Arthrose
Arthrose, auch bekannt als Osteoarthrose oder degenerative Gelenkerkrankung, ist eine degenerative Erkrankung der Gelenke. Dies ist die weltweit häufigste Gelenkerkrankung, von der mit zunehmendem Alter immer mehr Menschen betroffen sind. Bei Arthrose wird der Gelenkknorpel allmählich dünner, seine Struktur verändert sich und die Gelenkflächen werden uneben. Infolge dieses Prozesses erhöht sich die Reibung zwischen den Knochen, was zu Schmerzen und Bewegungseinschränkungen führt.
Ursachen der Arthrose
Bei der Entstehung der Arthrose spielen verschiedene Faktoren eine Rolle.
Die primäre Arthrose entwickelt sich mit zunehmendem Alter durch natürliche Abnutzungsprozesse.
Hinter der sekundären Arthrose können frühere Verletzungen, Überbelastung, angeborene Entwicklungsstörungen oder andere Gelenkerkrankungen stehen.
Zu den Risikofaktoren zählen Übergewicht, Bewegungsmangel, bestimmte berufliche Tätigkeiten, genetische Veranlagung sowie unzureichend behandelte Sportverletzungen.
Typische Symptome der Arthrose
Zu Beginn verursacht Arthrose leichte, belastungsabhängige Schmerzen, die später dauerhaft werden können. Typisch sind Gelenksteifigkeit, besonders morgens oder nach längeren Ruhephasen. Die Bewegungsfreiheit des betroffenen Gelenks verringert sich allmählich, und beim Bewegen kann ein knirschendes oder knackendes Geräusch auftreten. In fortgeschrittenen Fällen kann das Gelenk deformiert sein und die umliegenden Muskeln können schwächer werden. Die Symptome entwickeln sich meist langsam und verschlimmern sich allmählich.
Bedeutung und Grenzen der Behandlung zu Hause
Arthrose kann auch zu Hause erfolgreich behandelt werden. Nur eine regelmäßige Behandlung hilft, die Symptome zu lindern, das Fortschreiten zu verlangsamen und die Lebensqualität zu verbessern.
Wichtig ist, dass der Behandlung zu Hause eine fachärztliche Konsultation vorausgeht und du zu Hause den von einem Experten erstellten Therapieplan durchführst. Anfangs wird eine regelmäßige Kontrolle empfohlen, damit der Therapieplan an Veränderungen der Beschwerden angepasst werden kann.
Unsere Therapiegeräte für die Behandlung zu Hause
Elektrotherapie-Geräte
Elektrotherapie-Geräte reduzieren Arthroseschmerzen effektiv und verbessern die Durchblutung des Gewebes rund um das Gelenk.
TENS-Geräte (Transkutane Elektrische Nervenstimulation) sind vor allem bei der Schmerzbehandlung wirksam.
EMS-Geräte (Elektromuskelstimulation) unterstützen den Muskelaufbau und die Regeneration der Muskulatur. Starke Muskeln sorgen für die Stabilität der Gelenke, daher ist Muskelkraft grundlegend wichtig, um Arthrosebeschwerden vorzubeugen.
Mikroströmungs- und Interferenztherapien eignen sich zur Behandlung von Schmerzen und Entzündungszuständen.
Weichlaser-Geräte
Bei der Weichlasertherapie emittieren die Geräte einen speziellen Lichtstrahl, der den Zellstoffwechsel und die Regeneration anregt. Die Behandlung reduziert Entzündungen, verbessert die mikrovaskuläre Durchblutung des Gewebes und fördert die Ernährung des Gelenkknorpels. Das Laserlicht dringt tief in das Gewebe ein und wirkt so direkt am betroffenen Bereich.
Magnettherapie-Geräte
Magnettherapie-Geräte erzeugen ein pulsierendes Magnetfeld, das die Sauerstoffversorgung und den Stoffwechsel der Zellen verbessert. Die Behandlung ist besonders effektiv bei der Reduzierung von Schmerzen und Entzündungen und unterstützt die Produktion der Gelenkflüssigkeit. Eine regelmäßige Anwendung der Magnettherapie kann das Fortschreiten der Arthrose verlangsamen.
Therapeutische Ultraschallgeräte
Therapeutische Ultraschallgeräte behandeln Gelenke mit hochfrequenten Schallwellen. Durch Ultraschall entstehen Mikrovibrationen im Gewebe, die die Durchblutung verbessern, Schmerzen und Gelenksteifigkeit reduzieren. Die Ultraschalltherapie ist besonders geeignet für die Behandlung tieferer Gewebeschichten.
Sicherer Umgang mit den Geräten
Vor der Anwendung der Therapiegeräte sollte die Gebrauchsanweisung sorgfältig studiert werden. Dauer und Häufigkeit der Behandlungen werden immer vom Facharzt festgelegt. Wichtig ist, Kontraindikationen zu beachten – beispielsweise sollten bei akuten Entzündungen oder Fieber keine Behandlungen stattfinden. Während der Anwendung der Geräte sollte eine Überbeanspruchung vermieden werden.
Ergänzende Behandlungsmethoden
Neben den Gerätebehandlungen ist eine geeignete Bewegungstherapie entscheidend.
Das von einem Physiotherapeuten zusammengestellte Übungsprogramm stärkt die Muskeln rund um das Gelenk und verbessert den Bewegungsumfang.
Eine Änderung des Lebensstils, insbesondere Gewichtsreduktion und eine angemessene Ernährung, beeinflusst den Krankheitsverlauf ebenfalls deutlich.
Wann sollte ein Arzt aufgesucht werden?
Eine sofortige ärztliche Konsultation ist erforderlich, wenn plötzlich starke Schmerzen oder deutliche Schwellungen auftreten, die Beweglichkeit des Gelenks stark eingeschränkt ist oder die Symptome von Fieber und Rötung begleitet werden. Eine regelmäßige Kontrolluntersuchung wird empfohlen, um den Fortschritt der Erkrankung zu verfolgen und die Wirksamkeit der Therapie zu überprüfen.
Typisch für Arthrose ist, dass sie sich über Jahre hinweg langsam entwickelt und die Symptomintensität „wellenförmig“ verläuft. Wenn die üblichen Beschwerden zunehmen, ist in der Regel keine erneute Diagnostik erforderlich, sondern eine möglichst rasche Behandlung gemäß den Empfehlungen von Ärzten und Therapeuten.
Für die Auswahl des passenden Therapiegeräts basierend auf Ihrer Diagnose wenden Sie sich an unsere Experten!