TECAR-Therapie für Tiere
Die TECAR-Therapie ist eine der wirkungsvollsten und zugleich schonendsten modernen physiotherapeutischen Methoden zur Behandlung muskuloskelettaler Probleme bei Tieren. Sie arbeitet mit einem wechselnden Hochfrequenz-Elektromfeld und erzeugt endogene (im Gewebe entstehende) Wärme: die Wärme entsteht direkt im behandelten Bereich, fördert die Durchblutung und Regeneration und die Behandlung bleibt dabei nicht-invasiv, schmerzfrei und schnell.
Veterinäre TECAR-Therapie (kapazitiv–resistiver Energietransfer)
Die TECAR-Therapie ist eine der wirkungsvollsten und zugleich schonendsten modernen physiotherapeutischen Methoden zur Behandlung muskuloskelettaler Probleme bei Tieren. Ihr Kern ist, dass sie mithilfe eines wechselnden Hochfrequenz-Elektromfeldes endogene (im Gewebe entstehende) Wärme erzeugt: die Wärme bildet sich direkt im behandelten Bereich und fördert so Durchblutung und Regeneration, während die Behandlung nicht-invasiv, schmerzfrei und schnell ist.
Wie wirkt sie?
- Kapazitiver Modus – richtet sich auf
: Haut, Bindegewebe, oberflächliche Durchblutung und Lymphdrainage. In diesem Modus fließt der Strom zwischen einer isolierten aktiven Elektrode und einer nicht-isolierten Rückelektrode, die an der gegenüberliegenden Seite platziert ist; die stärkste Wirkung tritt unter der aktiven Elektrode auf. - Resistiver Modus – zielt auf tiefere, höher widerständige Gewebe ab: Knochen, Knorpel, Sehnen, Bänder, Faszien und fibrotische Bereiche. Hier entstehen thermische Effekte zwischen zwei nicht-isolierten Elektroden über das gesamte Feld hinweg.
Hauptwirkungen
- Biostimulation – unterstützt den Gewebestoffwechsel und die Regeneration: erhöhte Zufuhr von Nährstoffen und Sauerstoff, physiologische Modulation von Zellproliferation und -differenzierung sowie Aktivierung zellulärer Funktionen.
- Reduktion von Entzündung und Ödem – die Tiefenwärme bewirkt Vasodilatation, Lymphdrainage und einen „Wash-out“-Effekt, wodurch Schwellungen und Schmerzen abnehmen. Die Methode ist schnell, nicht-toxisch, nicht-invasiv und schmerzfrei.
Anwendungsgebiete
Kleintiere (Hund, Katze):
- Osteoarthrose/Arthrose, Spondylarthrose
- Verstauchungen, Muskelzerrungen, Muskelkontrakturen
- Triggerpunkte, Tendinopathien
- entzündliche Ödeme, Hämatome/Prellungen
Pferde:
- Osteoarthrose/Arthrose, Spondylarthrose
- Rückenschmerzen
- Verstauchungen, Muskelzerrungen, Muskel- und Sehnenverletzungen
- Muskelkontrakturen, Triggerpunkte
- entzündliche Ödeme, Hämatome/Prellungen
Gerätetypen und Merkmale (Beispiele)
- Globus Tecarvet 4000 – kapazitive und resistive Modi; 160 W Leistung (±20%); Emissionsfrequenzen 400 / 470 / 700 / 1000 kHz (±10%); kapazitive und resistive Elektroden in verschiedenen Durchmessern (30/50/70 mm). Geeignet für die Pferdephysiotherapie, aber auch für andere Tiere anwendbar.
- Globus Tecarvet 2000 – kompaktes, tragbares Gerät mit bipolarer resistiver Handsonde; 50 W (±10%) Leistung; 470 kHz Emission; spezielle Programme für Hund-/Katzen-Protokolle (Arthrose, Muskelkontraktur, Tendinopathie, Ödem).
Spezifische therapeutische Protokolle (Leistung, Frequenz, Modus, Dauer) sind stets anhand der Diagnose und der Werksprogramme des Geräts auszuwählen und unter tierärztlicher oder physiotherapeutischer Aufsicht durchzuführen.
Wann ist sie besonders nützlich?
- Akute Verletzungen (Prellungen, Verstauchungen) zur raschen Reduktion von Schwellung und Schmerz.
- Chronische muskuloskelettale Probleme (Arthrose, Rückenschmerzen) zur Linderung der Beschwerden.
- Unterstützung der Heilung von Sehnen- und Muskelverletzungen – in Kombination mit gezielter Rehabilitation.
Sicherheits- und Anwendungsempfehlungen
TECAR ist ein professionelles medizintechnisches Verfahren. Es sollte nach tierärztlicher Untersuchung und entsprechend den Herstellerangaben angewendet werden; Kontraindikationen und Vorsichtsmaßnahmen sind im Handbuch des Geräts aufgeführt. Die Behandlungen sind in der Regel schnell, nicht-invasiv und von den meisten Tieren gut verträglich, insbesondere wenn sie in einer ruhigen Umgebung durchgeführt werden.