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Softlaser-Therapie – Umfassender Leitfaden für die Laserbehandlung zu Hause

Das Softlaser-Gerät schneidet nicht, verbrennt nicht und verursacht keine Schmerzen – stattdessen kann es die Regeneration von Geweben unterstützen. Sein Name (oft „soft laser" oder „low-level laser therapy") deutet darauf hin, dass es sich um einen Laserstrahl mit geringer Energie und schonender Wirkung handelt. Wissenschaftlich wird die Methode als Fotobiomodulation bezeichnet – sie blickt bereits auf mehrere Jahrzehnte Forschung zurück.
Die ersten Untersuchungen begannen in den 1960er-Jahren, als der ungarische Arzt-Forscher Mester Endre zufällig entdeckte, dass ein niederenergetischer Laserstrahl die Geweberegeneration günstig beeinflussen kann. Seitdem haben Tausende wissenschaftliche Studien die Wirkungen untersucht, und heute wird die Softlaser-/Lasertherapie weltweit in der modernen Medizin eingesetzt.1

Was ist Softlaser und warum ist er anders als das, was du bisher kennst?

Wenn du an Laser denkst, kommen dir wahrscheinlich zerstörerische Strahlen aus Filmen oder Schneideinstrumente aus der Chirurgie in den Sinn. Der Softlaser ist jedoch etwas völlig anderes.

Dieses Gerät schneidet nicht und verbrennt nicht – es emittiert Licht mit geringer Energie, das auf zellulärer Ebene wirkt. Die Softlaser-Therapie – wissenschaftlich Fotobiomodulation (PBM) genannt – kann die Zellfunktionen mithilfe von Lichtenergie unterstützen.

Dr. Zátrok Zsolt
Fachärztliche Einschätzung

„Die Softlaser-Therapie ist eines der vielversprechendsten Gebiete für die häusliche Gesundheitsversorgung. Durch Fotobiomodulation kann die Energieproduktion der Zellen unterstützt werden, was die Regenerationsprozesse positiv beeinflussen kann. Hinter der Methode stehen jahrzehntelange Forschungen.“

— Dr. Zátrok Zsolt

Wirkmechanismus der Lasertherapie

Die Lichtenergie dringt in das Gewebe ein, wo die Mitochondrien der Zellen – die „Kraftwerke" der Zelle – sie absorbieren. Dieser Prozess kann:

  • den Zellstoffwechsel unterstützen
  • zur Förderung der ATP-Produktion beitragen
  • die Mikrozirkulation günstig beeinflussen
  • bei der Reduktion entzündlicher Prozesse helfen
  • die Kollagenproduktion und Wundheilung unterstützen

Und das alles schmerzfrei und mit minimalen Nebenwirkungen.2

Das Geheimnis der Laserwirkung: Wellenlänge, Leistung und Dosierung

Drei Hauptfaktoren bestimmen, welche Ergebnisse eine Softlaser-Behandlung erzielen kann:

Die Wellenlänge bestimmt, wie tief das Licht in das Gewebe eindringen kann. Es gibt ein sogenanntes „biologisches Fenster" oder „therapeutisches Fenster" ungefähr zwischen 600 und 1100 Nanometer.

Wellenlänge Eindringtiefe Anwendung Geräte
660 nm (rot) 1-2 cm Hautprobleme, oberflächliche Wunden, Narben Personal Laser L200, Safe Laser 150
808 nm (infrarot) 3-4 cm Muskeln, Gelenke, tiefere Strukturen B-Cure Classic, Personal Laser L400
980-1064 nm (tiefes IR) 4-5+ cm tiefe Gelenke, Wirbelsäule PhysioLaser 6.0, 12.0 (professionell)

Die Leistung bestimmt, wie viel Energie der Laser pro Zeiteinheit liefert.

  • Softlaser-Geräte arbeiten typischerweise im Bereich von Milliwatt (mW)
  • Das reicht aus, um Zellen zu stimulieren, verursacht aber keine Gewebeschädigung
  • Heimgeräte: 50-500 mW
  • Professionelle Geräte: 500-12000 mW

Die Dosierung ist die Energiemenge pro Flächeneinheit, gemessen in J/cm² (Joule pro Quadratzentimeter).

Behandlungsziel Empfohlene Dosis
Oberflächliche Wundheilung, Hautprobleme 1-4 J/cm²
Gelenk- und Muskelprobleme 4-10 J/cm²
Behandlung tiefer Gewebe 8-12 J/cm²

Laserklassen und Sicherheit

Laser werden nach internationalen Normen in Sicherheitsklassen eingeteilt:

Klasse Merkmale Geräte
Klasse 1 Am sichersten, kann ohne Schutzbrille verwendet werden B-Cure, Safe Laser
Klasse 3B Wirksamer, Schutzbrille erforderlich Personal Laser L400, Energy Laser
Klasse 4 Professionell, darf nur von Fachpersonal verwendet werden PhysioLaser-Serie
⚠️ Wichtig: Geräte der Klasse 3B sind für die Behandlung tiefer Gewebe effektiver, erfordern jedoch erhöhte Vorsicht.

Wobei kann der Softlaser helfen? – Anwendungsgebiete

Die Softlaser-/Lasertherapie findet breite Anwendung. Übersicht: Softlaser-Therapie zu Hause – Behandlung von Erkrankungen »

🦴 Beschwerden des Bewegungsapparates

  • Arthritis (Gelenkentzündung)
  • Behandlung von Fersenschmerzen
  • Wirbelsäulenprobleme, Bandscheibenvorfall
  • Sehnenentzündungen (Tennisarm, Achillessehne)

🩹 Dermatologische Anwendungen

  • Behandlung von Unterschenkelgeschwüren
  • Behandlung von Keloidnarben
  • Diabetische Geschwüre
  • Linderung von Herpes-Symptomen

🧠 Neurologische Anwendungen

  • Trigeminusneuralgie (Gesichtsneuralgie)
  • Gesichtslähmung
  • Nervenschäden
  • Periphere Neuropathie

✨ Spezielle Anwendungen

  • Tinnitus (Ohrensausen)
  • Therapie gegen Nagelpilz
  • Zahnärztliche Anwendungen

Bevor du mit der Behandlung beginnst – Kontraindikationen

Für eine sichere Anwendung ist es wichtig, die Kontraindikationen zu kennen. Wenn einer der folgenden Zustände bei dir zutrifft, konsultiere bitte deinen behandelnden Arzt.

🚫 Wann solltest du den Softlaser NICHT verwenden?
  • An der Stelle eines bösartigen Tumors – im behandelten Bereich oder in unmittelbarer Nähe
  • Während der Schwangerschaft – im Bereich von Bauch und Lenden (aus Vorsicht)
  • Am Schilddrüsenbereich – nicht direkt auf die Schilddrüse gerichtet
  • Aktive Infektion – bei schweren bakteriellen oder viralen Infektionen
  • Nach einer Kortikoid-Injektion – warte einige Wochen mit der Behandlung der betroffenen Stelle
  • Fotosensibilisierende Zustände – bei Lichtempfindlichkeit ist ärztliche Beratung erforderlich
👓 Augenschutz: Bei Geräten der Klasse 3B (z. B. Personal Laser, Energy Laser) ist das Tragen einer Schutzbrille verpflichtend! Schau niemals direkt in den Laserstrahl.

Mögliche Nebenwirkungen

Die Softlaser-/Lasertherapie wird meist gut vertragen, es können jedoch auftreten:

  • Leichte, vorübergehende Rötung im behandelten Bereich
  • Nach den ersten Behandlungen vorübergehende Schmerzverstärkung (kann ein Zeichen der eingeleiteten Heilungsprozesse sein)
  • Selten: leichte Kopfschmerzen bei transkranieller Anwendung

Wenn du anhaltende oder ungewöhnliche Symptome bemerkst, setze die Behandlung ab und konsultiere deinen Arzt.

Behandlungstechniken

📍 Punktbehandlung

Der Applikator wird auf eine bestimmte Stelle gesetzt und dort für die vorgegebene Zeit gehalten. Ideal für klar abgegrenzte Bereiche (Sehnenansatzpunkte, Akupunkturpunkte, kleinere schmerzhafte Stellen).

↔️ Scan-/Streichbehandlung

Der Applikator wird langsam und gleichmäßig über das Behandlungsareal geführt. Geeignet für größere Bereiche (Muskelverspannungen, diffuse Schmerzen).

Tipp: In vielen Fällen erzielt die Kombination beider Techniken die besten Ergebnisse.

Wie wähle ich ein Softlaser-Gerät aus?

Bei der Auswahl solltest du beachten:

  1. Behandlungsziel – oberflächliche oder tiefe Gewebeprobleme?
  2. Wellenlänge – 660 nm für die Haut, 808 nm für tiefere Strukturen
  3. Laserklasse – Klasse 1 ist sicherer, Klasse 3B ist wirksamer
  4. Einfache Bedienung – voreingestellte Programme, automatische Zeitschalter

Wenn du unsicher bist, bitte unsere Experten um Hilfe bei der Geräteauswahl.

Weitere Informationen: LED vs. Diodenlaser – worauf du beim Kauf achten solltest »

Der Softlaser als vierte therapeutische Säule

Medizinische Heimgeräte – einschließlich des Softlaser-Geräts – ersetzen nicht die ärztliche Behandlung, sondern ergänzen sie.

1
Medikamentöse Behandlung
2
Injektionen, Infusionen
3
Ambulante Physiotherapie
4
Heim-Physiotherapie

Regelmäßige Behandlungen zu Hause sind besonders bei chronischen Erkrankungen wichtig, bei denen langfristige und konsequente Therapie der Schlüssel zum Erfolg ist.

📋 Zusammenfassung – Schneller Überblick

Was ist dieser Artikel? Ein umfassender Leitfaden zur Softlaser-/Lasertherapie (LLLT/Fotobiomodulation) von den Grundlagen bis zur praktischen Anwendung.

Für wen ist er gedacht? Für alle, die eine Laserbehandlung zu Hause in Erwägung ziehen – zur Unterstützung bei chronischen Schmerzen, Beschwerden des Bewegungsapparates, Wundheilungsproblemen oder anderen Zuständen.

Wichtigste Botschaft: Die Softlaser-Therapie ist wissenschaftlich untersucht und eine sichere ergänzende Behandlungsmethode – ersetzt jedoch nicht die ärztliche Versorgung.

  • Beschwerden des Bewegungsapparates (Arthritis, Fersenschmerzen, Wirbelsäulenprobleme)
  • Wundheilung (Geschwüre, Narben, postchirurgische Wunden)
  • Neurologische Probleme (Neuropathie, Gesichtsnerven-Schmerzen)
  • Spezielle Anwendungen (Tinnitus, Nagelpilz)

Häufig gestellte Fragen

Die Wirkung des Softlasers setzt schrittweise ein und akkumuliert sich mit den Behandlungen. In der Regel zeigen sich Veränderungen nach 10–14 Tagen regelmäßiger Anwendung. Für die volle Wirkung sind oft Behandlungszyklen von 4–6 Wochen nötig.

Nein. Die Softlaser-Behandlung ist schmerzfrei; meistens spürt man während der Anwendung nichts. Gelegentlich kann ein leichtes Wärmegefühl auftreten, was völlig normal ist.

Ja, die Softlaser-Therapie kann die medikamentöse Behandlung ergänzen. Nach einer Kortikoid-Injektion solltest du jedoch einige Wochen warten, bevor du die betreffende Stelle behandelst. Wenn du photosensibilisierende Medikamente einnimmst, konsultiere bitte deinen Arzt.

📚 Wissenschaftliche Quellen

  1. Son Y et al. (2025). Effects of photobiomodulation on multiple health outcomes: an umbrella review of randomized clinical trials. Sci Rep. PMC12326686
  2. Glass GE (2023). Photobiomodulation: A Systematic Review of the Oncologic Safety of Low-Level Light Therapy. Aesthet Surg J. PMC10309024
  3. Zein R, Selting W, Hamblin MR (2018). Review of light parameters and photobiomodulation efficacy. J Biomed Opt. PMC8355782
  4. Lawrence J, Sorra K (2024). Photobiomodulation as Medicine: LLLT for acute tissue injury. J Funct Morphol Kinesiol. PMC11503318
  5. Lauxen AC et al. (2024). Photobiomodulation in carpal tunnel syndrome. Lasers Med Sci. PMID: 39776290

Weitere wissenschaftliche Übersichten: Literaturübersicht zur Softlaser-Therapie »

⚠️ Ärztlicher Hinweis: Die in diesem Artikel enthaltenen Informationen dienen der allgemeinen Information. Heimtherapie-Geräte sind als Ergänzung zur medizinischen Behandlung gedacht und ersetzen nicht die fachärztliche Versorgung. Bei Beschwerden konsultiere deinen Arzt. Lies vor Beginn der Behandlung die Bedienungsanleitung des Geräts.

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