus Lasertherapie und exzentrischen Übungen wirksamer ist als die alleinige Übungsbehandlung. Schmerz und morgendliche Steifigkeit verringerten sich in der kombinierten Behandlungsgruppe stärker.
Wundheilung und Dermatologie
Herpes simplex-Behandlung
Schindl A, Neumann R. Low-intensity laser therapy is an effective treatment for recurrent herpes simplex infection
In einer doppelblinden Studie mit 50 Patienten mit rezidivierendem Herpes simplex reduzierte die 690-nm-Laserbehandlung (48 J/cm²) die Rezidivfrequenz signifikant. Die mediane rezidivfreie Zeit betrug in der behandelten Gruppe 37,5 Wochen gegenüber 3 Wochen in der Placebogruppe.
Verbesserung des Überlebens von Hauttransplantaten
Kazemikhoo N et al. Evaluation of the Effects of Low Level Laser Therapy on the Healing Process After Skin Graft Surgery in Burned Patients
In einer randomisierten klinischen Studie an Brandverletzten, die eine Hauttransplantation erhielten, wurden roter (655 nm) und infraroter (808 nm) Laser eingesetzt. Die Rate der Wunddehiszenz war in der behandelten Gruppe signifikant niedriger.
Neurologische Anwendungen
Karpaltunnelsyndrom-Behandlung
Dincer U et al. The effectiveness of conservative treatments of carpal tunnel syndrome
In einer Untersuchung von 100 Händen mit Karpaltunnelsyndrom wurden Schienen, Ultraschall und Lasertherapie hinsichtlich ihrer Wirksamkeit verglichen. Die Kombination aus Laser und Schiene erwies sich als die effektivste Option, insbesondere in Bezug auf die Reduktion der Symptomschwere und der Schmerzen.
Behandlung chronischer Nackenschmerzen
Chow RT et al. The effect of 300 mW, 830 nm laser on chronic neck pain
Bei 90 Patienten mit chronischen Nackenschmerzen führte die Anwendung eines 830-nm-Lasers (300 mW) zu einer signifikanten Schmerzlinderung und einer Verbesserung der Lebensqualität. Die Wirkung bestand bis zu 3 Monate an.
Störungen des Lymphflusses
Behandlung der postmastektomischen Lymphödeme
Lau RW, Cheing GL. Managing postmastectomy lymphedema with low-level laser therapy
In der Studie wurden 21 Frauen mit einseitigem postmastektomischem Lymphödem behandelt. Die Lasertherapie verringerte das Armvolumen am Ende der Behandlungsperiode um 16 %, was in der Nachbeobachtung auf 28 % weiter anstieg. Auch der Gewebeimpedanzwiderstand sank signifikant.
Weitere Anwendungsgebiete
Behandlung der Rhinosinusitis
Naghdi S et al. A pilot study into the effect of low-level laser therapy in patients with chronic rhinosinusitis
Bei 15 Patienten mit chronischer Rhinosinusitis führte eine 830-nm-Laserbehandlung (30 mW, 1 J/Punkt) nach 2 Wochen zu einer 39%igen Verbesserung, die nach 4 Wochen auf 46,34 % anstieg. Die therapeutische Wirkung hielt durchschnittlich etwa 5 Monate an.
Behandlung chronischen Tinnitus
Gungor A et al. Effectiveness of transmeatal low power laser irradiation for chronic tinnitus
In einer randomisierten, doppelblinden Studie mit 66 Patienten mit chronischem Tinnitus führte ein 650-nm-Laser mit 5 mW Leistung zu einer signifikanten Verringerung der Lautstärke, Dauer und der Beschwerden im Vergleich zur Placebogruppe.
Diese Zusammenfassung veranschaulicht die breite Anwendbarkeit und die wissenschaftliche Fundierung der Softlaser-/Lasertherapie. Die meisten dargestellten Studien sind randomisiert und kontrolliert, was hohe wissenschaftliche Evidenz für die Wirksamkeit der Methode in verschiedenen Krankheitsbildern liefert.
