ALS Krankheit
Die amyotrophe Lateralsklerose [ALS-Krankheit] ist eine langsam verlaufende Erkrankung, die durch das fortschreitende Absterben von Nervenzellen (Motorneuronen) verursacht wird, die die willkürlich bewegbaren Muskeln steuern. Die Krankheit beginnt an den Muskeln der entfernt liegenden Gliedmaßen und breitet sich allmählich zum Zentrum hin aus. Die Muskelkraft nimmt ab, die Muskeln beginnen zu verkümmern (Atrophie) und schließlich tritt eine Lähmung ein. Dies führt zum Verlust der Bewegungs-, Harn- und Stuhlkontrolle sowie zu zunehmender Muskelsteifigkeit (Spastizität), Kontrakturen (Verkürzung der Sehnen) und daraus resultierenden Schmerzen. Die Lebensqualität wird entscheidend durch das Fortschreiten der Muskelschwäche bestimmt; schließlich führt die Lähmung der Atemmuskulatur zum Tod.
Funktionelle Stimulation (FES) bei der ALS-Heimbehandlung
Die meisten ungarischsprachigen medizinischen Informationsseiten erwähnen die funktionelle Stimulation (FES) als Methode zur Reduzierung der Symptome und Verzögerung der Verschlechterung kaum. Sie nennen zwar die Physiotherapie als Möglichkeit, gehen aber nicht weiter darauf ein. Dabei könnte sie erfolgreich angewandt werden – wenn Ärzte und Patienten davon wüssten.
Die funktionelle Stimulation (FES) ist eine Elektrotherapiemethode, die im Wesentlichen Muskelstimulation ist und darauf abzielt, eine bestimmte Funktion oder Fähigkeit wiederherzustellen. Im Fall von ALS geht es eher darum, diese so lange wie möglich aufrechtzuerhalten.
Die Stimulation ist jedoch komplexer als die Einnahme einer Tablette. Es gibt kein allgemeingültiges Protokoll, nicht alle Patienten benötigen dieselbe Behandlung, denn die Reihenfolge der Symptome, deren Intensität und der Verlauf der Muskelschwäche können individuell unterschiedlich sein. Der Behandlungsplan muss unter Berücksichtigung deiner Symptome erstellt werden.
Es ist jedoch umfassend belegt, dass Muskelstimulation die Lebensqualität von ALS-Patienten verbessert, die Ausbreitung der Muskelschwäche verzögert, die Steifigkeit lindert, Schmerzen verringert und die Fähigkeit zur Kontrolle von Blase und Darm unterstützt.