Handgelenkschmerzen
Das Handgelenk ist eines unserer komplexesten Gelenke, das aus acht kleinen Knochen sowie zahlreichen Bändern und Sehnen besteht. Diese komplexe Struktur ermöglicht die extrem präzisen Bewegungen der Hand, macht das Handgelenk aber gleichzeitig besonders anfällig für Verletzungen. Handgelenkschmerzen sind heutzutage ein immer häufiger auftretendes Problem, insbesondere bei Menschen, die am Computer arbeiten, und bei Tätigkeiten mit wiederholten Bewegungsabläufen.
Die häufigsten Ursachen von Handgelenkschmerzen
Für die Entstehung von Handgelenkschmerzen kommen verschiedene Ursachen in Frage.
Am häufigsten tritt das sogenannte Karpaltunnelsyndrom auf, bei dem ein im Handgelenk verlaufender Nerv komprimiert wird.
Häufige Ursachen sind außerdem Überlastungsfolgen wie Sehnenscheidenentzündungen, Gelenkverschleiß (Arthrose) sowie Band- und Sehnenverletzungen infolge von Sport- bzw. Unfallereignissen.
Auch die rheumatoide Arthritis, eine Autoimmunerkrankung, kann das Handgelenk betreffen.
Typische Symptome und deren Erkennung
Die Symptome von Handgelenkschmerzen können je nach Ursache sehr unterschiedlich sein.
Am häufigsten wird über bewegungsabhängige oder dauerhafte Schmerzen geklagt, die sich scharf stechend oder dumpf pochend äußern können. Häufig geht eine Steifigkeit des Handgelenks einher, vor allem morgens oder nach längeren Ruhephasen. Auch Bewegungseinschränkungen, verminderte Muskelkraft sowie Schwellungen und Wärmegefühl im Handgelenksbereich sind typische Symptome.
Beim Karpaltunnelsyndrom ist charakteristisch das in die Hand ausstrahlende Taubheitsgefühl, besonders nachts.
Bedeutung und Grenzen der Selbstbehandlung zu Hause
Viele Formen von Handgelenkschmerzen lassen sich zu Hause effektiv behandeln. Nur eine regelmäßige Anwendung hilft, die Symptome zu lindern, den Krankheitsverlauf zu verlangsamen und die Lebensqualität zu verbessern. Wichtig ist, der Selbstbehandlung eine ärztliche Konsultation vorausgehen zu lassen und dann den von Fachleuten erstellten Therapieplan zu Hause umzusetzen. Zu Beginn sind regelmäßige Kontrollen ratsam, damit der Therapieplan auf Veränderungen der Beschwerden abgestimmt werden kann.
Unsere therapeutischen Geräte für die Selbstbehandlung zu Hause
Elektrotherapiegeräte
Elektrotherapiegeräte sind besonders wirksam bei der Behandlung von Handgelenkschmerzen.
TENS-Geräte (Transkutane Elektrische Nervenstimulation) sind vor allem zur Schmerzlinderung geeignet.
EMS-Geräte (Elektrische Muskelstimulation) helfen beim Aufbau der Unterarmmuskulatur und bei der Regeneration der Muskeln.
Mikrostrom- und Interferenztherapien eignen sich zur Behandlung von Schmerz- und Entzündungszuständen.
Weichlaser-Geräte
Die Weichlasertherapie ist eine moderne Behandlungsmethode, die besonders wirksam bei Weichteilverletzungen im Bereich des Handgelenks ist. Das Laserlicht regt den Zellstoffwechsel an, fördert die Regeneration des geschädigten Gewebes und besitzt eine ausgeprägte entzündungshemmende Wirkung. Die Behandlung ist vollkommen schmerzfrei und eignet sich besonders bei chronischen Beschwerden.
Magnetfeldtherapiegeräte
Magnetfeldtherapiegeräte nutzen pulsierende Magnetfelder, die das Gewebe durchdringen und die Mikrozirkulation verbessern. Diese Therapie kann Entzündungen reduzieren und Schmerzen lindern. Die regelmäßige Anwendung der Magnetfeldtherapie unterstützt die Wiederherstellung der Handgelenksfunktion und die langfristige Schmerzlinderung.
Therapeutische Ultraschallgeräte
Therapeutischer Ultraschall ist besonders geeignet für die Behandlung des Handgelenks, da die Schallwellen tief ins Gewebe eindringen können. Die Ultraschalltherapie fördert die Durchblutung, reduziert Entzündungen und Schmerzen und unterstützt die Regeneration des Gewebes. Der kleine Applikator erlaubt eine präzise Behandlung am Handgelenk.
Sicherer Gebrauch der Geräte
Vor der Anwendung der Therapiegeräte ist das gründliche Studium der beiliegenden Gebrauchsanleitung unerlässlich. Bei manchen Erkrankungen (Kontraindikationen) darf die Behandlung nicht angewendet werden, beispielsweise bei akuten Entzündungen oder implantierten elektrischen Geräten. Die optimale Behandlungsdauer und -häufigkeit legt stets der Arzt oder Physiotherapeut fest.
Ergänzende Therapiemöglichkeiten
Zusätzlich zu den Geräteanwendungen ist regelmäßiges physikalisches Training mit gezielten Übungen für Dehnung und Kräftigung der Handgelenk- und Unterarmmuskulatur sowie ergonomische Anpassungen am Arbeitsplatz unerlässlich für Heilung und Prävention. Überlastung sollte vermieden und ausreichend Regenerationspausen eingelegt werden.
Wann ist ein Arztbesuch nötig?
Eine sofortige ärztliche Untersuchung ist erforderlich, wenn die Schmerzen plötzlich auftreten oder sich deutlich verschlimmern, die Beweglichkeit des Handgelenks stark eingeschränkt ist oder Schwellungen, Rötungen bzw. Wärmegefühle auftreten. Auch bei anhaltender oder zunehmender Taubheit und Gefühlsstörungen sollte eine medizinische Konsultation erfolgen.
Die Selbstbehandlung zu Hause sollte erst nach Abklärung der Ursache und auf ärztliche beziehungsweise therapeutische Empfehlung erfolgen.
Für die Auswahl des passenden Therapiegeräts entsprechend Ihrer Diagnose fragen Sie unsere Experten!