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Softlaser bei Sehnenbeschwerden – Therapie der Tendinopathie

Softlaser bei Sehnenbeschwerden – Therapie der Tendinopathie

Sehnenbeschwerden (Tendinitis) gehören zu den häufigsten Beschwerden des Bewegungsapparats. Sie betreffen Sportler ebenso wie Menschen, die am Schreibtisch arbeiten. Wenn Sie schon einmal diesen hartnäckigen, ziehenden Schmerz in der Schulter, im Ellenbogen oder im Knie erlebt haben, wissen Sie, wie schwer er loszuwerden ist. Eine Softlasertherapie kann den Heilungsprozess unterstützen.

Musculoskeletal
Lasertherapie
Entzündung

Definition Sehnenbeschwerden und Softlaser – was sollten Sie wissen, bevor Sie behandeln?

„Sehnenentzündung“ ist die umgangssprachliche Bezeichnung für Beschwerden, die fachsprachlich heute eher als Tendinopathie bezeichnet werden – und diese neue Bezeichnung ist keine Haarspalterei. Studien zufolge steckt hinter hartnäckigen Sehnenschmerzen, die seit Wochen oder Monaten bestehen, meist keine klassische Entzündung, sondern ein durch Überlastung verursachter Umbau der Sehnenstruktur: Die geordneten Kollagenfasern lockern sich, das Gewebe wird schwächer. Deshalb lösen weder entzündungshemmende Tabletten allein noch vollständige Schonung das Problem – und deshalb können Methoden, die die Gewebeheilung unterstützen, eine wichtige Rolle spielen. Dazu gehört auch der Softlaser.

Eine wichtige Abgrenzung gleich zu Beginn: In diesem Artikel geht es um Sehnenschmerzen – Schulter, Ellenbogen, Knie, Achillessehne. Wenn Ihre Beschwerden an den Beugesehnen der Finger oder des Handgelenks auftreten, zusammen mit einem schnappenden Finger oder Schmerzen an der Daumenbasis, handelt es sich um eine Sehnenscheidenentzündung. Dazu habe ich einen eigenen ausführlichen Artikel geschrieben: Hartnäckige Sehnenscheidenentzündung und ihre Behandlung.

Kernaussage Kernaussage

Die Behandlung von Sehnenproblemen hat zwei Säulen: eine dosierte, schrittweise gesteigerte Belastung (die eine Physiotherapeutin oder ein Physiotherapeut aufbaut) und die Unterstützung der Gewebeheilung. Studien zufolge ist der Laser vor allem eine Ergänzung zum Übungsprogramm – in den Untersuchungen führte diese Kombination zur stärksten Schmerzlinderung.1 Die Wirkung ist dosisabhängig: Gute Ergebnisse erzielten Patienten, die mit der empfohlenen Energiemenge behandelt wurden. Bei einer zu niedrigen oder zu hohen Dosis blieben sie aus.3

Arten Häufige Sehnenbeschwerden – und die Behandlungspunkte

Beschwerde Woran erkennen Sie sie? Behandlungspunkte mit dem Laser
Schultersehnenbeschwerden (Rotatorenmanschette) Schmerzen beim Anheben des Arms und beim Greifen nach hinten; nachts stärker, wenn Sie auf der betroffenen Seite liegen Vorderer, seitlicher und hinterer Schulterpunkt + oberer Teil des Oberarms (3-4 Punkte)
Tennisellenbogen Schmerzen am äußeren Knochenvorsprung des Ellenbogens beim Greifen und Drehen – nicht nur bei Sportlern: Maus, Werkzeug oder Küchenarbeit können die Beschwerden ebenfalls auslösen Direkt am Sehnenansatz am äußeren Knochenvorsprung + oberes Drittel der Unterarmstrecker
Golferellenbogen Dieselben Beschwerden an der Innenseite des Ellenbogens – beim Heben und Zupacken Sehnenansatz am inneren Knochenvorsprung + oberer Teil der Unterarmbeuger
Springerknie (Patellasehne) Schmerzen unterhalb der Kniescheibe beim Springen, Kniebeugen und Treppensteigen Sehnenansatz unterhalb der Kniescheibe + Verlauf der Sehne – ausführlich im Artikel zum Springerknie
Beschwerden der Achillessehne Schmerzen in der Sehne oberhalb der Ferse, morgendliche Anlaufschmerzen und Steifigkeit; besonders häufig bei Läufern Mittlerer Abschnitt der Sehne + Ansatz am Fersenbein + unterer Teil der Wade – Schmerzen an der Fußsohle im Fersenbereich haben eine andere Ursache: Artikel zu Fersenschmerzen
Sehnenscheidenentzündung (Handgelenk, Finger) Schnappender Finger, Schmerzen an der Daumenbasis, geschwollenes, „knirschendes“ Handgelenk Eigene Krankheitsgruppe mit eigenem Behandlungsprotokoll – im Artikel zur Sehnenscheidenentzündung

Wirkweise Wie wirkt der Laser auf die betroffene Sehne?

Die Sehne ist eines der widerstandsfähigsten und zugleich am langsamsten heilenden Gewebe des Körpers: Sie wird nur spärlich durchblutet und ihr Stoffwechsel ist langsam. Übersteigt die Belastung dauerhaft ihre Belastbarkeit – etwa durch eine plötzlich gesteigerte Trainingsintensität, wiederholte Arbeitsbewegungen oder eine ungewohnte Tätigkeit –, sammeln sich Mikroschäden in den Sehnenfasern an. Da die Reparatur nicht mit der Belastung Schritt halten kann, verändert sich die Gewebestruktur: Sie lockert sich, verdickt sich und wird schmerzhaft. Das ist eine Tendinopathie. Die schlechte Nachricht: Von selbst, durch „Ausruhen“, bildet sie sich selten zurück. Die gute Nachricht: Mit geeigneten Reizen – dosierter Belastung und Unterstützung des Gewebes – kann sich die Sehne innerhalb von Wochen bis Monaten wieder aufbauen.

Das Softlaserlicht erreicht besonders gut die oberflächennahen Sehnen – am Ellenbogen, an der Achillessehne und unterhalb der Kniescheibe. Die Photobiomodulation unterstützt die Zellen der Sehne, deren Stoffwechsel langsam ist: Sie regt die Aktivität kollagenbildender Zellen an, verringert die Erregbarkeit schmerzempfindlicher Nervenenden und kann begleitende Entzündungsprozesse abschwächen. Laut einer Zusammenfassung randomisierter Studien zu Sehnenbeschwerden der unteren Extremitäten führte die Lasertherapie am Ende der Behandlung und noch Wochen danach zu einer messbar stärkeren Schmerzlinderung und Funktionsverbesserung als eine Placebobehandlung. Der größte Unterschied wurde gemessen, wenn der Laser zusätzlich zum Übungsprogramm eingesetzt wurde.1

Studien zu Sehnenbeschwerden liefern zwei praktische Erkenntnisse. Die erste betrifft den Dosisbereich: In einer Auswertung von 25 kontrollierten Studien wurden günstige Ergebnisse erzielt, wenn die Dosen gemäß der internationalen WALT-Empfehlung verwendet wurden – mit niedrigeren oder höheren Dosen nicht.3 Die zweite betrifft die gezielte Anwendung: In Studien zum Tennisellenbogen bewährte es sich, das Licht direkt auf den Sehnenansatz am Knochenvorsprung zu richten und eine vergleichsweise geringe Energiemenge zu verwenden. Eine „allgemeine Beleuchtung der Umgebung“ zeigte keine Wirkung.2 In der Praxis heißt das: Tasten Sie den schmerzhaftesten Punkt ab und behandeln Sie genau diesen mit der vorgeschriebenen Dosis.

Behandlungsplan Ablauf der Behandlung – Laser UND Belastungssteuerung

Parameter Empfehlung
Wellenlänge 780–905 nm (Infrarot) – bei oberflächlichen Sehnenansätzen reicht eine geringere Dosis aus
Dosis Etwa 2–7 Joule pro Punkt – bei Ellenbogenbeschwerden der untere, bei dickeren Sehnen (Achillessehne) der obere Bereich2, 3
Behandlungszeit pro Punkt Abhängig von der Leistung des Geräts – halten Sie sich an die Dosierungstabelle; eine längere Behandlung ist nicht besser
Häufigkeit Einmal täglich oder jeden zweiten Tag
Behandlungsdauer Mindestens 2–3 Wochen, dann beurteilen; Sehnen sind langsames Gewebe – bis zur vollständigen Erholung kann es 6–12 Wochen dauern

Und das zweite Standbein: die Belastungssteuerung. Die Sehne erholt sich nicht durch vollständige Ruhe, sondern durch gut dosierte Belastung – die Fasern „lesen“ aus dem mechanischen Reiz ab, wie stark sie sich wieder aufbauen müssen. In der Praxis bedeutet das schrittweise gesteigerte, langsame und kontrollierte Übungen (bei Beschwerden an der Achillessehne und beim Springerknie meist exzentrisches Training, also Übungen mit einer betonten nachgebenden Phase), die von einer Physiotherapeutin oder einem Physiotherapeuten angepasst werden. Eine bewährte tägliche Reihenfolge: Laserbehandlung am schmerzhaften Punkt → anschließend die Übungen → bei Bedarf nach der Belastung kühlen. Vermeiden sollten Sie in den ersten Tagen mit akuten, starken Schmerzen provozierende Bewegungen. Aber auch das andere Extrem, wochenlange vollständige Schonung, ist nicht ratsam.

Tipp Mein Rat

Finden Sie heraus, wodurch Ihre Beschwerden ausgelöst werden. Andernfalls bleibt selbst die sorgfältigste Behandlung symptomatisch. Beim Tennisellenbogen sind es häufig eine ungünstige Position von Maus und Tastatur oder ein neues Werkzeug; bei Beschwerden an der Achillessehne eine plötzlich gesteigerte Laufbelastung oder abgenutzte Schuhe; bei Schulterbeschwerden wiederholte Arbeiten über Kopf. Verringern oder verändern Sie während der Behandlung diese auslösende Belastung – und steigern Sie sie danach schrittweise, um höchstens 10-20% pro Woche. Die Sehne reagiert empfindlich auf plötzliche Belastungssprünge und profitiert von einem geduldigen Aufbau.

Welches Gerät eignet sich bei Sehnenbeschwerden?

Sehnen verlaufen meist oberflächennah. Deshalb eignen sich Geräte der Klasse 1 mit großer Behandlungsfläche auch hier gut. Bei dickeren, tiefer liegenden Ansätzen ist ein stärkerer Punktlaser hilfreich:

B-Cure Laser Sport Pro

Gerät der Laserklasse 1 in einer leistungsstärkeren Ausführung, speziell bei Beschwerden infolge sportlicher Belastung – sicher ohne Schutzbrille verwendbar. Die große Behandlungsfläche deckt den gesamten Sehnenverlauf bequem ab.

B-Cure Laser Pro

Die professionelle Variante der B-Cure-Familie für längere Behandlungen zu Hause über einen bestimmten Zeitraum – eine gute Wahl, wenn Sie neben den Sehnenbeschwerden auch andere Gelenk- oder Weichteilprobleme in der Familie behandeln möchten.

Personal-Laser L400

808-nm-Punktlaser mit 400 mW Leistung – zur gezielten Behandlung des ertasteten, schmerzhaftesten Sehnenansatzes innerhalb weniger Sekunden bis einer halben Minute. Ein Gerät für das Prinzip: „genau dort, genau die richtige Dosis“.

Das gesamte Sortiment finden Sie in der Kategorie Softlasergeräte – lesen Sie vor dem Kauf auch die Checkliste zur Vermeidung von Fehlkäufen.

Warnhinweis Wann sollten Sie Ihre Sehnenbeschwerden NICHT zu Hause behandeln?

  • Verdacht auf Sehnenriss – plötzliches „Knallen“, plötzlich auftretender Kraftverlust, Bewegungsausfall (z. B. Sie können sich nicht auf die Zehenspitzen stellen): dringend ärztlich untersuchen lassen, KEINE Behandlung zu Hause
  • Warmes, geschwollenes, gerötetes Gelenk mit Fieber – kann auf eine Infektion oder eine akute entzündliche Erkrankung hinweisen und muss ärztlich behandelt werden
  • Krebserkrankung oder verdächtige Veränderung im behandelten Bereich – Behandlung nur mit Zustimmung des behandelnden Arztes
  • Schwangerschaft – nur nach ärztlicher Rücksprache
  • Einnahme von Medikamenten, die lichtempfindlich machen – sprechen Sie vorher mit Ihrem Arzt

Achtung Wann sollten Sie ärztlichen Rat einholen?

Wenn der Schmerz zum Zeitpunkt einer Verletzung auftrat und mit Kraftverlust einhergeht; wenn er auch nachts und in Ruhe stark ist; wenn Taubheitsgefühle oder eine Schwäche der Hand oder des Fußes hinzukommen (das kann auf eine Ursache im Nervensystem hinweisen); oder wenn nach 3-4 Wochen regelmäßiger Laserbehandlung plus Belastungssteuerung keinerlei Besserung eintritt. Die vollständige Sicherheitsliste zum Laser finden Sie im Artikel Gegenanzeigen der Softlasertherapie.

FAQ Häufig gestellte Fragen

Nein – das ist einer der häufigsten Irrwege bei Sehnenbeschwerden. Vermeiden Sie in den ersten Tagen mit starken Schmerzen tatsächlich provozierende Bewegungen. Danach baut sich die Sehne gerade durch dosierte Belastung wieder auf: Bei wochenlanger vollständiger Schonung wird das Gewebe weiter geschwächt und beim ersten Wiedereinstieg erneut verletzt. Der richtige Weg ist eine langsam gesteigerte Belastung innerhalb der Schmerzgrenze – idealerweise von einer Physiotherapeutin oder einem Physiotherapeuten angepasst. Der Laser begleitet diesen Prozess.

Die Wirkung zeigt sich in unterschiedlichen Zeiträumen. Eine Kortisonspritze kann kurzfristig rasch Schmerzen lindern. Bei Sehnenproblemen sind die längerfristigen Ergebnisse jedoch ungünstiger, und wiederholte Injektionen können das Sehnengewebe schwächen. Die Entscheidung trifft immer der Arzt. Bemerkenswert ist, dass sich in einem erheblichen Teil der Laser-Studien Patienten mit lang anhaltenden Beschwerden besserten, bei denen eine Kortisonbehandlung zuvor nicht geholfen hatte – mit einer gezielten Laserbehandlung in der richtigen Dosis.2 Es geht also nicht um „Spritze ODER Laser“, sondern zunächst um den konservativen Behandlungsweg (Belastungssteuerung + Laser). Die Frage einer Injektion sollten Sie Ihrem Arzt überlassen.

Länger, als Sie hoffen – und das sollten Sie von Anfang an wissen. Sehnen sind nur spärlich durchblutet und haben einen langsamen Stoffwechsel: Bei einer Kombinationstherapie lassen die Schmerzen meist innerhalb von 2–6 Wochen deutlich nach. Bis das Gewebe vollständig wieder aufgebaut ist, kann es jedoch 3–6 Monate dauern. Der häufigste Fehler: Sobald der Schmerz nachlässt, steigen viele sofort wieder voll ein – dabei ist die Sehne noch nicht vollständig belastbar. Steigern Sie die Belastung beim Wiedereinstieg ebenfalls schrittweise und Woche für Woche.

In der Regel ja – mit angepasster Belastung. Ziel ist nicht völlige Untätigkeit, sondern vorübergehend eine Alternative zu der Bewegung zu finden, die die Beschwerden auslöst: Bei Achillessehnenbeschwerden durch Laufen können Radfahren oder Schwimmen eine Alternative sein; beim Tennisellenbogen können Sie die Ergonomie von Maus und Tastatur verbessern und eine Handgelenkbandage in Betracht ziehen; beim Springerknie pausieren Sie Sprünge, während Sie die Kräftigungsübungen mit Kniebeugen beibehalten. Leichte Schmerzen während des Trainings, die bis zum nächsten Tag abklingen, sind akzeptabel – stechende oder zunehmende Schmerzen nicht.

Ort und Art der Beschwerden geben Hinweise. Beschwerden am Sehnenansatz (Tennisellenbogen, Achillessehne, Springerknie, Schulter) lassen sich auf einen gut tastbaren, druckempfindlichen Punkt eingrenzen und treten bei Belastung auf. Eine Sehnenscheidenentzündung betrifft dagegen typischerweise Handgelenk und Finger. Sie kann von einem schnappenden Finger, Schwellungen oder einem „knirschenden“ Gefühl bei Bewegung begleitet sein. Dafür gibt es ein eigenes Behandlungsprotokoll, das ich im Artikel über die hartnäckige Sehnenscheidenentzündung beschrieben habe.

Forschung Was sagen die Studien?

„Hilft der Laser wirklich gegen meine Sehnenschmerzen?“

Eine aktuelle Zusammenfassung randomisierter Studien zu Sehnenbeschwerden der unteren Extremitäten (Achillessehne, Springerknie, Plantarfaszie) zeigt: Die Laserbehandlung führte zu einer messbar stärkeren Schmerzlinderung und Funktionsverbesserung als eine Placebobehandlung – am Ende der Behandlung und auch noch 4–12 Wochen später, ohne Nebenwirkungen. Der größte Unterschied wurde beobachtet, wenn der Laser zusätzlich zum Übungsprogramm eingesetzt wurde: Diese Kombination war den Übungen allein deutlich überlegen.1 Die richtige Kombination lautet also nicht „Laser ODER Übungen“, sondern beides zusammen.

„Wirkt das auch bei Tennisellenbogen? Ich habe gehört, dass nichts hilft …“

Ein Tennisellenbogen ist tatsächlich hartnäckig – doch auch die Studien dazu sind aufschlussreich. Eine Auswertung von 13 randomisierten Studien zeigte, dass eine gezielte Laserbehandlung mit vergleichsweise geringer Dosis direkt am Sehnenansatz am Knochenvorsprung kurzfristig zu einer messbaren Schmerzlinderung und einer höheren Griffkraft führte. Das galt auch für Patienten, bei denen frühere Behandlungen, darunter Kortisonspritzen, nicht geholfen hatten.2 Entscheidend war die gezielte Anwendung: Beim allgemein „beleuchteten“ Ellenbogen trat keine Besserung ein, am genau behandelten Sehnenansatz dagegen schon.

„Warum höre ich so widersprüchliche Aussagen über den Laser?“

Weil in der Hälfte der Studien die richtige Dosis verwendet wurde und in der anderen Hälfte nicht. Eine Auswertung von 25 kontrollierten Studien zu Sehnenproblemen fand genau dieses Muster: Günstige Ergebnisse stammten durchweg aus Studien, in denen die empfohlene Energiemenge gemäß der internationalen Richtlinie angewendet wurde. Beim Tennisellenbogen wurde beispielsweise eine messbar höhere Griffkraft festgestellt, bei Beschwerden an der Achillessehne ein geringerer Schmerz.3 Wenn Sie den Laser also „ausprobiert haben und er nicht gewirkt hat“, sollten Sie zuerst Dosis und gezielte Anwendung überprüfen – statt die Methode gleich abzuschreiben.

Zusammenfassung Zusammenfassung – Kurzüberblick

Worum geht es in diesem Artikel? Ein Leitfaden zur Laserbehandlung von Sehnenbeschwerden zu Hause (Schulter, Tennisellenbogen, Golferellenbogen, Springerknie, Achillessehne): Was in der betroffenen Sehne geschieht, wohin und wie viel Licht Sie anwenden sollten und warum die Belastungssteuerung die zweite Hälfte des Heilungsprozesses ausmacht.
An wen richtet sich der Artikel? An Menschen mit seit Wochen bestehenden Schmerzen am Sehnenansatz, die durch Arbeit oder Sport ausgelöst wurden; an alle, die vor einer Kortisonspritze zunächst den konservativen Behandlungsweg ausschöpfen möchten; und an alle, die wissen möchten, warum ihre Beschwerden durch Schonung nicht verschwunden sind.
Kernaussage: Hartnäckige Sehnenschmerzen sind keine klassische Entzündung, sondern ein Umbau des überlasteten Gewebes. Die Behandlung hat zwei Standbeine: dosierte Belastung und gezielte Laserbehandlung mit der richtigen Dosis. Studien zufolge führt beides zusammen zur stärksten Besserung. Geduld ist unerlässlich, denn Sehnen sind langsames Gewebe.
Nächster Schritt: Finden Sie in der Tabelle heraus, welche Beschwerden und Behandlungspunkte auf Sie zutreffen, und suchen Sie nach der auslösenden Belastung. Geräte finden Sie in der Kategorie Softlasergeräte →.

Lesen Sie weiter

  • Hartnäckige Sehnenscheidenentzündung und ihre Behandlung →
  • Springerknie (Patellatendinitis) →
  • Softlaser bei Fersenschmerzen →
  • Behandlung von Sportverletzungen mit Softlaser →
  • Softlaser bei Knieschmerzen und Kniearthrose →
  • Softlasertherapie zu Hause: Bei welchen Beschwerden, welcher Ratgeber? →

Wissenschaftliche Quellen

  1. Naterstad IF, Joensen J, Bjordal JM, Couppé C, Lopes-Martins RAB, Stausholm MB (2022). Efficacy of low-level laser therapy in patients with lower extremity tendinopathy or plantar fasciitis: systematic review and meta-analysis of randomised controlled trials. BMJ Open, 12(9), e059479. DOI: 10.1136/bmjopen-2021-059479
  2. Bjordal JM, Lopes-Martins RAB, Joensen J, et al. (2008). A systematic review with procedural assessments and meta-analysis of low level laser therapy in lateral elbow tendinopathy (tennis elbow). BMC Musculoskeletal Disorders, 9, 75. DOI: 10.1186/1471-2474-9-75
  3. Tumilty S, Munn J, McDonough S, Hurley DA, Basford JR, Baxter GD (2010). Low level laser treatment of tendinopathy: a systematic review with meta-analysis. Photomedicine and Laser Surgery, 28(1), 3–16. DOI: 10.1089/pho.2008.2470
Dr. Zátrok Zsolt

Dr. Zátrok Zsolt

Arzt, Medizintechnik-Experte, Blogger

Die Informationen in diesem Artikel dienen der Orientierung. Therapiegeräte für die Anwendung zu Hause sind als Ergänzung zur ärztlichen Behandlung vorgesehen und ersetzen diese nicht. Bei Beschwerden wenden Sie sich an Ihren behandelnden Arzt.

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