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Softlaser zur Behandlung von Bandscheibenvorfall und Rückenschmerzen

Softlaser zur Behandlung von Bandscheibenvorfall und Rückenschmerzen

Rückenschmerzen und Lendenschmerzen gehören zu den häufigsten Zivilisationsleiden unserer Zeit. Wenn du bereits von einem Bandscheibenvorfall oder chronischen Lendenschmerzen betroffen bist, weißt du, wie sehr das den Alltag beeinträchtigen kann. Die gute Nachricht: Die Softlaser‑Therapie ist eine nebenwirkungsarme Methode, die sich auch zu Hause anwenden lässt und deine Beschwerden lindern kann.

Lasertherapie
Hals
Rücken und Brustkorb
Lendenbereich | Bauch
Dr. Zátrok Zsolt
Dr. Zátrok Zsolt

Einführung Softlaser bei Bandscheibenvorfall – was bringt die Behandlung?

Rückenschmerzen und Lendenschmerzen gehören zu den am weitesten verbreiteten Beschwerden unserer Zeit. Wenn du von einem Bandscheibenvorfall oder chronischen Lendenschmerzen betroffen bist, hast du sicher bereits nach nebenwirkungsfreien Lösungen gesucht – wahrscheinlich bist du dabei auch auf die Softlaser‑Therapie (LLLT, Low Level Laser Therapy) gestoßen.

Dieser Artikel behandelt speziell die Rolle des Softlasers: welchen Beitrag er zu anderen häuslichen Therapien leistet, welches 808‑nm‑Gerät geeignet ist, wohin du das Licht richten solltest und mit welcher Energie. Zur allgemeinen häuslichen Behandlung eines Bandscheibenvorfalls (Muskelstimulation, TENS, Ultraschall etc.) findest du ausführliche Informationen im umfassenden Leitfaden.

Kernaussage Kernaussage

Der Softlaser beseitigt den Bandscheibenvorfall nicht – er „zieht“ den vorgewölbten Anteil nicht zurück. Was er aber messbar bewirken kann: Reduktion der Entzündung und des Ödems um die Nervenwurzel, welche die Hauptquelle der Schmerzen sind. Das American College of Physicians (ACP) führt in seiner Empfehlung von 2017 den Softlaser als eine nicht‑chirurgische Option bei Lendenschmerzen auf,1 und ein internationaler Expertenkonsens aus 2024 empfiehlt ihn auch bei akutem Lendenschmerz.2

Wie es wirkt Wie wirkt der Softlaser bei Wirbelsäulenbeschwerden?

Die Schmerzen eines Bandscheibenvorfalls entstehen nicht primär durch die Vorwölbung der Bandscheibe selbst, sondern durch die entzündliche Reaktion des umliegenden Gewebes und durch Reizstörungen an der eingeengten Nervenwurzel. Der Softlaser zielt genau auf diese biologischen Vorgänge – nicht auf die Bandscheibe als Struktur, sondern auf die umgebenden Prozesse.

Zelluläre Energieantwort – gesteigerte ATP‑Synthese

Das 808‑nm‑Laserlicht dringt durch die Haut in tiefere Gewebeschichten (bis zu 3–5 cm) ein und wird in den Mitochondrien vom Enzym Cytochrom‑c‑Oxidase absorbiert. Dieser photochemische Effekt fördert die Zellenergie (ATP) und „startet“ damit Zellen neu, die durch Entzündung in einen energiearmen Zustand geraten sind. Dieser Vorgang wird Photobiomodulation genannt – das Licht erzeugt keine Wärme wie Hochleistungs‑Laser, sondern löst biologische Reaktionen aus.

Entzündungs‑ und Ödemreduktion rund um die Nervenwurzel

Aus einem rupturierten Bandscheibenanteil austretende innere Substanzen rufen eine starke Entzündungsreaktion im umliegenden Gewebe hervor – das angesammelte Flüssigkeitsvolumen (Ödem) erhöht den Druck auf die Nervenwurzel. Der Softlaser reduziert nachweislich die Produktion proinflammatorischer Mediatoren und unterstützt die Resorption von Flüssigkeit. Studien zeigen, dass dies über die Verminderung der Nervenwurzelreizung zu einer deutlichen Schmerzreduktion führen kann.3, 6

Schmerzmodulation an den Nervenfasern

An den dünnen nozizeptiven Fasern (Aδ‑ und C‑Fasern) kann das Laserlicht die Leitung der Schmerzimpulse abschwächen, sodass weniger Schmerzsignale das Gehirn erreichen. Dieser Effekt hält oft während und noch Stunden nach der Behandlung an – eine natürliche, medikamentfreie Schmerzlinderung.

Bei welchen Wirbelsäulenproblemen lohnt sich ein Softlaser?

Der Softlaser ist nicht für alle Wirbelsäulenprobleme gleichermaßen geeignet. Die wichtigsten Indikationen:

Die typischste Indikation. In einer klinischen Studie von 2022 erzielten Patienten mit discogener lumbaler Radikulopathie (LRC) nach Zugabe von Lasertherapie zu konventioneller Physiotherapie nach 18 Sitzungen messbar bessere Ergebnisse für Schmerz, Funktion und Bewegungsumfang im Vergleich zur Kontrollgruppe.6 Die Behandlung zu Hause kann an die Physiotherapie anschließen.

Liegt keine konkrete Bandscheibenhernie vor, sondern langanhaltende Lendenschmerzen (>3 Monate), zählt der Softlaser zu den am besten dokumentierten Behandlungen. Eine systematische Übersicht und Meta‑Analyse von 2015 zeigte eine signifikante Schmerzlinderung gegenüber Placebo.3

Ein internationaler Expertenkonsens aus 2024 (22 Fachleute) empfiehlt ausdrücklich den Einsatz des Softlasers bei akutem Lendenschmerz.2 In den ersten Tagen und Wochen fördert die Entzündungsdämpfung eine schnellere Erholung.

Zervikale Hernien und ausstrahlende Schulterschmerzen sprechen ebenfalls gut auf den Softlaser an. In einer klinischen Studie mit 26 Halswirbelsäulen‑Patienten führte 808‑nm‑Laser über 4 Wochen zu einer deutlichen Schmerzreduktion.5

Bei in das Bein ausstrahlenden Schmerzen konzentriert sich der Softlaser auf die Entzündung rund um die Nervenwurzel. Die Ergebnisse der LRC‑RCT von 2022 zeigen, dass die Ergänzung der konventionellen Physiotherapie durch LLLT zu besseren Schmerz‑ und Funktionswerten führt.6

Behandlungsprotokoll – wie verwendest du ihn zu Hause?

Das geeignete Gerät

Für Wirbelsäulenbeschwerden verwende einen Softlaser mit 808 nm Wellenlänge. Diese Wellenlänge ist am häufigsten gewählt, da sie ausreichend tief (3–5 cm) in Muskel‑ und Bindegewebsschichten eindringt. Geräte mit 660 nm (rotes Licht) eignen sich eher für oberflächennahe Anwendungen und sind für tiefe Wirbelsäulenbeschwerden weniger ideal.

Wohin richtest du das Licht?

Achtung Richte den Laser NICHT direkt über die Wirbelsäule!

Richte das Laserlicht niemals unmittelbar über dem Wirbelkörper aus. Die Behandlung erfolgt an beiden Seiten der Wirbelsäule, auf den wirbelsäulenstützenden Muskeln – so erreichst du das paraspinale Gewebe und die Nervenwurzelregion.

Bei lumbalem Bandscheibenvorfall:

  • An der linken und rechten Seite der Wirbelsäule, 2–3 cm von den Wirbeln entfernt
  • Auf Höhe der betroffenen Wirbel
  • Bei Ausstrahlung: auch im Gesäß, am Oberschenkel und Unterschenkel an den schmerzhaften Stellen

Bei zervikalem Bandscheibenvorfall:

  • Entlang der Längsmuskulatur des Halses, beidseits der Wirbelsäule
  • Im oberen Schulterbereich (oberer Trapezmuskel)
  • Bei Ausstrahlung: auch entlang des Arms

Energie und Häufigkeit

Zustand Energie / Punkt Häufigkeit Dauer
Akuter Schmerz (frische Episode, starke Beschwerden) 5–7 J 2–3× täglich 1–2 Wochen
Chronische Beschwerden (länger als 3 Monate) 5–7 J 1–2× täglich 4–6 Wochen, dann Erhaltung
Postoperative Rehabilitation 3–5 J (sanft) 1× täglich Nach ärztlicher Freigabe, ca. 4 Wochen

Ablauf der Behandlung

  1. Ziehe die Kleidung am zu behandelnden Bereich aus (das Licht dringt nicht durch Kleidung).
  2. Setze die Geräte‑Spitze direkt auf die Haut, mit leichtem Druck.
  3. Halte sie während der eingestellten Zeit unbewegt (das Gerät zeigt oder signalisiert das Ende).
  4. Gehe zum nächsten Behandlungs‑punkt über (verschiebe die Sonde).
  5. Behandle beide Seiten der Wirbelsäule – nicht nur eine Seite.

Tipp Mein Tipp bis zur ersten spürbaren Wirkung

Einer deutlichen Schmerzreduktion tritt typischerweise nach 10–14 Tagen regelmäßiger Anwendung ein. In den ersten 1–2 Tagen ist oft noch keine Veränderung spürbar – das ist normal, brich die Therapie nicht ab. Die Wirkung des Softlasers ist kumulativ und setzt schrittweise ein.

Mit welchen Therapien lässt sich kombinieren?

Der Softlaser ersetzt andere Methoden nicht, er arbeitet ergänzend zu ihnen. Häufige Kombinationen:

EMS Kombination Softlaser + Muskelstimulation (EMS)

Eine der Hauptursachen für Bandscheibenprobleme ist eine schwache wirbelsäulenstützende Muskulatur. Während der Softlaser die Entzündung reduziert, stärkt ein EMS‑Stimulator die tiefen Stabilisationsmuskeln – ohne die Wirbelsäule übermäßig zu belasten wie manch ein aktives Training. Klinische Evidenz dazu: Muskelstimulation und Krankengymnastik in der Bandscheibenrehabilitation. Konkretes Programm: 4‑Kanal Rückenmuskel‑Stärkungsprogramm.

TENS Kombination Softlaser + TENS Schmerzlinderung

In der akuten Phase liefert TENS eine schnelle Schmerzlinderung (oft innerhalb von Minuten), der Softlaser wirkt strukturell entzündungsreduzierend. TENS ist symptomatisch, der Softlaser wirkt eher ursächlich – zusammen ergänzen sie sich gut.

MENS Kombination Softlaser + Mikrostrom (MENS)

Mikrostrom wirkt ebenfalls ödem‑ und entzündungsreduzierend und unterstützt die Geweberegeneration. In Kombination mit Softlaser ergibt sich eine umfassendere zelluläre Unterstützung.

Ultraschall Kombination Softlaser + therapeutischer Ultraschall

Ultraschall erwärmt tiefere Gewebeschichten und löst verspannte Muskeln. Auch hier wichtig: Verwende Ultraschall NICHT direkt über der Wirbelsäule, sondern ebenfalls nur beidseitig.

Zuhause Empfohlene Geräte für die Wirbelsäulenbehandlung

Die folgenden 808‑nm‑Geräte erfüllen die Eindringtiefeanforderungen für Wirbelsäulenbehandlungen:

Personal Laser L400

Ein zuverlässiger Einsteiger für zu Hause. 808 nm Wellenlänge, tragbar, einfache Bedienung. Für tägliche Anwendungen 1–2× geeignet; an den paraspinalen Punkten etwa 1–2 Minuten pro Punkt gemäß eingestellter Energie.

B‑Cure Laser Pro

Geringere Leistung, liefert die gleiche Energie über längere Behandlungszeiten. Vorteil: einfache Handhabung und integrierte Halterung. Ideal bei häufigen, kurzen Behandlungen.

Energy Laser L500 Pro

Leistungsstärkeres Gerät (500 mW) mit kürzeren Behandlungszeiten. In akuten Schmerzsituationen, in denen 2–3× tägliche Anwendungen sinnvoll sind, sehr zeitökonomisch.

Energy Laser L2000

Professionelles Niveau (2 W) – eingesetzt in physiotherapeutischen Praxen und Sportkliniken. Kürzeste Behandlungszeiten; für den Heimgebrauch die Oberklasse.

Für das vollständige Sortiment besuche die Kategorie Softlaser‑Geräte.

Warnung Bevor du mit der Softlaser‑Behandlung beginnst

In den folgenden Situationen ist die Softlaser‑Behandlung kontraindiziert oder sollte nur nach fachärztlicher Rücksprache erfolgen:

  • Aktiver bösartiger Tumor im Behandlungsgebiet – die zellenergiestimulierende Wirkung des Lichts ist hier nicht erwünscht.
  • Schwangerschaft – die Behandlung im Bauch‑ und Lendenbereich ist in keiner Schwangerschaftsphase erlaubt.
  • Einnahme lichtempfindlichkeitsauslösender Medikamente – z. B. Steroide, Doxycyclin, Isotretinoin, manche Diuretika.
  • Eingebauter Herzschrittmacher, ICD oder anderes aktives Implantat – in der Nähe solcher Implantate ist Vorsicht geboten; ärztliche Rücksprache empfohlen.
  • Epilepsie – führe die Behandlung nach Rücksprache mit dem behandelnden Arzt durch.
  • Akutes Fieber oder infektiöse Erkrankung – warte den Genesungsprozess ab.
  • Blutgerinnungsstörung, Antikoagulation – nur unter ärztlicher Überwachung.
  • Direkte Augenbehandlung – richte den Laser niemals ins Auge! Während der Behandlung müssen sowohl Anwender als auch Patient Laserschutzbrillen tragen.

Dringend Wann solltest du sofort einen Arzt aufsuchen?

Ein Bandscheibenvorfall kann schwerwiegende neurologische Komplikationen verursachen. Warte nicht ab und behandle dich nicht ausschließlich selbst, wenn eines der folgenden Symptome auftritt:

  • Plötzliches Auftreten von Lähmungen oder ausgeprägter Muskelschwäche (z. B. Fußheberschwäche)
  • Störungen beim Wasserlassen oder Stuhlgang (Verlust der Willkür)
  • Empfindungsverlust im Bereich von After oder Genitalien („Sattelförmige“ Taubheit)
  • Unerträgliche Schmerzen, die auch auf Schmerzmittel nicht ansprechen
  • Begleitendes Fieber

Dies kann eine dringende ärztliche Versorgung erforderlich machen (z. B. Cauda‑equina‑Syndrom).

Mehr Informationen Weitere Hinweise

Für die vollständige Kontraindikationsliste und Sicherheitshinweise lies den Artikel Kontraindikationen der Softlaser‑Therapie.

Wissenschaftlicher Hintergrund Was sagt die Wissenschaft zum Softlaser?

Der Softlaser ist eine der am besten untersuchten nicht‑chirurgischen Methoden bei Lendenschmerzen und Bandscheibenvorfällen. Einige relevante Erkenntnisse:

„Empfiehlt die amerikanische Fachwelt das auch?“

Ja. Das American College of Physicians (ACP) erwähnt in seinen 2017er Leitlinien den Softlaser ausdrücklich unter den nicht‑medikamentösen Erstlinienbehandlungen für chronische Lendenschmerzen – neben Bewegungstherapie, Akupunktur, Yoga und Tai Chi.1 Ein internationaler Expertenkonsens aus 2024 empfiehlt den Softlaser auch bei akutem Lendenschmerz.2

„Wie stark lindert er konkret Lendenschmerzen?“

Eine systematische Übersicht und Meta‑Analyse von 2015 ergab, dass der Softlaser bei chronischen, unspezifischen Lendenschmerzen die Schmerzintensität im Vergleich zu Placebo signifikant reduziert. Verbesserungen in Bewegungsumfang und Funktion wurden weniger konsistent nachgewiesen – der primäre Nutzen ist die Schmerzlinderung.3

„Ist Hochleistungs‑Laser (HILT) wirksamer als Softlaser?“

Eine Übersichtsarbeit von 2024 kommt zu dem Ergebnis, dass hochintensive Laser (HILT) hinsichtlich Schmerz, Funktion und Lebensqualität keine statistisch besseren Ergebnisse als Softlaser liefern.4 Ein heimisches 808‑nm‑Softlasergerät kann somit vergleichbare Ergebnisse wie klinische HILT‑Geräte erzielen.

„Wie wirkt er speziell bei Bandscheibenvorfall und Ischialgie?“

Eine klinische Studie von 2022 an Patienten mit discogener lumbaler Radikulopathie (LRC) zeigte, dass zusätzliche 18 Sitzungen LLLT zur konventionellen Physiotherapie bessere Ergebnisse hinsichtlich Schmerz, Funktion (Oswestry‑Skala), Bewegungsumfang und Lasègue‑Test brachten als Physiotherapie allein.6

„Auch bei zervikalen Hernien wirksam?“

In einer Studie mit 26 Patienten erzielte 830‑nm‑LLLT bei chronischen Nackenschmerzen durch zervikale Diskushernie innerhalb von 4 Wochen eine messbare Schmerzreduktion; auch die Beweglichkeit verbesserte sich leicht.5

Kernaussage Kurzfassung

Die fachliche Legitimation des Softlasers ist solide: er ist in internationalen Empfehlungen vertreten, Meta‑Analysen aus den 2010er Jahren zeigen seine schmerzlindernde Wirkung bei chronischen Lendenschmerzen, und eine RCT von 2022 belegt Wirksamkeit bei Bandscheiben‑bedingter Ischialgie. Effekte treten typischerweise nach 10–14 Tagen ein und bauen sich kumulativ auf.

FAQ Häufig gestellte Fragen

Nein. Der vorgewölbte Bandscheibenanteil wird nicht „zurückgezogen“ – das kann nur durch natürliche Resorption über die Zeit oder durch eine Operation geschehen. Der Softlaser kann jedoch die umgebende Entzündung und das Ödem vermindern, die oft die Hauptursache der Schmerzen sind. Viele Patienten erleben eine drastische Schmerzlinderung, während die anatomische Hernie weiterhin vorhanden ist.

In der Regel ist nach 10–14 Tagen regelmäßiger Anwendung (1–3× täglich) mit einer spürbaren Besserung zu rechnen. In den ersten 1–2 Tagen ist häufig noch nichts bemerkbar – das ist normal. Die Wirkung ist kumulativ und progressiv; bei chronischen Beschwerden stabilisiert sich das Ergebnis oft nach 4–6 Wochen.

Ja, der Softlaser kann die postoperative Rehabilitation unterstützen. Zeitpunkt und Energie sollten jedoch immer mit dem behandelnden Arzt abgesprochen werden – meist beginnt man nach 2–3 Wochen mit schonender Energie von 3–5 J/punkt.

Ja, und das wird sogar empfohlen. Der Softlaser reduziert Entzündungen, EMS stärkt die Wirbelsäulen stabilisierende Muskulatur, und TENS blockiert Schmerzen. Zusammen ergeben sie einen ganzheitlichen Therapieansatz. Führe die Anwendungen wenn möglich zeitlich getrennt durch (z. B. Softlaser morgens, EMS am Nachmittag, TENS bei Bedarf).

Die knöchernen Flächen der Wirbel reflektieren oder absorbieren das Laserlicht, sodass es die tieferen Weichteilschichten und die Nervenwurzelregion nicht erreicht. Die paraspinale (beidseitige) Behandlung zielt hingegen direkt auf die betroffene Muskulatur und den Foramen‑Bereich und erreicht so die Nervenwurzel.

Der Softlaser gehört zu den sichersten physikalischen Therapieverfahren. Nebenwirkungen sind selten – gelegentlich wird ein vorübergehendes Wärme‑ oder leichtes Kribbelgefühl im behandelten Bereich berichtet. Bei den empfohlenen Dosen entsteht keine Hitzeentwicklung und keine Gewebsschädigung. Die wichtigste Sicherheitsregel: NIE in die Augen behandeln; während der Anwendung müssen Anwender und Patient Laserschutzbrillen tragen.

Zusammenfassung Zusammenfassung – Schneller Überblick

Worum geht es? Leitfaden zur häuslichen Anwendung der Softlaser‑Therapie (LLLT) bei Bandscheibenvorfall, Ischialgie und chronischen Lendenschmerzen – Wirkmechanismus, Behandlungsprotokoll, Kombinationsmöglichkeiten und Evidenz.
Für wen? Patienten mit Bandscheibenvorfall, discogenem Schmerz oder chronischen Rücken‑/Nackenschmerzen, die eine medikamenten‑ und nebenwirkungsarme Zusatztherapie suchen.
Kerngedanke Der Softlaser beseitigt die Hernie nicht, kann aber die umliegende Entzündung und den Schmerz günstig beeinflussen. Sowohl das ACP als auch der 2024er Konsens empfehlen die Methode. Einsatz: 808 nm, paraspinal (nicht direkt über der Wirbelsäule), 5–7 J/punkt, Wirkung oft nach 10–14 Tagen spürbar.
Nächste Schritte Übersicht – Bandscheibenvorfall: Möglichkeiten zur häuslichen Behandlung (HUB) →
EMS + Krankengymnastik in der Bandscheibenrehabilitation →
4‑Kanal Rückenmuskel‑Stärkungsprogramm →
Softlaser‑Therapie zuhause – weitere Anwendungsgebiete →
Umfassender Leitfaden zur Softlaser‑Therapie →

Quellen

  1. Qaseem A, Wilt TJ, McLean RM, Forciea MA. (2017). Noninvasive Treatments for Acute, Subacute, and Chronic Low Back Pain: A Clinical Practice Guideline From the American College of Physicians. Annals of Internal Medicine 166(7):514-530. PubMed: 28192789
  2. Wang XQ, Wang YL, Witchalls J, Han J, Zhang ZJ, et al. (2024). International expert consensus on the conservative management of acute and sub-acute low back pain. Clinical Rehabilitation 38(6):715-731. PubMed: 38317586
  3. Huang Z, Ma J, Chen J, Shen B, Pei F, Kraus VB. (2015). The effectiveness of low-level laser therapy for nonspecific chronic low back pain: a systematic review and meta-analysis. Arthritis Research & Therapy 17:360. PubMed: 26667480
  4. Saleh MS, Shahien M, Mortada H, Elaraby A, et al. (2024). High-intensity laser therapy versus low-level laser therapy for musculoskeletal pain: a systematic review and meta-analysis. Lasers in Medical Science 39(1):179. PubMed: 38990213
  5. Takahashi H, Okuni I, Ushigome N, Harada T. (2012). Low level laser therapy for patients with cervical disk hernia. Laser Therapy 21(3):193-197. PubMed: 24511189
  6. Ahmed I, Bandpei MAM, Gilani SA, Ahmad A. (2022). Effectiveness of Low-Level Laser Therapy in Patients with Discogenic Lumbar Radiculopathy: A Double-Blind Randomized Controlled Trial. Journal of Healthcare Engineering 2022:6437523. PubMed: 35265302
Dr. Zátrok Zsolt

Dr. Zátrok Zsolt

Arzt, Medizintechnik‑Experte, Blogger

Letzte Überprüfung: 15. Juni 2026

Die in diesem Artikel enthaltenen Informationen dienen der Orientierung. Geräte für die Anwendung zu Hause sind als Ergänzung zur ärztlichen Behandlung gedacht und ersetzen keine fachärztliche Versorgung. Bei Verdacht auf einen Bandscheibenvorfall konsultiere unbedingt deinen Arzt, damit eine korrekte Diagnose und ein Behandlungsplan erstellt werden können. Bei schweren neurologischen Symptomen (Lähmungen, Störungen der Blasen‑/Darmfunktion) ist dringend ärztliche Hilfe erforderlich.

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