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Lipoedem oder Lymphoedem? Wie unterscheiden?

Das Lipoödem und das Lymphödem werden oft verwechselt – beide verursachen Schwellungen, ein Schweregefühl in den Beinen und Hautveränderungen. Klinisch handelt es sich jedoch um zwei völlig unterschiedliche Erkrankungen mit verschiedenen Mechanismen, unterschiedlichen Behandlungsstrategien und unterschiedlicher Gerätauswahl. Betroffene leben häufig jahrelang mit einer fehlerhaften Diagnose, was die Chance auf Verbesserung verringert.

Kreislauf
Stoffwechsel
Dr. Zátrok Zsolt
Dr. Zátrok Zsolt

Definition Warum ist die Unterscheidung wichtig?

 

Ziel dieses Artikels ist es, eine praktische Anleitung zur Differenzierung der beiden Zustände zu geben – mit visuellen Hinweisen, klinischen Tests und einem Vergleich der Behandlungsstrategien. Die endgültige Diagnose stellt stets ein Facharzt (Lymphologe, Gefäßchirurg), aber die folgenden Informationen helfen, sich zu orientieren und vorbereitet in eine Beratung zu gehen.

Kernaussage Kernaussage

Das Lipoödem ist eine Erkrankung des Fettgewebes – die Behandlung zielt vorrangig auf das Gewebevolumen und die Entzündung ab. Das Lymphödem ist eine Störung des Flüssigkeitsabflusses – die Therapie zielt primär auf den Abtransport der Flüssigkeit. Beide Zustände können gemeinsam auftreten; dies bezeichnet man als Lipolymphödem.

Mechanismus Anatomisch-pathologische Grundlagen – was passiert im Gewebe?

Die beiden Erkrankungen betreffen unterschiedliche Gewebeschichten und führen durch verschiedene Mechanismen zu Schwellungen.

Beim Lipoödem lagert sich das Unterhautfettgewebe krankhaft und symmetrisch ab. Die Ursachen sind komplex: polygenetische Veranlagung, hormonelle Faktoren (Östrogen-Sensitivität) und eine chronische, niedriggradige Entzündung. Das vermehrte Fettgewebe ist schmerzhaft, druckempfindlich und neigt leicht zu Blutergüssen. Das Lymphsystem ist zunächst intakt – erst im Stadium 3–4 kommt es sekundär durch mechanischen Gewebedruck zu Beteiligung.

Beim Lymphödem ist die Kapazität des Lymphsystems reduziert oder verschlossen. Ursache kann angeboren sein (primäres Lymphödem – selten, Entwicklungsstörung) oder sekundär durch äußere Ereignisse (Operation, Strahlentherapie, Trauma, Infektion, chronische venöse Stauung). Der Protein-reiche Flüssigkeitsaustausch im Gewebe ist gestört, was lokale Entzündung verstärkt und langfristig zu Bindegewebsverhärtung (Fibrose) führt. Die Haut bleibt zunächst intakt, das Gewebe verhärtet jedoch allmählich.

Aufgrund dieser grundlegenden Unterschiede unterscheiden sich auch die Therapieziele:

  • Beim Lipoödem ist das Hauptziel: Kontrolle des krankhaften Fettgewebes + Entzündungsreduktion + Stabilisierung der Lebensqualität.
  • Beim Lymphödem ist das Hauptziel: Flüssigkeitsableitung + Verlangsamung der Gewebeveränderung + Infektionsprävention.

Detaillierte klinische Hintergründe finden Sie in den Leitfäden Lipödéma (Fettödema) – Symptome und Behandlung und Lymphödem – Formen, Ursachen und Stadien.

Visuelle und symptomatische Unterscheidungsmerkmale

Die nachfolgende Tabelle fasst die acht wichtigsten Unterschiede zusammen, die in der klinischen Praxis angewendet werden. Eine gesunde Person kann die Punkte zur Selbstprüfung durchgehen:

Merkmal Lipoödem Lymphödem
Verteilung Symmetrisch, beidseitig (Hüfte, Oberschenkel, Wade, Oberarm) Typischerweise einseitig (außer angeborene primäre Formen)
Fußrücken / Handrücken Nicht betroffen, bleibt schlank – „Manschetten-Zeichen" In der Regel betroffen, geschwollen
Stemmer-Zeichen Negativ (Hautfalte ist anhebebar) Positiv (Hautfalte lässt sich nicht anheben)
Hautempfindlichkeit Empfindlich, leicht blutergussneigend Zunächst normal, später fest und induriert
Pitting (eingedrückte Schwellung) Kein oder nur minimaler Pitting Ja, typisch in frühen Stadien
Schmerz Typisch, auch druckabhängig Zunächst minimal, später chronisch
Geschlechtsverteilung Fast ausschließlich Frauen Beide Geschlechter (abhängig von der Indikation)
Typischer auslösendes Ereignis Hormonelle Veränderungen (Pubertät, Schwangerschaft, Menopause) Operation, Strahlentherapie, Infektion (sekundär); angeboren (primär)

Die Hauptbotschaft der Tabelle: Beide Zustände haben klare klinische Merkmale, die in den meisten Fällen bereits vor einer Facharztuntersuchung Orientierung geben.

Untersuchung Klinische Tests und Untersuchungen

Für die präzise Differenzialdiagnose werden vier Hauptmethoden in der klinischen Untersuchung eingesetzt. Einige davon lassen sich zu Hause durchführen, andere erfordern eine Facharztkonsultation.

1. Stemmer-Zeichen (zu Hause durchführbar)

Der klassische klinische Test zur Diagnose eines Lymphödems. Probieren Sie es aus: Am Ansatz der zweiten Zehe versuchen Sie, die Haut mit den Fingern in eine Falte zu heben. Wenn sich die Haut leicht falten lässt (negatives Stemmer-Zeichen) → wahrscheinlich Lipoödem. Wenn sich die Haut NICHT anheben lässt (positives Stemmer-Zeichen) → wahrscheinlich Lymphödem. Der Test ist nicht unfehlbar, liefert in der klinischen Praxis jedoch eine starke initiale Orientierung.

2. Pitting-Test (zu Hause durchführbar)

Drücken Sie mit dem Finger 5–10 Sekunden auf die geschwollene Stelle und nehmen Sie den Druck weg. Bleibt eine sichtbare Delle zurück, die sich innerhalb von Minuten zurückbildet → pitting-positiv (typisch für Lymphödem Stadium 1). Kein sichtbarer Eindruck → eher Lipoödem oder fortgeschrittenes Lymphödem (> Stadium 2). Dieser Test detektiert das Vorhandensein von Flüssigkeit – beim Lipoödem dominiert das Gewebevolumen, daher fehlt Pitting meist.

3. Umfangsmessung mit Maßband (zu Hause oder beim Facharzt)

Wöchentliche Umfangsmessungen an denselben Messpunkten mit Maßband helfen, Trends (Richtungsänderungen) zu erkennen. Beim Lipoödem sind die Seiten weitgehend symmetrisch (beide Oberschenkel ähnlich groß); beim Lymphödem (insbesondere sekundäres/BCRL) ist die betroffene Seite deutlich vergrößert. Ein Unterschied von mehr als 2 cm ist ein frühes Warnzeichen.

4. Bioimpedanz-Spektroskopie (BIS) – fachärztlich

Moderne, sensitive Methode zur Messung von extrazellulärer und intrazellulärer Flüssigkeit. Sehr nützlich zur frühen Erkennung von BCRL (noch vor Symptomen). Verfügbar in Praxen von lymphologischen und physiotherapeutischen Spezialisten.

5. Lymphszintigrafie und MR-Lymphangiographie – fachspezifisch

Bildgebende Verfahren für komplexe Fälle (z. B. angeborenes primäres Lymphödem, Lipolymphödem) zur endgültigen Diagnostik. Sie zeigen Funktion und Anatomie der Lymphgefäße genau. Diese Untersuchungen werden auf Klinikniveau durchgeführt.

Lipolymphödem – wenn beide Zustände zusammen auftreten

Als Lipolymphödem bezeichnet man die klinische Situation, in der bei einem Lipoödem-Patienten im Stadium 3–4 sekundär ein Lymphödem entsteht. Typischer Verlauf:

  1. Entwicklung eines Lipoödems im Stadium 1 (glatte Haut, druckempfindliches Gewebe),
  2. im Verlauf von Jahren bis Jahrzehnten Übergang zu Stadium 2–3 (polsterartige Haut, grobe Wellung),
  3. das vermehrte Gewebe komprimiert mechanisch Lymphgefäße und Lymphknoten,
  4. die Kapazität des Lymphsystems nimmt ab und eine weiche, flüssigkeitsartige Schwellung tritt am ohnehin vergrößerten Extremität auf,
  5. letztlich treten die klassischen Zeichen des Lipoödems (beidseitig, freier Fußrücken) und des Lymphödems (Beteiligung des Fußrückens, positives Stemmer-Zeichen) gemeinsam auf.

Die Therapie des Lipolymphödems kombiniert die Vorgehensweisen beider Grunderkrankungen: Elemente der komplexen Dekongestiven Therapie (CDT) (Kompressionskleidung + manuelle oder maschinelle Lymphdrainage + Hautpflege + Bewegung) sind vorrangig. Pneumatische Kompression wird hier bei niedrigem Druck (30–40 mmHg) und unter ärztlicher Aufsicht empfohlen. Operative Optionen (lipoödem-orientierte Liposuktion + ggf. LVA oder VLNT) können in Erwägung gezogen werden – Details im Leitfaden Lymphrekonstruktive Operation.

Stadiumspezifische Behandlungsstrategien des Lipoödems finden Sie ausführlich im Cluster-Artikel Lipoödem Stadien 1–4.

Welche Bedeutung hat die Unterscheidung für die Behandlung?

Die Genauigkeit der Diagnose bestimmt die Behandlungsstrategie. Die folgende Tabelle fasst die wichtigsten Unterschiede zusammen:

Behandlungselement Lipoödem Lymphödem
Ziel Kontrolle des Gewebevolumens, Entzündungsreduktion, Schmerzlinderung Flüssigkeitsableitung, Verlangsamung der Gewebeveränderung, Infektionsprävention
Kompressionskleidung Klasse II (23–32 mmHg) – tägliches Tragen Klasse II–III (23–46 mmHg) – tägliches Tragen, individuell angepasst
Druck bei pneumatischer Kompression 30–60 mmHg 30–50 mmHg
Bewegung Wichtig – unter Kompression: Schwimmen, Gehen, Radfahren Wichtig – Muskelpumpenfunktion unter Kompression
Ernährung Entzündungshemmende Ansätze (mediterran, ketogen) Moderate Natriumzufuhr, Flüssigkeitszufuhr, Gewichtskontrolle
Spezialtherapie Bei schweren Fällen Fettabsaugung (Liposuktion) (Stadium 3–4) Bei schweren Fällen mikrochirurgische Verfahren (LVA, VLNT)
Manuelle Lymphdrainage (MLD) Sinnvolle Ergänzung Primär – einer der Hauptpfeiler der CDT

Gerätewahl Gerätewahl nach Indikation

Die Wahl des pneumatischen Kompressionsgeräts richtet sich nach Stadium und Indikation. Der deutlichste Unterschied liegt im Druckbereich:

  • Lipoödem Stadium 1–2: 4-Kammer-Heimgerät bei 30–60 mmHg. Power Q-1000 Plus Einstiegsgerät, Power Q-2200 Preis-Leistungs-Tipp, Power Q-1000 Premium Fortgeschritten.
  • Lipoödem Stadium 3: 6-Kammer-Profi Power Q-8060 mit feinerem sequenziellen Muster.
  • Lipoödem Stadium 4 / Lipolymphödem: 12-Kammer-Top-Profi Power Q-8120, bei niedrigem Druck, unter ärztlicher Aufsicht.
  • Lymphödem Stadium 1–2: 4-Kammer-Heimgerät bei 30–50 mmHg. Q-1000 Plus, Q-2200 oder Q-1000 Premium.
  • Lymphödem Stadium 3: 6- oder 12-Kammer-Profigerät (Q-8060 oder Q-8120) mit feinerem Muster.
  • BCRL (Lymphstau nach Brustkrebs) Prävention: 4-Kammer-IPC ≤40 mmHg, >2 Wochen. Q-1000 Plus oder Q-2200 ideal.

Die vollständige Auswahl-Logik finden Sie im Leitfaden Lymphmassagegerät – wofür, wie auswählen?, das Multi-Indikations-Hub im Bereich Lymphmassagegerät Kategorie.

Wann sollte man einen Facharzt aufsuchen?

Die präzise Diagnose – ob Lipoödem oder Lymphödem – liegt immer in der Verantwortung eines Spezialisten (Lymphologe, Gefäßchirurg, plastischer Chirurg mit Lipoödem-Praxis). In den folgenden Situationen ist eine Konsultation besonders wichtig:

  • Anhaltende, unerklärliche Schwellung: ob symmetrisch (verdächtig für Lipoödem) oder einseitig (verdächtig für Lymphödem) – eine anhaltende Veränderung rechtfertigt fachärztliche Abklärung.
  • Neue Schwellung nach onkologischer Operation: nach Brustkrebs, Gebärmutterhalskrebs, Prostatakrebs – auch Jahre später auftretende Arm- oder Beinödeme → Lymphologe.
  • Unklare klinische Bilder: wenn die Selbsttests (Stemmer-Zeichen, Pitting-Test) unsichere Ergebnisse liefern oder die Symptome nicht eindeutig zuzuordnen sind.
  • Wiederkehrende Hautinfektionen (Erysipel, Cellulitis): beide Erkrankungen haben diese Komplikation – bei wiederholten Episoden ist ein fachärztliches Protokoll erforderlich.
  • Erwägung einer operativen Option: Bei Lipoödem Stadium 3–4 oder schwerem Lymphödem Liposuktion bzw. mikrochirurgische Verfahren (LVA, VLNT) in Erwägung ziehen. Details im Leitfaden Lymphrekonstruktive Operation.

Die fachärztliche Perspektive erläutert Dr. Mohos Balázs in einem Interview.

Forschung Klinische Evidenz zur Behandlung der beiden Krankheitsbilder

Die Evidenzbasen der beiden Erkrankungen haben sich in den letzten Jahren unterschiedlich entwickelt. Die folgenden Studien untermauern indikationsspezifische Protokolle.

Donahue et al. (2023) – Review zu BCRL Prävention und Therapie

Moderne BCRL-Versorgung basiert auf einem mehrsäuligen Ansatz: Sentinel-Lymphknoten-Entfernung, frühe Erkennung mit Maßband und Bioimpedanz, komplexe Dekongestive Therapie (CDT), pneumatische Kompression und mikrochirurgische Techniken. Das Review fasst die Schlüsselevidenzen für stadiumspezifische Lymphödem-Protokolle zusammen.1

Su et al. (2025) – BCRL Meta-Analyse, 1397 Patienten

14 randomisierte klinische Studien: Pneumatische Kompression reduziert signifikant die Entstehung von Lymphödemen nach Brustkrebs (RR=0,36; 95% CI 0,22–0,58). Optimales Protokoll: ≤40 mmHg, >2 Wochen, ≤24 Monate nach Operation. Dies ist eine lympheödem-spezifische Evidenzbasis.2

Atan & Bahar-Özdemir (2020) – RCT Lipoödem, revidierte Wold-Kriterien

In 33 Frauen mit schwerem (Stadium 3) Lipoödem führte die Kombination aus komplexer Dekongestiver Therapie (CDT) + Training zu den größten Verringerungen von Extremitätenvolumen, Schmerzen und physischer Funktion. IPC + Training zeigte ebenfalls signifikante Verbesserungen gegenüber der Kontrollgruppe. Lipoödem-spezifische Evidenz mit kombiniertem Messansatz für Schmerz und Volumen.3

Herbst et al. (2025) – APCD Lipoödem RCT

30-tägige Anwendung eines häuslichen APCD führte zu einer signifikanten Reduktion des Beinumfangs, der extra- und intrazellulären Flüssigkeit sowie der Dicke des subkutanen Fettgewebes, nachgewiesen mittels Ultraschall. In der Lipoödem-Population unterstützt diese Studie klar die multimodale Herangehensweise – sie unterscheidet sich von der Lymphödem-Evidenz dadurch, dass die SAT (subcutaneous adipose tissue)-Veränderung gemessen wurde.4

Die Evidenzbasis fokussiert also unterschiedlich: Beim Lymphödem stehen Flüssigkeitsvolumen und Prävention im Mittelpunkt, beim Lipoödem dagegen Gewebevolumen, Schmerz und Lebensqualität. Das erklärt, warum eine präzise Diagnose für die Auswahl des passenden Behandlungsprotokolls essentiell ist.

Tiefergehende Leitfäden im Cluster

Die Leitfäden zu den beiden Säulen:

  • Lipoödem (Fettödem) – Symptome und Behandlung – Basis-Leitfaden
  • Lipoödem Stadien 1–4 – stadienbasierter Leitfaden
  • Lipoödem-Fettödem Kategorie – stadienbasierte Produktempfehlungen
  • Lymphödem – Formen, Ursachen und Stadien – Basis-Leitfaden
  • Lymphödem Behandlung zu Hause – konservatives Behandlungsprotokoll
  • Lymphdrainage – manuelle und maschinelle Lymphmassage – physikalische Methoden
  • Lymphrekonstruktive Operation – chirurgische Optionen
  • Strahlentherapie und Lymphödem – BCRL-Kontext
  • Lymphmassagegerät – Multi-Indikations-Hub – Geräteauswahl
  • Lymphmassagegerät – wofür und wie auswählen? – technischer Leitfaden

Warnhinweis Worum sollten Sie sich kümmern, egal ob Lipoödem oder Lymphödem?

Bei der häuslichen Behandlung beider Krankheitsbilder gibt es einige Situationen, in denen vor Anwendung unbedingt ein Arzt zu konsultieren ist. Dies sind die allgemeinen Kontraindikationen für pneumatische Kompression und Kompressionskleidung.

Kontraindikationen

  • Akute tiefe Venenthrombose oder Verdacht darauf – Behandlung nur mit ärztlicher Freigabe und Überwachung.
  • Schwere Herzinsuffizienz – die erhöhte venöse Rückströmung kann zu Dekompensation führen.
  • Aktive Hautinfektion (Erysipel, Cellulitis) – bis zur Abheilung nicht empfohlen; nach Abschluss der antibiotischen Therapie Wiederaufnahme möglich.
  • Schwere periphere arterielle Verschlusskrankheit – individuelle Abwägung und niedriger Druck sind erforderlich.
  • Unbehandelter Bluthochdruck – Stabilisierung vor Anwendung, nach ärztlicher Empfehlung.
  • Aktiver maligner Tumor im Behandlungsgebiet – nur mit Zustimmung des Onkologen.

Info Wichtige Information

Eine genaue Diagnose und ein individuell abgestimmter Behandlungsplan mit dem behandelnden Arzt oder Lymphologen sind unerlässlich. Häusliche IPC und Kompressionskleidung dienen stets als Ergänzung zur ärztlich-physiotherapeutischen Behandlung und ersetzen diese nicht. Bei neuen Beschwerden, zunehmender Schwellung, Schmerzen oder Hautveränderungen ist eine Facharztkonsultation erforderlich.

FAQ Häufig gestellte Fragen

Ja, dieser klinische Zustand wird Lipolymphödem genannt und entsteht meist bei Lipoödem im Stadium 3–4. Das vermehrte Gewebe übt mechanischen Druck auf das Lymphsystem aus und reduziert dessen Kapazität, was zu sekundärem Lymphödem führt. Die Behandlung kombiniert dann die Protokolle beider Grunderkrankungen und erfolgt häufig unter fachärztlicher Aufsicht.

Vorerst ja: Stemmer-Zeichen und Pitting-Test zu Hause geben eine gute erste Orientierung. Wenn das Stemmer-Zeichen negativ ist und die Schwellung symmetrisch + freier Fußrücken → wahrscheinlich Lipoödem. Wenn das Stemmer-Zeichen positiv ist und die Schwellung einseitig + der Fußrücken betroffen → wahrscheinlich Lymphödem. Die endgültige klinische Diagnose stellt jedoch ein Facharzt (Lymphologe, Gefäßchirurg).

Ja. Die Power Q-Serie ist multiindikativ – dieselbe Kompressoreinheit kann bei Lipoödem und Lymphödem eingesetzt werden. Der Unterschied liegt in den Einstellungen: Druck, Behandlungsdauer und Programm. Das indikationsspezifische Protokoll sollte stets mit dem behandelnden Arzt oder Lymphtherapeuten abgestimmt werden. Die Modelle Power Q-1000 Premium und höher eignen sich für beide Indikationen.

Ja, Kompression ist Teil der Basistherapie beider Erkrankungen. Beim Lipoödem ist Klasse II (23–32 mmHg) typisch und wird für tägliches Tragen empfohlen. Kompression reduziert Schmerz, verbessert die venöse Rückströmung und verlangsamt den Übergang in höhere Stadien. Beim Lymphödem ist die Kompressionskleidung noch umfassender (Klasse II–III), weil sie die mobilisierten Flüssigkeitsmengen stabilisiert.

Das Stemmer-Zeichen ist ein klassischer klinischer Test zur Diagnose des Lymphödems. Am Ansatz der zweiten Zehe versuchen Sie, die Haut in eine Falte zu heben. Lässt sich die Haut leicht falten (negatives Stemmer-Zeichen), ist ein Lymphödem unwahrscheinlich (oder sehr früh). Lässt sich die Haut NICHT falten (positives Stemmer-Zeichen), ist ein Lymphödem wahrscheinlich. Der Test ist einfach und zu Hause durchführbar; bei positivem Ergebnis sollte ein Facharzt konsultiert werden.

Leider sind beide Erkrankungen nicht vollständig reversibel. Das Lipoödem ist eine chronische Fettgewebserkrankung und kann bisher nicht vollständig geheilt werden – mit multimodaler Therapie und in schweren Fällen mit Liposuktion lassen sich aber Stadien zurückversetzen und Symptome deutlich verbessern. Das Lymphödem ist ebenfalls eine chronische Erkrankung, die lebenslang bestehen kann, aber komplexe Dekongestive Therapie und moderne mikrochirurgische Techniken (LVA, VLNT) können erhebliche Verbesserungen bringen. In beiden Fällen sind frühe Erkennung und konsequente Behandlung entscheidend.

Zusammenfassung Zusammenfassung – Lipoödem oder Lymphödem?

Was ist der Hauptunterschied? Das Lipoödem ist eine Erkrankung des Fettgewebes (pathologisches Gewebevolumen). Das Lymphödem ist eine Störung des Flüssigkeitstransports (gestörter interstitieller Flüssigkeitsabfluss).
Wie erkennt man es? Lipoödem: symmetrisch, freier Fußrücken, druckempfindliche Haut, negatives Stemmer-Zeichen. Lymphödem: einseitig, Fußrücken betroffen, positives Stemmer-Zeichen.
Lipolymphödem: Beide Zustände zusammen – meist bei Lipoödem Stadium 3–4, wenn das vermehrte Gewebe sekundär das Lymphsystem behindert.
Kernaussage: Die präzise Diagnose ist der Schlüssel zur Behandlungsstrategie. Die Therapien überlappen teilweise (Kompression, IPC, Bewegung), aber Fokus, Druckbereiche und spezielle Maßnahmen (Ernährung vs. MLD) unterscheiden sich.
Nächster Schritt: Lipoödem Stadien 1–4 → oder Lymphödem – Formen und Ursachen →

Quellen

  1. Donahue PMC, MacKenzie A, Filipovic A, Koelmeyer L (2023). Advances in the prevention and treatment of breast cancer-related lymphedema. Breast Cancer Research and Treatment. DOI: 10.1007/s10549-023-06947-7
  2. Su L, Huang H, Tong Y, und Mitarbeiter (2025). Intermittent pneumatic compression devices for the prevention and treatment of breast cancer-related lymphedema – a systematic review and meta-analysis. Supportive Care in Cancer. DOI: 10.1007/s00520-025-10159-8
  3. Atan T, Bahar-Özdemir Y (2020). The Effects of Complete Decongestive Therapy or Intermittent Pneumatic Compression Therapy or Exercise Only in the Treatment of Severe Lipedema: A Randomized Controlled Trial. Lymphatic Research and Biology. DOI: 10.1089/lrb.2020.0019
  4. Herbst KL, Zelaya C, Sommerville M, Zimmerman T, McHutchison L (2025). An Advanced Pneumatic Compression Therapy System Improves Leg Volume and Fluid, Adipose Tissue Thickness, Symptoms, and Quality of Life and Reduces Risk of Lymphedema in Women with Lipedema. Life (Basel). DOI: 10.3390/life15050725
Dr. Zátrok Zsolt

Dr. Zátrok Zsolt

Arzt, Medizintechnik-Experte, Blogger

Die in diesem Artikel enthaltenen Informationen dienen der Orientierung. Die genaue klinische Diagnose (Lipoödem, Lymphödem oder Lipolymphödem) erfordert stets eine fachärztliche (Lymphologe, Gefäßchirurg) Abklärung. Pneumatische Kompression, Kompressionskleidung und Maßnahmen des Lebensstils ergänzen die ärztliche und physiotherapeutische Behandlung, ersetzen sie jedoch nicht.

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