Osteoporose und Magnettherapie – Ergänzende Behandlung zu Hause
Wenn du mit Osteoporose lebst oder gerade die Diagnose erhalten hast, weißt du, wie beängstigend es sein kann, festzustellen, dass deine Knochen nicht mehr so stark sind wie früher. Brüche, Haltungsveränderungen, chronische Schmerzen – all das kann deinen Alltag grundlegend verändern. Es gibt jedoch auch gute Nachrichten: Neben einem angepassten Lebensstil und medikamentöser Therapie gibt es ergänzende Methoden, die deine Knochengesundheit unterstützen können. Dazu gehört die Magnettherapie – in der wissenschaftlichen Literatur auch PEMF (pulsierendes elektromagnetisches Feld) Therapie genannt. In diesem Ratgeber erfährst du alles über Osteoporose und wie die Magnettherapie deine Knochen unterstützen kann.
Was ist Osteoporose?
Osteoporose ist eine chronische Knochenerkrankung, bei der das Knochengewebe nach und nach ausdünnt und die Knochen brüchig werden. Wesentlich ist ein gestörtes Gleichgewicht zwischen knochenaufbauenden Zellen (Osteoblasten) und knochenabbauenden Zellen (Osteoklasten) – der Abbau überwiegt gegenüber dem Aufbau.
Stell es dir vor wie ein Haus, dessen Wände ständig abgetragen werden, während die Bauarbeiter immer weniger arbeiten. Nach einiger Zeit werden die Wände dünn und die Struktur schwächt sich. Genau das passiert bei Osteoporose mit deinen Knochen.
Weltweit sind Hunderte Millionen Menschen betroffen; in Ungarn leiden etwa 7–10 % der Bevölkerung daran. Frauen sind etwa viermal häufiger betroffen als Männer – ursächlich ist der Östrogenabfall nach der Menopause.
Wie bauen sich deine Knochen auf und werden abgebaut?
Überraschenderweise sind deine Knochen keine statischen Strukturen. Sie erneuern sich ständig – neues Knochengewebe wird gebildet, während das alte abgebaut wird. Bei einem gesunden jungen Erwachsenen erneuert sich das gesamte Skelett ungefähr alle 2–3 Monate.
Bis zum 30.–35. Lebensjahr dominiert der Knochenaufbau: du erreichst die sogenannte maximale Knochenmasse. Das ist die „Reserve“, von der du später zehrst. Ab etwa 40–45 Jahren beginnt der Knochenabbau zu überwiegen – ein normaler Alterungsprozess. Von Osteoporose spricht man, wenn dieser Verlust im Vergleich zum Alter übermäßig ist.
Die "Vorstufe" der Osteoporose: Osteopenie
Bevor sich Osteoporose entwickelt, gibt es einen Zwischenzustand: die Osteopenie. Das bedeutet, dass deine Knochenmasse bereits begonnen hat zu sinken, aber noch nicht das Ausmaß einer manifesten Osteoporose erreicht hat.
Sie ist wie eine Warnung. Osteopenie signalisiert: „Jetzt ist noch Zeit zu handeln!“ Dieser Zustand ist oft noch umkehrbar – durch geeigneten Lebensstil, Bewegung, Ernährung und gegebenenfalls ergänzende Therapien kannst du verhindern, dass sich eine ausgeprägte Osteoporose entwickelt.
Das Problem ist, dass Osteopenie meist vollkommen symptomfrei verläuft. Viele merken es erst nach einem Bruch oder durch eine zufällige Messung der Knochendichte.
Risikofaktoren für Osteoporose
Mit zunehmendem Alter nimmt die Knochenmasse natürlicherweise ab, aber bestimmte Faktoren erhöhen das Risiko.
Genetische Faktoren: Wenn in deiner Familie – besonders bei deiner Mutter oder Großmutter – Osteoporose aufgetreten ist, ist dein Risiko erhöht.
Lifestyle-Faktoren:
- Rauchen schwächt die Knochen und hemmt den Knochenaufbau
- Übermäßiger Alkoholkonsum vermindert die Kalziumaufnahme
- Bewegungsmangel – die Knochen bekommen nicht genug Belastung, die für ihre Stärkung notwendig ist
- Unzureichende Kalzium- und Vitamin-D-Zufuhr
Gesundheitliche Faktoren:
- Menopause – der Östrogenabfall beschleunigt den Knochenverlust
- Bestimmte Erkrankungen wie rheumatoide Arthritis, Schilddrüsenüberfunktion oder Diabetes
- Längerfristige Kortisoneinnahme
- Essstörungen (Anorexie, Bulimie)
Statur: Schlanke, kleine Menschen haben von vornherein eine geringere Ausgangs-Knochenmasse und können prozentual mehr verlieren.
Symptome der Osteoporose
Osteoporose ist heimtückisch – sie kann jahrelang oder jahrzehntelang ohne Symptome fortschreiten. Häufig ist das erste Zeichen ein Knochenbruch, der bei vergleichsweise geringer Krafteinwirkung auftritt.
Die häufigsten Warnzeichen:
Brüche bei geringerer Belastung: Wenn ein kleiner Sturz, ein Stolpern oder sogar starkes Husten zu einem Bruch führt, ist das ein ernstes Warnsignal. Am häufigsten betroffen sind Handgelenk, Wirbelsäule (Wirbelkörper) und Oberschenkelhals.
Abnahme der Körpergröße: Wenn du das Gefühl hast, im Laufe der Jahre kleiner geworden zu sein, kann das ein Zeichen für Wirbelkörper-Kompressionen sein. Es können bis zu 5–10 cm an Größe verloren gehen.
Haltungsveränderung: Die typische „Buckel“-Haltung (Kyphose) kann Folge von Wirbelkörperfrakturen sein. Der Rücken krümmt sich, der Kopf fällt nach vorn.
Chronische Rückenschmerzen: Schmerzen durch Wirbelkörperfrakturen sind oft langanhaltend und schwer zu behandeln.
Mögliche Komplikationen der Osteoporose
Unbehandelte Osteoporose kann schwerwiegende Folgen haben. Eine Oberschenkelhalsfraktur ist besonders gefährlich – im höheren Alter übersteigt die Sterblichkeitsrate 50 %! Selbst Überlebende verlieren oft ihre Selbstständigkeit und benötigen langfristige Pflege.
Wirbelkörperfrakturen verursachen chronische Schmerzen, Bewegungseinschränkungen und eine Verschlechterung der Lebensqualität. Handgelenks- und andere Frakturen erfordern ebenfalls lange Heilungszeiten und Rehabilitation.
Mein Rat: Warte nicht auf einen Bruch! Wenn du eine Frau über 50 bist oder mehrere Risikofaktoren zutreffen, lass beim Arzt eine Knochendichtemessung durchführen.
Prävention der Osteoporose
Der Schlüssel zur Osteoporose-Prävention ist frühzeitiges Handeln. Je mehr Knochenmasse du in jungen Jahren aufbaust, desto größere Reserven hast du später.
Kalziumzufuhr: Täglich benötigst du mindestens 1000–1200 mg Kalzium. Die besten Quellen sind Milchprodukte, Fisch (insbesondere Sardinen und Lachs mit Gräten), grünes Blattgemüse und kalziumangereicherte Lebensmittel.
Vitamin D: Ohne Vitamin D kann Kalzium nicht richtig aufgenommen werden. Eine tägliche Zufuhr von 800–2000 IE (internationale Einheiten) wird empfohlen, besonders in den Wintermonaten mit weniger Sonnenexposition.
Bewegung: Krafttraining und belastende Aktivitäten (Gehen, Laufen, Tanzen) stimulieren den Knochenaufbau. Bewege dich mindestens 3–4 Mal pro Woche 30–45 Minuten.
Schädliche Gewohnheiten aufgeben: Hör auf zu rauchen. Reduziere Alkoholkonsum. Vermeide kohlensäurehaltige Softdrinks, deren Phosphorsäure die Kalziumaufnahme beeinträchtigen kann.
Wie wird Osteoporose behandelt?
Die Behandlung der Osteoporose ruht auf mehreren Säulen. Grundlage ist die Kalzium- und Vitamin-D-Gabe, ergänzt durch Lebensstiländerungen (Bewegung, Ernährung).
Medikamentös verschreiben Ärzte häufig Bisphosphonate, die den Knochenabbau hemmen. In schwereren Fällen kommen Hormonersatztherapie oder andere gezielte Therapien in Frage.
Hier kommen ergänzende Therapien ins Spiel, darunter die Magnettherapie.
Was ist Magnettherapie und wie wirkt sie auf Knochen?
Die Magnettherapie – oder PEMF (Pulsed Electromagnetic Field) Therapie nutzt niederfrequente, pulsierende elektromagnetische Felder. Das im Gerät erzeugte Magnetfeld dringt durch Gewebe und wirkt auf zellulärer Ebene.
Doch wie beeinflusst das Magnetfeld genau die Knochen?
Wissenschaftliche Untersuchungen identifizierten mehrere Mechanismen:
Stimulation der Osteoblasten: Das Magnetfeld regt die Aktivität der knochenaufbauenden Zellen (Osteoblasten) an. Eine Studie aus 2002 zeigte, dass PEMF die Proliferation und Differenzierung von Osteoblasten steigert, was die Bildung von Knochengewebe fördern kann.¹
Hemmung der Osteoklasten: Gleichzeitig kann die Behandlung die Funktion der knochenabbauenden Zellen (Osteoklasten) hemmen. Zhou und Kollegen (2013) zeigten, dass PEMF die Produktion von Osteoprotegerin (OPG) erhöht und die RANKL-Expression reduziert – diese Kombination kann den Knochenabbau verlangsamen.²
Aktivierung des Wnt/β-Catenin-Signalwegs: Das Magnetfeld kann diesen wichtigen Signalweg aktivieren, der eine Schlüsselrolle bei der Knochenbildung spielt.³
Unterstützung der Kalziumeinlagerung: Das Magnetfeld kann die Einlagerung von Kalzium und anderen Mineralien in das Knochengewebe positiv beeinflussen.⁴
Was sagen wissenschaftliche Studien?
Die Anwendung der Magnettherapie bei Osteoporose wurde in zahlreichen Studien untersucht.
Ein systematisches Review und Meta-Analyse von 2022 – basierend auf 19 randomisierten kontrollierten Studien mit insgesamt 1303 Patienten – fand heraus, dass die PEMF-Therapie ergänzend zur konventionellen medikamentösen Behandlung die Knochendichte in der Lendenwirbelsäule, am Femur und im Ward-Dreieck signifikant erhöhte.⁵ Die Forscher sehen PEMF als potenziell wirksame ergänzende Therapie bei postmenopausaler Osteoporose.
Eine Studie aus 2021 an Männern zeigte, dass die Kombination aus PEMF-Behandlung und Bewegungsprogramm über 12 Wochen die Knochenmineraldichte (BMD) signifikant erhöhte und der Effekt bis zu 6 Monate anhielt.⁶
Eine frühe Studie aus den 1990er Jahren berichtete, dass eine tägliche PEMF-Exposition von 10 Stunden über 12 Wochen die Knochendichte im behandelten Bereich signifikant erhöhte.⁷
Wichtig: Magnettherapie ist eine ergänzende Behandlung. Sie ersetzt nicht die medikamentöse Therapie und Lebensstiländerungen, kann jedoch begleitend positive Effekte auf die Knochengesundheit haben.
Effekte der Magnettherapie auf die Symptome der Osteoporose
In der Praxis berichten Patienten mit Osteoporose über folgende Vorteile durch Magnettherapie:
Schmerzlinderung: PEMF kann helfen, chronische Schmerzen im Zusammenhang mit Osteoporose zu reduzieren. Die Meta-Analyse von 2022 stellte eine signifikante Reduktion der Schmerzen (gemessen auf der VAS-Skala) in den behandelten Gruppen fest.⁵
Unterstützung der Verlangsamung des Knochenabbaus: Regelmäßige Behandlung kann die Marker des Knochenstoffwechsels günstig beeinflussen, was auf eine Verlangsamung des Abbaus und eine Förderung des Aufbaus hinweisen kann.
Verbesserung des allgemeinen Wohlbefindens: Mit weniger Schmerzen bist du aktiver, was sich wiederum positiv auf die Knochen auswirkt.
Praktische Anwendung der Magnettherapie
Die Behandlung der Osteoporose mit Magnettherapie erfordert langfristiges Engagement. Der Knochenstoffwechsel ist langsam, daher treten Effekte graduell über Wochen bis Monate auf.
Empfohlenes Behandlungsprotokoll bei Osteoporose:
| Parameter | Wert |
|---|---|
| Tägliche Behandlungsdauer | 6–8 Stunden (optimal 8–10 Stunden) |
| Behandlungszeitraum | Mindestens 12 Wochen |
| Behandlungsgerät | TotalBody-Matratze (Ganzkörper) oder großer flexibler Applikator |
| Intensität | Entsprechend dem vom Gerät vorgegebenen Programm |
Aufgrund der langen Behandlungszeiten führen die meisten die Therapie nachts während des Schlafs durch. Die TotalBody-Matratze legt man ins Bett, sodass das Magnetfeld die ganze Nacht wirkt.
Mein Rat: Die Behandlung der Osteoporose erfordert Geduld. Erwarte keine sofortigen Ergebnisse – das Knochengewebe regeneriert sich langsam. Beurteile die Ergebnisse erst nach mindestens 8–12 Wochen regelmäßiger Anwendung.
Bevor du mit der Behandlung beginnst
Magnettherapie ist in der Regel sicher, doch es gibt Zustände, in denen sie nicht angewendet werden sollte.
Wann DU die Magnettherapie NICHT verwenden solltest
⚠️ Verwende das Gerät NICHT, wenn:
- du einen implantierten Herzschrittmacher hast
- du einen implantierten Defibrillator hast
- du eine Insulinpumpe oder ein anderes implantiertes elektronisches Gerät trägst
- du schwanger bist
Vorsicht ist geboten
Sprich mit deinem Arzt, wenn:
- du an einer Herzerkrankung leidest
- du schwerwiegende Blutdruckprobleme hast
- du eine Krebserkrankung hast
- du metallische Implantate hast (insbesondere älter als 10 Jahre)
- du an Epilepsie leidest
Wichtig: Magnettherapie dient als Ergänzung zur medizinischen Behandlung. Abgesetzte Medikamente oder das Unterlassen von Kalzium- und Vitamin-D-Präparaten sind nicht zulässig!
Mögliche Nebenwirkungen
Nebenwirkungen der Magnettherapie sind selten und meist mild. Die Meta-Analyse von 2022 fand keinen signifikanten Unterschied in der Häufigkeit von Nebenwirkungen zwischen Behandlungs- und Kontrollgruppen.⁵
Gelegentlich kann auftreten:
- vorübergehende Schläfrigkeit
- leichtes Wärmegefühl im behandelten Bereich
Wenn du anhaltende oder ungewöhnliche Symptome bemerkst, konsultiere deinen Arzt.
Welches Gerät sollte man für die Osteoporose-Behandlung wählen?
Für die Behandlung von Osteoporose brauchst du ein Magnettherapie-Gerät, das über ein dediziertes Osteoporose-Programm und ausreichend Leistung für Langzeitanwendungen verfügt.
Die Globus Magnum Gerätefamilie enthält in allen Modellen ein Osteoporose-Programm. Für die Osteoporose-Behandlung besonders empfohlen sind:
- Magnum XL – 2 Kanäle, 280 Gauss Gesamtleistung
- Magnum 2500 – 2 Kanäle, 320 Gauss, 52 Programme
- Magnum XL Pro – 2 Kanäle, 400 Gauss
- Magnum 3000 Pro – 2 Kanäle, 400 Gauss, 70 Programme
Als ergänzendes Zubehör für die Osteoporose-Behandlung wird die TotalBody 400-Matratze empfohlen, die eine Ganzkörperbehandlung während des Schlafs ermöglicht.
Praktische Tipps für die Magnettherapie
Wenn du Osteoporose hast und mit der Heim-Magnettherapie beginnst, beachte Folgendes:
Regelmäßigkeit: Die Wirkung der Magnettherapie ist kumulativ – für Ergebnisse ist eine tägliche, regelmäßige Anwendung erforderlich. Ausgelassene Tage bremsen den Fortschritt.
Kombiniere mit Bewegung: Magnettherapie ersetzt nicht körperliche Aktivität. Belastende Bewegung (Gehen, leichtes Krafttraining) fördert den Knochenaufbau – zusammen sind sie effektiver.
Ernährung: Achte auf ausreichende Kalzium- und Vitamin-D-Zufuhr. Magnettherapie kann die Einlagerung unterstützen, benötigt dafür aber eine geeignete Versorgung.
Geduld: Knochengewebe regeneriert sich langsam. Lass dich nicht entmutigen, wenn du in den ersten Wochen keine Veränderung merkst.
Nachverfolgung: Sprich mit deinem Arzt, ob am Ende der Behandlungsphase eine Kontroll-Knochendichtemessung sinnvoll ist.
Die Rolle der Magnettherapie in der Osteoporose-Behandlung
Wichtig zu verstehen: Die Magnettherapie fungiert als die „vierte Säule" im Kampf gegen Osteoporose.
Die erste Säule ist eine angemessene Ernährung (Kalzium, Vitamin D). Die zweite ist regelmäßige, belastende Bewegung. Die dritte ist die medikamentöse Therapie. Und die vierte sind ergänzende Therapien – hierzu zählt die Magnettherapie.
Keine dieser Säulen ersetzt die andere – zusammen erzielen sie die besten Ergebnisse. Die Magnettherapie allein ist nicht ausreichend, kann jedoch begleitend zur medizinischen Therapie und Lebensstiländerung wertvoll sein.
Zusammenfassung – Kurzübersicht
Worum geht es in diesem Artikel? Umfassender Ratgeber zu Osteoporose und der ergänzenden Rolle der Magnettherapie (PEMF) in der Behandlung.
Für wen ist der Artikel? Für Menschen mit Osteoporose, Personen mit diagnostizierter Osteopenie, Menschen, die Prävention erwägen, und solche, die nach ergänzenden Therapieoptionen suchen.
Hauptbotschaft: Osteoporose ist behandelbar. Magnettherapie (PEMF) ist eine wissenschaftlich untersuchte ergänzende Methode, die die Knochenbildung fördern und den Knochenabbau verlangsamen kann. Sie ersetzt nicht die ärztliche Behandlung, kann aber unterstützend wirken.
Schlüsselbegriffe:
| Begriff | Bedeutung |
|---|---|
| Osteoporose | Knochenschwund – Ausdünnung des Knochengewebes, erhöhte Brüchigkeit |
| Osteopenie | Vorstufe der Osteoporose, verringerte Knochendichte |
| PEMF | Pulsed Electromagnetic Field – das wissenschaftliche Kürzel für Magnettherapie |
| Osteoblast | knochenaufbauende Zelle |
| Osteoklast | knochenabbauende Zelle |
| BMD | Bone Mineral Density – Knochendichte |
Therapieoptionen:
- Medikamentöse Behandlung: Bisphosphonate, Hormonersatztherapie (auf ärztliche Verschreibung)
- Lebensstil: Kalzium, Vitamin D, belastende Bewegung
- Magnettherapie: Ergänzende Behandlung, für die Heimnutzung geeignet
Häufig gestellte Fragen
Wie lange dauert es, bis Ergebnisse sichtbar sind? Das Knochengewebe regeneriert sich langsam. Mindestens 8–12 Wochen regelmäßiger Behandlung sind erforderlich, um erste Ergebnisse zu erwarten. Wissenschaftliche Studien verwendeten Behandlungszeiträume von 12 Wochen oder länger.
Kann ich die Magnettherapie parallel zu Osteoporose-Medikamenten verwenden? Ja. Magnettherapie ist eine ergänzende Behandlung, die zusätzlich zur medikamentösen Therapie angewendet werden kann. Setze deine Medikamente nicht ohne Rücksprache mit dem Arzt ab!
Ist die Behandlung schmerzhaft? Nein. Magnettherapie ist schmerzfrei – du spürst während der Anwendung in der Regel nichts. Höchstens ein leichtes Wärmegefühl kann auftreten.
Wie oft muss behandelt werden? Bei Osteoporose wird eine tägliche Anwendung von 6–8 Stunden (optimal 8–10 Stunden) empfohlen, mindestens über 12 Wochen. Die meisten führen die Behandlung nachts während des Schlafs durch.
Kann ich Magnettherapie mit einem Schrittmacher verwenden? NEIN! Mit Schrittmacher, implantiertem Defibrillator oder anderem elektronischen Implantat ist Magnettherapie kontraindiziert.
Quellen
- Diniz P, Shomura K, Soejima K, Ito G. (2002). Effects of pulsed electromagnetic field (PEMF) stimulation on bone tissue like formation are dependent on the maturation stages of the osteoblasts. Bioelectromagnetics, 23(5):398-405. PubMed: 12111759
- Zhou J, Chen S, Guo H, et al. (2013). Pulsed electromagnetic field stimulates osteoprotegerin and reduces RANKL expression in ovariectomized rats. Rheumatology International, 33(5):1135-41. PubMed: 22948539
- Cadossi R, Massari L, Racine-Avila J, Aaron RK. (2020). Pulsed Electromagnetic Field Stimulation of Bone Healing and Joint Preservation: Cellular Mechanisms of Skeletal Response. J Am Acad Orthop Surg Glob Res Rev, 4(5):e1900155. PubMed: 33970582
- Zhu S, He H, Zhang C, et al. (2017). Effects of pulsed electromagnetic fields on postmenopausal osteoporosis. Bioelectromagnetics, 38(6):406-424. PubMed: 28556288
- Chen Y, Menger MM, Braun BJ, et al. (2022). Pulse Electromagnetic Field for Treating Postmenopausal Osteoporosis: A Systematic Review and Meta-Analysis of Randomized Controlled Trials. Bioelectromagnetics, 43(6):381-393. PubMed: 35864717
- Alayat MS, Abdel-Kafy EM, Elsoudany AM, et al. (2021). Long-term effect of full-body pulsed electromagnetic field and exercise protocol in the treatment of men with osteopenia or osteoporosis: A randomized placebo-controlled trial. Physiotherapy Theory and Practice. PubMed: 34900231
- Tabrah F, Hoffmeier M, Gilbert F Jr, Batkin S, Bassett CA. (1990). Bone density changes in osteoporosis-prone women exposed to pulsed electromagnetic fields (PEMFs). Journal of Bone and Mineral Research, 5(5):437-42. PubMed: 2195843
Die Informationen in diesem Artikel dienen ausschließlich der allgemeinen Information. Magnettherapie ist eine Ergänzung zur medizinischen Behandlung und ersetzt diese nicht. Die Basistherapie bei Osteoporose bleibt Kalzium- und Vitamin-D-Gabe, regelmäßige Bewegung und gegebenenfalls medikamentöse Therapie – diese sollten keinesfalls wegen einer Magnettherapie abgesetzt werden. Bei Veränderungen deiner Beschwerden konsultiere bitte deinen behandelnden Arzt.