Passt das bei meinen Beschwerden?
Suchen Sie in der folgenden Liste Ihre Situation. Wenn Sie sich wiederfinden, kann der Genesy 600 mit hoher Wahrscheinlichkeit unterstützen – in Absprache mit dem behandelnden Arzt oder Physiotherapeuten.
Bei chronischen Rücken‑, Nacken‑ und Schulterschmerzen können TENS‑Programme sofort spürbare Linderung bringen (während der Behandlung sinkt das Schmerzempfinden). Für konkrete Beschwerden gibt es vorkonfigurierte Programme: Ischias, chronisches Lumbago, Nackenschmerz, Schulter‑Schulterblatt‑Syndrom, Schleudertrauma (Whiplash), Trapezius‑Schmerz. Wichtig: Wenn Ihre Schmerzen tiefer in Muskulatur oder Gelenk sitzen und TENS nicht ausreicht, kann ein Blick zum Genesy 1500 sinnvoll sein, der auch Interferenzstrom (IF) beherrscht. Details: TENS.
Für Knieschmerzen gibt es ein dediziertes TENS‑Programm (für akute Knieschmerzen) und ein eigenes Mikrostrom‑Programm (bei Kniearthrose). Gegen akute Schmerzspitzen hilft TENS schnell, bei chronischen Beschwerden kann eine Mikrostromkur nach 2–4 Wochen regelmäßiger Anwendung spürbare Unterstützung bieten. Details: Mikrostrom und Gelenkentzündung. Wichtig: Die Haupttherapie bei Arthrose sind Bewegungstherapie, Gewichtsmanagement und verordnete Medikamente – Elektrotherapie ergänzt diese Maßnahmen.
Nach Knieendoprothese, ACL‑Kreuzbandrekonstruktion, Schulter‑Luxation oder anderen orthopädischen Eingriffen schwächen die Muskeln durch Zwangspause ab. Die EMS‑Programme des Genesy 600 arbeiten aktiv Ihre Muskeln, auch wenn Sie wegen Schmerz noch nicht voll belasten können. 11 Rehabilitationsprogramme sind verfügbar: Wiederaufbau nach ACL‑Operation, Verhinderung von Schulter‑Luxation, Wiederherstellung des Vastus medialis, Reaktivierung der unteren Extremitätenmuskulatur, Lösung von Muskelspasmen. Wichtig: Vor Anwendung nach Operation sprechen Sie mit dem Operateur über den richtigen Beginn und die Elektrodenposition.
53 Sportprogramme: Aufwärmen, Maximalkraft, Kraftausdauer, Schnellkraft, Hypertrophie (Muskelzuwachs), Kapillarisation und aktive Regeneration (Reduktion von Muskelkater nach dem Training). Wichtig: Der Genesy 600 enthält KEINE Kotz‑(russische) Stimulation – diese Mittel‑Frequenzmethode für sportlichen Maximalkraftaufbau ist Genesy 1500/3000 vorbehalten. Für den durchschnittlichen Sportler sind die hier angebotenen 53 Programme jedoch völlig ausreichend. EMS ERSETZT KEIN Training – es ergänzt dieses.
Bei chronischen, monatelang nicht heilenden Wunden (Unterschenkelulcus, chronisches Fersenulkus, diabetisches Fußulkus, Dekubitus) kann das Mikrostrom‑Programm (MENS/MCR) spürbare Unterstützung zur üblichen Wundversorgung beitragen. Mikrostrom ist so fein, dass Sie ihn nicht spüren – deshalb ist er auch bei empfindlicher, entzündeter Haut anwendbar. Wichtig: Wundbehandlung ist eine Fachaufgabe – besprechen Sie den Behandlungsstart mit Ihrem Hausarzt oder Wundtherapeuten. Details: Unterschenkelulcus behandeln.
Für chronische Sehnenentzündungen (Tennisellenbogen, Subacromialentzündung, Rotatorenmanschetten‑Tendinitis, Karpaltunnelsyndrom) stehen spezifische TENS‑ und Mikrostrom‑Programme zur Verfügung. Mikrostrom kann die zelluläre Regeneration unterstützen, TENS wirkt schmerzlindernd. Wichtig: Diese Beschwerden sprechen selten schnell an – planen Sie 4–6 Wochen regelmäßige Behandlung ein.
FES‑Programme (funktionelle elektrische Stimulation) unterstützen die Rehabilitation nach Schlaganfall. Für periphere Nervenverletzungen gibt es spezielle Denerviert‑Programme (3 Programme: Dreieck, Trapez und Rechteckimpulse – je nach Schädigungsgrad). Ein Anwenderbericht beschreibt bei Bell‑Lähmung eine deutliche Besserung innerhalb von 3 Wochen. Wichtig: Bei komplexerer Denerviert‑Rehab (mehr Programmvariationen, Rheobase/Chronaxie‑Diagnostik) kann der Genesy 1500 oder Genesy 3000 geeigneter sein.
Mit dem Iontophorese‑Programm (Kanal 1) können Sie entzündungshemmende, schmerzlindernde oder essigsäurehaltige Präparate unter die Haut bringen – tiefer als eine einfache Creme. Typische Anwendungen: Tennisellenbogen, Fersensporn, Subacromialentzündung. Das Iontophorese‑Schwämmchen ist separat bestellbar (nicht im Lieferumfang). Wichtig: Die Auswahl des Wirkstoffs ist eine ärztliche Aufgabe – sprechen Sie mit dem behandelnden Arzt oder Apotheker. Details: Iontophorese‑Leitfaden.
Welche Behandlungsverfahren sind enthalten und wofür taugen sie?
Der Genesy 600 beinhaltet sechs verschiedene elektrotherapeutische Methoden. Hier die wichtigsten Unterschiede aus Patientensicht:
- TENS – zur Schmerzreduktion: spürbares Kribbeln auf der Haut, während der Behandlung mindert es das Schmerzempfinden. Bei akuten und chronischen Schmerzen (Rücken, Nacken, Schulter, Knie, Regelschmerzen). 20 beschwerdespezifische Programme. Details: TENS.
- EMS / NMES – zum Muskelaufbau und zur Rehabilitation: löst sichtbare Muskelkontraktionen aus und „trainiert" so den Muskel, auch wenn Sie wegen Schmerzen nicht voll aktiv bewegen können. Nach OP‑Rehab, Sportkraftaufbau, Vorbeugung von Muskelschwund. Details: EMS.
- Mikrostrom (MENS / MCR) – Wundheilung, Entzündungsreduktion: so fein, dass Sie ihn meist nicht spüren. Unterstützt zelluläre Regeneration und Entzündungshemmung. 12 beschwerdespezifische Programme. Details: Mikrostrom.
- FES – zum Wiedererlernen von Bewegungen nach Schlaganfall: bei zentraler Lähmung unterstützt es die Aktivierung von Muskeln und das Motorik‑Retraining. Unter fachärztlicher Anleitung empfohlen.
- Denerviert‑Programm – bei peripherer Lähmung: wenn ein Muskel seine nervale Versorgung verloren hat, aktiviert dieses Programm direkt die Muskelfasern. Dreieck-, Trapez‑ und Rechteckimpulse je nach Schädigungsgrad.
- Iontophorese – zur Wirkstoffapplikation: Gleichstromunterstützte Einschleusung eines Wirkstoffs (z. B. Diklofenak, Essigsäure) unter die Haut. Typische Anwendungen: Tennisellenbogen, Fersensporn. Details: Iontophorese.
Wichtig: Der Genesy 600 ENTHÄLT KEINE Kotz (russische) Stimulation (mittelfrequente sportliche Maximalkraftmethode) und keinen Interferenzstrom (IF) (für tiefe Muskel‑ und Gelenkbeschwerden). Wenn Sie diese brauchen, wählen Sie den Genesy 1500 oder den Genesy 3000.
Wenn Sie unsicher sind, welche Methode zu Ihrer Beschwerde passt, lesen Sie meinen Entscheidungsleitfaden: welche Elektrotherapie wofür geeignet ist.
Häufige Fragen vor dem Kauf
Im Allgemeinen nein. Bei Herzschrittmacher, implantiertem Defibrillator (ICD), Nervenstimulator oder Hörimplantat ist Elektrotherapie verboten – nur mit Erlaubnis von Kardiologe/Arhythmologe. Details im Artikel: Elektrotherapie und Implantate.
Ja, der Genesy 600 ist speziell für die Heimanwendung optimiert – kompakt, mit Menü und werksseitig voreingestellten Programmen. Vor der ersten Anwendung sollten Sie mit dem behandelnden Arzt oder Physiotherapeuten besprechen, welches Programm für Ihre konkrete Beschwerde empfohlen wird. Bei neuen, sich verschlechternden oder unklaren Beschwerden ist immer zuerst eine ärztliche Konsultation erforderlich.
Die beiden Geräte haben dieselbe physische Form (160 × 99 × 35,4 mm, 404 g) und dieselbe Menü‑ und Bedienoberfläche. Unterschiede:
- Der Genesy 1500 enthält 2 zusätzliche Stromarten: Kotz (russische) Stimulation und Interferenzstrom (IF).
- Der Genesy 1500 bietet mehr Programme (ca. doppelt so viele): 33 TENS, 23 Mikrostrom, 14 Reha, 9 Denerviert.
- Der Genesy 600 kommt mit 20 TENS, 12 Mikrostrom, 11 Reha, 3 Denerviert Programmen – die Grundbedürfnisse sind abgedeckt.
- Der Preisunterschied zugunsten des Genesy 600 ist erheblich.
Wenn die Basisbehandlungen ausreichen (Schmerzreduktion, Muskelaufbau, Wundheilung, Basis‑Reha), ist der Genesy 600 eine gute Wahl. Wenn Sie IF (für tiefe Muskel‑/Gelenksbeschwerden) oder Kotz (sportliche Maximalkraft) brauchen, wählen Sie den Genesy 1500.
Das hängt von der Methode ab. TENS: sofort spürbare Schmerzlinderung während der Behandlung. EMS (Muskelaufbau): nach 4–6 Wochen regelmäßigen Trainings. Mikrostrom (Wundheilung, Gelenkentzündung): Veränderungen nach 2–4 Wochen. Iontophorese: 3–6 Wochen. Bei chronischen Beschwerden ist Geduld nötig – es ist nicht wie eine Schmerztablette. Wenn nach 6–8 Wochen keine Verbesserung eintritt, sprechen Sie mit Ihrem Arzt über das weitere Vorgehen.
Ja, das ist der 2+2‑Modus. Die 4 Kanäle werden in zwei Paare geteilt: Kanal 1–2 läuft ein Programm, Kanal 3–4 ein anderes. So können Sie parallel zwei Familienmitglieder behandeln oder zwei schmerzhafte Körperstellen (z. B. beide Knie oder Rücken und Schulter). Mikrostrom und Iontophorese sind ausgenommen – diese Programme laufen nicht im 2+2‑Modus.
Das lässt sich nicht pauschal beantworten – Sie müssen dies mit Ihrem Operateur absprechen. Frische Nähte, Schrauben und Implantate erfordern besondere Überlegungen. Viele Reha‑Programme können bereits in den ersten Tagen postoperativ begonnen werden, wenn der Arzt zustimmt. EMS‑Programme zum Muskelaufbau werden typischerweise in der aktiven Reha‑Phase (1–6 Wochen nach OP) empfohlen.
Nein. Elektrotherapie ist eine Ergänzung, kein Ersatz. EMS‑Programme bauen z. B. Muskulatur auf, aber Koordination, Bewegungsumfang und motorische Muster lernt man unter Anleitung des Physiotherapeuten. Am effektivsten ist die Kombination: Physiotherapie + Genesy 600 Elektrotherapie + verordnete Medikamente (falls vorhanden).
Ja. Mit der Easy Program-Funktion können Sie eigene, angepasste oder von Grund auf neu erstellte Programme speichern – pro Nutzer 15 Programme. Während der Behandlung können Sie Frequenz, Pulsdauer oder Behandlungsdauer (Run Time) ändern. Das ist besonders nützlich, wenn Ihr Physiotherapeut individuelle Parameter empfiehlt.
Videoleitfäden – sehen Sie, wie man es benutzt
Die vier Videoleitfäden gelten für alle 4‑Kanal‑Globus‑Geräte (Genesy 600, 1500, 3000). Schauen Sie sich vor der ersten Anwendung alle an – insgesamt ca. 15 Minuten.
1. Video – Geräteteile
Sie lernen, wo die Anschlüsse sind, welches Kabel wofür dient (4 farbige Kabel für allgemeine Programme, 2 graue für Mikrostrom und Iontophorese) und wie das Display aussieht.
2. Video – Akku‑Handhabung
Wie Sie laden, wann ein Austausch notwendig ist und was das Display anzeigt. Wichtig: Aus Sicherheitsgründen startet die Behandlung AUSSCHLIESSLICH vom Akku – bei angeschlossenem Netzladegerät kann die Behandlung nicht gestartet werden (das Gerät lässt sich nicht einschalten).
3. Video – Menübedienung
Schritt für Schritt: wie Sie im ungarischen Menü navigieren, ein Programm nach Beschwerde auswählen, die Intensität einstellen und Einstellungen während der Behandlung ändern.
4. Video – Nützliche Zusatzfunktionen
Favoriten speichern, Profile einstellen, Programme sperren (z. B. wenn Sie einem älteren Familienmitglied nur ein spezielles Programm freigeben), gleichzeitige Behandlung zweier Patienten (2+2‑Modus).
Wie verwenden Sie den Genesy 600 zuhause?
Schalten Sie das Gerät ein
Wählen Sie nach dem Einschalten Ihr Benutzerprofil. Das Gerät merkt sich die zuletzt verwendeten 10 Programme und Ihre Favoriten.
Wählen Sie das passende Programm für Ihre Beschwerde
Wählen Sie im ungarischen Menü ein Programm nach konkreter Beschwerde (z. B. „Chronisches Lumbago", „Knie‑Arthrose", „Kraftausdauer"). Das Gerät stellt automatisch Stromart, Frequenz und Pulsbreite ein.
Kleben Sie die Elektroden auf
Bringen Sie die selbstklebenden Elektroden aus dem Lieferumfang um die schmerzende Stelle oder den Muskel herum an, entsprechend der Empfehlung Ihres Physiotherapeuten. Das Gerät erkennt, wenn eine Elektrode nicht richtig haftet – in diesem Fall stoppt es den Strom.
Stellen Sie ein angenehmes Niveau ein
Starten Sie das Programm und erhöhen Sie die Intensität langsam mit dem Intensitätsknopf. Bei TENS so weit bis zu einem angenehmen Kribbeln, bei EMS bis zu einer fühlbaren (aber schmerzfreien) Muskelkontraktion. Mikrostrom spüren Sie meist nicht – das ist normal. Bei schmerzhaften Empfindungen sofort reduzieren.
Entspannen Sie sich während der Behandlung
Sitzend oder liegend, beim Lesen oder Fernsehen. Eine Sitzung dauert typischerweise 15–60 Minuten – das Gerät arbeitet automatisch und schaltet am Ende ab.
Speichern Sie Ihre Favoriten
Speichern Sie bewährte Programme in Ihren Favoriten (pro Benutzer 15 Programme) – beim nächsten Mal starten Sie mit einem Knopfdruck. Wenn Ihr Physiotherapeut spezielle Einstellungen empfiehlt, speichern Sie diese als eigenes Programm (Easy Program).
Was ist im Lieferumfang?
Alle grundlegenden Zubehörteile sind enthalten, damit Sie nach dem Kauf sofort mit den Behandlungen beginnen können. Iontophorese‑Schwämmchen sind separat bestellbar.
- 1 Stk. Globus Genesy 600 Gerät
- 4 Stk. farbige Elektrodenkabel (TENS, EMS, Denerviert und FES)
- 2 Stk. graue abgeschirmte Kabel (Mikrostrom und Iontophorese)
- 4 Stk. 50×50 mm selbstklebende quadratische Elektroden
- 4 Stk. 50×90 mm selbstklebende rechteckige Elektroden
- 1 Stk. Akkuladegerät
- Eingebauter Ni‑MH Akku (7,2V / 1,8 Ah – für mehrere Stunden Behandlung)
- 1 Stk. Tragetasche
- 1 Stk. Gebrauchsanweisung in ungarischer Sprache
Selbstklebende Elektroden halten typischerweise 25–30 Anwendungen – wenn die Haftung nachlässt oder die Folie sich löst, sollten Sie wechseln. Das Gerät hat 1 Jahr Garantie; der Hersteller empfiehlt eine Kontrolle alle 2 Jahre. Für optimale Akkukapazität empfiehlt sich eine Überprüfung alle 6 Monate; wenn das Gerät länger als 3 Monate nicht benutzt wurde, vor dem Start aufladen. Das Gerät kann mit einem feuchten, sauberen Tuch gereinigt werden – zur Desinfektion eignet sich verdünnte Natriumhypochlorit‑Lösung (Gebrauchsanweisung beschreibt Details).
Iontophorese‑Schwämmchen (60 × 85 mm – für Wirkstoffapplikation), Motorpunkt‑Stift (für präzisere Elektrodenplatzierung), Y‑Kabel – diese Zubehörteile sind separat bestellbar, falls Sie sie für Ihren Anwendungsbereich benötigen. Besprechen Sie mit Ihrem Physiotherapeuten oder behandelnden Arzt, ob eines davon für Sie sinnvoll ist.
Technische Daten – was sie für Sie bedeuten
| Modell | Globus Genesy 600 |
| Hersteller | Globus Corporation, Italien |
| Anzahl Kanäle | 4 – Sie können bis zu 2 Personen oder 2 schmerzhafte Bereiche gleichzeitig behandeln |
| Stromarten | TENS, EMS/NMES, Mikrostrom (MENS/MCR), FES, Denerviert, Iontophorese (insgesamt 6) |
| Anzahl Programme | mehr als 150 vorkonfigurierte + 15 eigene Programme / Benutzer |
| Benutzerprofile | mehrere Profile – ideal für die Familienanwendung |
| TENS/EMS Intensität | 0–120 mA – ausreichend, um deutlichen Kribbeleffekt und sichtbare Muskelkontraktionen zu erzeugen |
| TENS/EMS Frequenz | 0,3–150 Hz |
| Impulsdauer | 50–450 μs |
| Mikrostrom (MENS/MCR) | 0–800 µA, 5–200 Hz, 1–250 ms Impuls (Kanal 1 und 3) – tausendmal feiner als TENS; in der Regel nicht spürbar |
| Denerviert | Dreieck 1000 ms, Rechteck/Trapez 500 ms, max. 60 mA |
| Iontophorese | 0–10 mA, nur Kanal 1 – zur Wirkstoffapplikation |
| KEIN Kotz | – die sportliche mittelfrequente Stimulation ist Genesy 1500 und 3000 vorbehalten |
| KEIN IF (Interferenz) | – der tiefe Muskel-/Gelenksstrom ist Genesy 1500 und 3000 vorbehalten |
| Behandlungsdauer | 1–99 Minuten pro Programm – die meisten klinischen Protokolle sind 15–60 Minuten |
| Display und Menü | hintergrundbeleuchtet, ungarisch (Englisch, Deutsch, Französisch, Italienisch, Spanisch wählbar) |
| Sicherheitsdetektor | erkennt, wenn die Elektrode nicht haftet; in diesem Fall stoppt er den Strom |
| Akkumulator | eingebauter Ni‑MH 7,2V / 1,8 Ah – für mehrere Stunden Behandlung |
| Laden | Netzteil; aus Sicherheitsgründen startet die Behandlung nur vom Akku |
| Geräteabmessung | 160 × 99 × 35,4 mm – kompakt, gut in der Hand liegend |
| Gewicht | 404 g – leicht, gut transportierbar in der Tragetasche |
| Schutzart | IP22 – geschützt gegen vertikal fallende Wassertropfen |
| CE‑Zertifizierung | CE Klasse IIa Medizinprodukt (MDD 93/42/EWG) |
Wann sollten Sie den Genesy 600 NICHT verwenden?
- Wenn Sie einen Herzschrittmacher, implantierten Defibrillator (ICD), einen Nervensimulator oder ein anderes aktives Implantat haben – nur mit Erlaubnis von Kardiologe / Arhythmologe.
- Setzen Sie keine Elektrode auf die Vorderseite des Halses (in der Nähe der Halsarterie).
- Wenn Sie an einer Krebserkrankung leiden und das Behandlungsgebiet betroffen wäre – vorher onkologische Rücksprache.
- Wenn Sie schwanger sind – über die gesamte Schwangerschaft vermeiden.
- Setzen Sie keine Elektroden auf den Kopf, in die Augenregion oder an die Schläfen.
- Führen Sie keinen Strom durch den Brustkorb (eine Elektrode vorne, eine hinten) – wegen des Risikos von Herzrhythmusstörungen.
- Stimulieren Sie nicht gleichzeitig Brustmuskulatur und Rückenmuskulatur.
- Bei neuen, sich verschlechternden oder unklaren Schmerzen – zuerst ärztliche Abklärung.
- Nicht anwenden auf frischen Wunden, dermatologischen Problemen oder frischen Narben.
- Bei Fieberhaften oder unklaren entzündlichen Zuständen ist die Anwendung nicht empfohlen.
- Wenn Sie ein Blutgerinnsel (DVT) im Behandlungsbereich haben – wegen Embolisationsrisiko verboten.
- Bei schlecht eingestellter Epilepsie – individuelle ärztliche Einschätzung erforderlich.
- Bei kapillärer Fragilität (empfindliche Haargefäße) – vorsichtige, niedrigintensive Anwendung empfohlen.
Unsicher? Konsultieren Sie vor der Anwendung Ihren behandelnden Arzt oder Physiotherapeuten. Details im Artikel: Elektrotherapie – Gegenanzeigen.
Wichtige Hinweise
Der Globus Genesy 600 ist ein CE‑zertifiziertes Class IIa Medizinprodukt (MDD 93/42/EWG). Für die Heimanwendung optimiert, wird die Anwendung in Absprache mit behandelndem Arzt / Physiotherapeuten empfohlen. Das Iontophorese‑Programm darf nur unter fachärztlicher Aufsicht und mit geeigneter Wirkstoffauswahl angewendet werden.
Mögliche Nebenwirkungen: Bei empfindlicher Haut kann es unter der Elektrode zu Hautreizungen kommen; selten allergische Reaktionen auf das Elektroden‑Gel. Bei während der Behandlung auftretender starker Herzfrequenzsteigerung oder Herzrhythmusstörungen ist die Behandlung sofort zu beenden und ein Arzt zu konsultieren.
Der Globus Genesy 600 bietet ergänzende Heimanwendungen – er ersetzt nicht die ärztliche Diagnose, verordnete Medikamente oder die Physiotherapie. Bei neuen, sich verschlechternden oder unklaren Beschwerden wenden Sie sich an Ihren behandelnden Arzt. Die Ergebnisse können individuell unterschiedlich ausfallen.
Welche Elektrotherapie wofür geeignet ist? – Entscheidungsleitfaden nach Beschwerde →
Globus Genesy 1500 – das größere Modell (mit Kotz + IF) →
Globus Genesy 3000 – professionelles Spitzenmodell →
TENS – bei spürbaren Schmerzen →
EMS – bei Muskelwiederherstellung →
Mikrostrom (MENS) – bei schlecht heilenden Wunden →
Iontophorese – wenn Sie Wirkstoff unter die Haut bringen wollen →
Elektrotherapie und Implantate – was ist mit Herzschrittmacher? →