Schulterschmerzen
Der Schultergürtel ist eines der komplexesten und beweglichsten Gelenksysteme des menschlichen Körpers. Schulterschmerzen sind äußerst unangenehm, da wir den Arm für nahezu alle täglichen Aktivitäten bewegen müssen. Das Besondere am Schultergelenk ist, dass es einen großen Bewegungsumfang ermöglicht, wobei diese Freiheit durch die Stabilität des Gelenks erkauft wird, was diese Region anfälliger macht.
Die häufigsten Ursachen für Schulterschmerzen
Hinter Schulterschmerzen können zahlreiche Ursachen stehen.
Am häufigsten ist das Rotatorenmanschetten-Syndrom, bei dem es zu Problemen mit den Muskeln und Sehnen kommt, die das Schultergelenk bewegen und stabilisieren.
Häufig ist auch das Schultersteifigkeits-Syndrom (Frozen Shoulder), bei dem die Gelenkkapsel verdickt und einschränkt. Beim Impingement-Syndrom verengt sich der Raum unter dem Schulterdach, und die dort verlaufenden Strukturen werden eingeklemmt.
Es kann auch zu einer Sehnenentzündung im Schulterbereich, Gelenkverschleiß (Arthrose) oder ausstrahlenden Schmerzen aufgrund von Problemen in der Halswirbelsäule kommen.
Symptome und Erkennung
Typische Symptome von Schulterschmerzen sind schmerzverstärkte Bewegung, insbesondere beim Heben oder Drehen des Arms. Häufig treten auch Ruheschmerzen auf, die nachts zunehmen können. Eine eingeschränkte Bewegungsfreiheit, verringerte Muskelkraft sowie Schwellungen und Wärmegefühl im Schulterbereich gehören ebenfalls zu den charakteristischen Anzeichen. Ein besonders warnendes Signal ist, wenn die Schmerzen plötzlich beginnen oder von Bewegungseinschränkung und Schwäche begleitet werden.
Bedeutung und Grenzen der Behandlung zu Hause
Viele Formen von Schulterschmerzen können effektiv unter häuslichen Bedingungen behandelt werden. Nur eine regelmäßige Anwendung hilft, die Symptome zu lindern, das Fortschreiten zu verlangsamen und die Lebensqualität zu verbessern.
Wichtig ist, dass der häuslichen Behandlung eine ärztliche Konsultation vorausgeht und zu Hause der vom Fachmann erstellte Therapieplan umgesetzt wird. Zu Beginn sind regelmäßige Kontrollen ratsam, damit der Therapieplan an Veränderungen der Beschwerden angepasst werden kann.
Therapiegeräte für die Behandlung zu Hause
Elektrotherapiegeräte
Elektrotherapeutische Geräte stimulieren Muskeln und Nerven mit verschiedenen elektrischen Impulsen.
TENS-Geräte (Transkutane Elektrische Nervenstimulation) sind vor allem zur Schmerzbekämpfung wirksam.
EMS-Geräte (Elektrische Muskelstimulation) unterstützen den Muskelaufbau und die Regeneration der Muskeln (starke Beinmuskeln sorgen für die Stabilität des Kniegelenks, daher ist die Kraft der Beinmuskulatur grundlegend wichtig, um Kniebeschwerden zu vermeiden).
Mikroströme- und Interferenzbehandlungen eignen sich zur Behandlung von Schmerzen und entzündlichen Zuständen.
Weichlasergeräte
Die Soft-Laser-Therapie kann besonders wirksam bei der Behandlung des Weichgewebes rund um das Schultergelenk sein. Das Laserlicht regt den Zellstoffwechsel an, beschleunigt die Regeneration des geschädigten Gewebes und wirkt entzündungshemmend. Die Behandlung ist völlig schmerzfrei, und bei regelmäßiger Anwendung kann eine langfristige Verbesserung erzielt werden.
Magnettherapiegeräte
Magnettherapiegeräte verwenden ein pulsierendes Magnetfeld zur Heilanwendung. Das Magnetfeld dringt in das Gewebe ein, verbessert die Mikrozirkulation, reduziert Entzündungen und unterstützt die natürlichen Heilungsprozesse. Besonders wirksam kann es bei chronischen Schmerzen und Gelenksteifigkeit sein.
Therapeutische Ultraschallgeräte
Therapeutischer Ultraschall wirkt tief im Gewebe. Die während der Behandlung entstehenden Mikromassagen verbessern die Gewebsdurchblutung, lösen Muskelverspannungen und lindern Schmerzen. Die Ultraschalltherapie ist besonders geeignet zur Behandlung tiefliegender Gewebestrukturen, etwa der Gelenkkapsel des Schultergelenks und der Sehnen.
Sichere Anwendung und Vorsichtsmaßnahmen
Vor der Anwendung therapeutischer Geräte ist das gründliche Studium der Gebrauchsanleitung unerlässlich. Bei jedem Gerät gibt es Zustände (Gegenanzeigen), bei denen die Behandlung nicht angewendet werden darf - zum Beispiel akute Entzündungen, Fieber oder implantierte elektrische Geräte. Die optimale Behandlungsdauer und -häufigkeit werden stets vom Arzt oder Physiotherapeuten festgelegt.
Ergänzende Therapiemöglichkeiten
Neben den Gerätebehandlungen ist es besonders wichtig, regelmäßige physiotherapeutische Übungen durchzuführen. Die korrekte Körperhaltung, das Stärken und Dehnen der Schultergürtelmuskulatur sowie das Vermeiden von Überlastung tragen alle zur Genesung bei. Die Beachtung ergonomischer Aspekte am Arbeitsplatz und zu Hause ist ebenfalls entscheidend für Prävention und Therapie.
Wann sollte man einen Arzt aufsuchen?
Bei bestimmten Symptomen sollte man nicht mit einer Behandlung zu Hause beginnen, sondern umgehend eine ärztliche Untersuchung veranlassen. Dazu zählen plötzlich auftretende starke Schmerzen, ausgeprägte Schwellungen und Rötungen, Unfähigkeit, den Arm zu heben, oder wenn die Schmerzen von allgemeinen Symptomen (Fieber, Unwohlsein) begleitet werden.
Die häusliche Behandlung sollte nur nach Abklärung der Ursache und auf Empfehlung eines Arztes oder Therapeuten erfolgen.
Für die Auswahl des passenden Therapiegeräts entsprechend Ihrer Diagnose bitten Sie um Unterstützung durch unsere Experten!